DAS-Handlungsfeld Raumordnung, Regional- und Bauleitplanung

Das Bild zeigt zwei H?nde, die mit einem Lineal und einem Stift auf einem auf dem Tisch ausgebreiteten Bebauungsplan liegen.zum Vergr??ern anklicken
DAS-Handlungsfeld Raumordnung, Regional- und Bauleitplanung
Quelle: U. J. Alexander / stock.adobe.com

Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Raumordnung, Regional- und Bauleitplanung

Raumordnung⁠, Regional- und ⁠Bauleitplanung⁠ k?nnen die ⁠Anpassung an den Klimawandel⁠ in zwei wesentliche Richtungen unterstützen. Zum einen k?nnen sie auf den jeweiligen Planungsebenen gezielt die Risikovorsorge unterstützen und die Fl?chennutzung so steuern, dass bestehende oder zu erwartende Klimarisiken z. B. durch extreme ⁠Wetter⁠- und Witterungsereignisse und ihre Folgen gemindert werden. Zum anderen k?nnen sie die sich ?ndernden Nutzungsansprüche und -erfordernisse, die durch den Wandel der klimatischen Rahmenbedingungen entstehen werden, untereinander und mit den landschaftlichen Potenzialen planerisch in Einklang bringen.

Auf den unterschiedlichen Planungsebenen stehen für diese Zwecke verschiedene Instrumente zur Verfügung. Die wesentlichen formalen Instrumente der Raumordnung, d. h. der Landes- und Regionalplanung, die eine übergeordnete Steuerung der Raumentwicklung erm?glichen, sind die Planungskategorien der Vorrang- sowie der Vorbehaltsgebiete. In Vorranggebieten haben bestimmte raumbedeutsame Funktionen oder Nutzungen Priorit?t: Damit nicht vereinbare andere raumbedeutsame Nutzungen sind nach einer Ausweisung ausgeschlossen, soweit sie als bestehende Nutzung nicht Bestandsschutz genie?en. In Vorranggebieten sind alle berührten Belange bereits letztverbindlich abgewogen. Untergeordnete Planungsebenen k?nnen sie nur noch ihrem jeweiligen Planungsma?stab entsprechend konkretisieren, aber nicht erneut abw?gen. Vorbehaltsgebiete entfalten demgegenüber eine geringere Bindungswirkung: Durch die Ausweisung erhalten bestimmte raumbedeutsame Funktionen oder Nutzungen in den Vorbehaltsgebieten zwar für nachfolgende Abw?gungen mit anderen Nutzungen ein besonderes Gewicht; entgegenstehende Nutzungen k?nnen in der Abw?gung aber h?her gewichtet werden und sind daher nicht g?nzlich ausgeschlossen.

Anpassungen

RO-R-1: Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Natur und Landschaft

RO-R-2: Vorrang- und Vorbehaltsgebiete Grundwasser / Trinkwasser

RO-R-3: Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für (vorbeugenden) Hochwasserschutz

RO-R-4: Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für besondere Klimafunktionen

RO-R-5: Siedlungs- und Verkehrsfl?che

RO-R-6: Siedlungsnutzung in Hochwassergefahrenbereichen – Fallstudie