BS-R-2: Vorsorge in der Bev?lkerung

Das Bild zeigt eine mit Vorr?ten bestückte Speisekammer.zum Vergr??ern anklicken
Im Notfall autark - in die Vorratshaltung geh?ren neben Lebensmitteln auch Trinkwasser u.v.m.
Quelle: Konstanze Sch?nthaler / Bosch & Partner GmbH

Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Inhaltsverzeichnis

 

BS-R-2: Vorsorge in der Bev?lkerung

Zwar fühlten sich 2016 noch etwa die H?lfte der Mehrheit der Befragten (48 %) ausreichend über die sie betreffenden Folgen des Klimawandels informiert, seit 2012 ist der Anteil jedoch gesunken. Die Einsch?tzung, selbst genügend Vorsorgema?nahmen zu ergreifen, liegt in allen Befragungen bei mehr als der H?lfte der Befragten.

Drei Stapels?ulen stellen den Anteil der Befragten dar, die sich zu unterschiedlichen Qualit?t ihrer Vorsorgema?nahmen ge?u?ert haben.
BS-R-2: Vorsorge in der Bev?lkerung

Drei Stapels?ulen stellen den Anteil der Befragten dar, die sich zu unterschiedlichen Qualit?t ihrer Vorsorgema?nahmen ge?u?ert haben. Der Anteil der Befragten in Prozent wird im Folgenden für die jeweiligen Kategorien mit aufsteigendem Jahr gelesen: voll und ganz ausreichend: 13,4, 8 und 7 Prozent; eher ausreichend: 44,7, 51 und 48 Prozent, eher nicht ausreichend: 30,2, 27 und 31 Prozent, überhaut nicht ausreichend: 11,5, 4 und 7 Prozent. Seit 2014 gibt es die Kategorie wei? nicht mit 10 Prozent und in 2016 mit 8 Prozent. Zus?tzlich ist als Linie der Anteil der Befragten, die sich über die sie
betreffenden Klimawandelrisiken ausreichend informiert fühlen, abgetragen. Von rund 60 Prozent in 2012 und 2014 sank der Anteil in 2016 auf knapp unter 50 Prozent.

Quelle: BMUB & UBA (Umweltbewusstsein in Deutschland 2012 / 2014 / 2016)
 

Eigenvorsorge für Notfallsituationen

Für den Selbstschutz ist nicht nur die F?higkeit wichtig, sich und anderen schnell und zielgerichtet helfen zu k?nnen. Die Bürgerinnen und Bürger k?nnen durch geeignete Ma?nahmen in ihrem pers?nlichen Umfeld auch in vielf?ltiger Weise Vorsorge gegen die Folgen von ⁠Wetter⁠- und Witterungssituationen wie Hitzeperioden, Stürmen oder ⁠Starkregen⁠ treffen und dadurch Schlimmerem vorbeugen. Hierfür ist es wesentlich, dass Bürgerinnen und Bürger sich über die Risiken, die mit den Folgen des Klimawandels verbunden sind, ausreichend informiert fühlen. Manche der an Extremwetter angepassten Verhaltensweisen erfolgen mehr oder weniger unbewusst als Teil der t?glichen Lebensführung. Hierzu geh?rt u. a., sportliche Anstrengungen bei überm??iger Hitze zu vermeiden, temperaturangepasste Kleidung am Arbeitsplatz und zu Hause zu tragen, ausreichend Flüssigkeit an hei?en Tagen zu sich zu nehmen oder auch unn?tige Fahrten bei Risikowetterlagen zu vermeiden.

Sind diese Ma?nahmen noch sehr selbstverst?ndlich, ist es die darüber hinaus gehende Vorsorge für Notlagen in deutlich geringerem Ma?e. In Deutschland funktioniert die Versorgung mit den grundlegenden Gütern und Dienstleistungen wie Lebensmitteln, Wasser, Strom und Telekommunikation auf einem hohen Niveau. Die Bürgerinnen und Bürger k?nnen sich in aller Regel auf die zugrunde liegende Logistik und Infrastruktur verlassen. Die Kehrseite der Medaille: Da schlechte Erfahrungen mit der Versorgung in Deutschland glücklicherweise selten sind, ist die Bev?lkerung insgesamt weniger auf Ausnahmesituationen vorbereitet. Notvorr?te von Wasser, Lebensmitteln, Kerzen oder Batterien, die vor wenigen Jahrzehnten noch selbstverst?ndlich waren, legen heute nur noch vergleichsweise wenige Haushalte an. Schon durch diese zumeist einfachen Vorsorgema?nahmen k?nnen Bürgerinnen und Bürger aber dazu beitragen, dass extreme Situationen für sie pers?nlich keinen katastrophalen Verlauf nehmen. Hauseigentümer k?nnen zudem bauliche Ma?nahmen zum Schutz der eigenen vier W?nde vor wetter- und witterungsbedingten Risiken wie Hochwasser und Sturzfluten, Sturm, Hagel oder auch Hitze ergreifen. Das BBK informiert Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer hierzu neben Informationsbroschüren auch durch Videos auf einem eigens erstellten YouTube-Kanal (https://m.youtube.com/user/bbk), um eine m?glichst breite Bev?lkerungsgruppe zu erreichen.

Für den Bev?lkerungsschutz spielt die Vorsorge von Bürgerinnen und Bürger mit ihren verschiedenen Facetten eine wichtige Rolle. Wer Vorsorge getroffen hat, ben?tigt weniger Hilfeleistung, kann m?glicherweise die Einsatzkr?fte bei deren Arbeit entlasten und selbst Hilfe leisten.

Im Vergleich der Ergebnisse der UmweltbewusstseinsstudienI von 2012, 2014 und 2016 wird deutlich, dass der Anteil der Befragten, die sich ausreichend über die sie betreffenden Folgen des Klimawandels informiert fühlt, gesunken ist. Waren es 2012 noch 59 %, so ist der Wert 2016 mit 48 % um mehr als 10 % gesunken. Beim Blick darauf, ob selbst in ausreichendem Ma? Vorsorgema?nahmen getroffen werden, haben in allen Befragungen etwas mehr als die H?lfte der Befragten den Eindruck, dass sie ausreichend vorsorgen. Die Ergebnisse bedeuten auch, dass mehr als die H?lfte der Befragten ihren Informationsstand und rund 40 % der Befragten die eigenen Vorsorgema?nahmen als nicht ausreichend erachten. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist einschr?nkend zu berücksichtigen, dass dem ein subjektives Verst?ndnis von Risikoinformation und Vorsorge zugrunde liegt und nicht eingesch?tzt werden kann, ob die Befragten tats?chlich im notwendigen Ma? für Notlagen vorsorgen.

I - s. Fu?note S. 237

 

Schnittstellen

BS-R-1: Information zum Verhalten im Katastrophenfall

 

Ziele

Weitgehende Reduzierung der Folgen von gravierenden St?rungen und Ausf?llen Kritischer Infrastrukturen durch (…) eine wirkungsvolle Selbsthilfekapazit?t der unmittelbar Betroffenen (KRITIS-Strategie, Kap. 5)