Biotische Rohstoffe schonend gewinnen

Eichenbohlen, noch mit Rindezum Vergr??ern anklicken
Materialeffizienz in der Holzindustrie schont wertvolle Ressourcen
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Für eine schonende Gewinnung biotischer Rohstoffe muss die Landnutzung durch Land- und Forstwirtschaft an ?kologische Mindeststandards gebunden werden. Diese sollen gew?hrleisten, dass B?den, Gew?sser, Biodiversit?t nicht beeint?chtigt oder gesch?digt und Treibhausgasemissionen auf ein Mindestma? beschr?nkt werden. Unmittelbar damit zusammen h?ngt auch die Einhaltung von Sozialstandards.

Für eine schonende Gewinnung biotischer Rohstoffe müssen die Landnutzungssysteme wieder st?rker regional ausgerichtet werden, um die global und regional entkoppelten Stoffkreisl?ufe ansatzweise zu schlie?en. Dafür ist der Aufbau regionaler Wirtschafts- und Stoffkreisl?ufe wesentlich. Dabei geht es um die Entwicklung ?kologisch und sozial vertr?glicher Wirtschaftsweisen in allen Staaten und nicht um Abschottung und Protektionismus nationaler Agrarsektoren.

Mit Blick auf die globalen Stickstoffflüsse sind hier die Fl?chenbindung der Tierhaltung sowie die Regulierung des Imports von Stickstoff (N) in die Landwirtschaft über mineralische Düngemittel (KLU, Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt, 2011 S. 37) und Futtermittelimporte wesentliche Ans?tze beziehungsweise Ma?nahmen in Europa.

Konkret bedeutet dies, dass die ⁠Landnutzung⁠ an ?kologische Mindeststandards gebunden werden muss: Beschr?nkung des Stickstoffsaldos, Beschr?nkung der Tierbesatzdichte, den Erhalt von Dauergrünland, Beschr?nkung des maximalen Anteils einer Fruchtart auf Ackerstandorten und die Bereitstellung ?kologischer Vorrangfl?chen. Weiterhin sind extensiv genutzte Grünlandfl?chen in das F?rdersystem der ersten S?ule der Gemeinsamen Agrarpolitik zu integrieren (KLU, 2011). Weitergehende Forderungen sind der Mindestanteil von Leguminosen in der Fruchtfolge, die F?rderung des ausschlie?lichen Einsatzes von Eigenfuttermitteln in der Tierhaltung sowie die Beweidungspr?mie. Der Erhalt von Grünland und Mooren als ⁠CO2⁠-Speicher (Umbruchverbot) ist (unter anderen) eine wesentliche Klimaschutzma?nahme.

Einsatz angepasster Technologien
Angepasste Technologien in der Landbewirtschaftung zielen auf emissionsarme, den Boden- und den Wasserhaushalt sowie die ⁠Biodiversit?t⁠ schonende Techniken und Verfahren. Mit bodenschonenden und wassersparenden Anbauverfahren (Mulchverfahren, konservierende Bodenbearbeitung) kann die Freisetzung von Kohlenstoff minimiert und die Erosionsgefahr gesenkt werden. Eine nachhaltige Nutzung von Pestiziden erfordert die Rückführung des intensiven Einsatzes auf das notwendige Minimum. Innerhalb der EU fordert beispielsweise die Rahmenrichtlinie 2009/128/EG (?Sustainable use of pesticides“) eine Landbewirtschaftung, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein umweltvertr?gliches Ma? reduziert.

?kologischer Landbau
Der ?kologische Landbau als bekanntestes Beispiel angepasster Methoden und Verfahren ist ein mittlerweile etabliertes, dennoch unter st?ndiger Weiterentwicklung begriffenes Landbewirtschaftungssystem. Der ?kolandbau zeichnet sich durch überwiegend geschlossene N?hrstoffkreisl?ufe sowie den Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger und synthetisch hergestellte Pflanzenschutzmittel aus. Auch in der Tierhaltung sind ?kologische Betriebe strengeren Regeln unterworfen als konventionell wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe. Der ?kolandbau gilt deswegen als besonders ressourcenschonende und umweltvertr?gliche Form der Landwirtschaft. (UBA 2012)

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Schlagworte:
 ?kologischer Landbau  Biomasse  Biotische Rohstoffe  Bewirtschaftung