Fachbereich V

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Dr. Jürgen Landgrebe leitet den Fachbereich V
Quelle: Martin Stallmann / Umweltbundesamt

Der Fachbereich V des Umweltbundesamtes ist für die Themen Klimaschutz, Energie und Emissionshandel zust?ndig. Hier ist die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) angesiedelt. Sie ist in Deutschland die zust?ndige Stelle für den Handel mit Zertifikaten für den Aussto? des klimasch?dlichen Kohlendioxids.

Klimaschutz und Energie (Abteilung V 1)

Der ⁠Klimaschutz⁠ ist eine der gr??ten aktuellen Herausforderungen der Menschheit. Mit dem “Paris- Abkommen“ 2015 hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und m?glichst bei 1,5 Grad Celsius zu halten. Der Rahmen tendiert dabei nach der Ver?ffentlichung des ⁠IPCC⁠-Sonderberichts zu 1,5°C Globaler Erw?rmung deutlich auf 1,5 Grad Celsius, um die ansonsten massiveren Wirkungen des Klimawandels m?glichst weitgehend zu verhindern. Nicht weniger als eine umfassende, globale Transformation zu einer nachhaltigen, dekarbonisierten und klimaresilienten Entwicklung ist dafür notwendig.?

Dafür muss beispielsweise die Energieversorgung in Industriestaaten wie Deutschland st?rker auf erneuerbare Energien ausgerichtet und eine bessere Energieeffizienz erreicht werden. Die Abteilung V 1 kümmert sich unter anderem um die Weiterentwicklung der Abkommen zum internationalen Klimaschutz, die langfristigen Szenarien künftiger Energieversorgung sowie die Ziele, Ma?nahmen und Instrumente, die für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik erforderlich sind. Dazu geh?rt die F?rderung der erneuerbaren Energien wie auch? die M?glichkeiten zum Energiesparen bei Elektroger?ten und in Geb?uden sowie die Aufbereitung von Energie- und Emissionsdaten in Deutschland. Zudem betreibt die Abteilung V 1 das Herkunfts- und das Regionalnachweisregister.

Deutsche Emissionshandelsstelle (Abteilungen V 2 und V 3)

Die Abteilungen V 2 und V 3 bilden die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt). Die DEHSt ist die zust?ndige Beh?rde für die Umsetzung des EU-Emissionshandels als zentralem europ?ischen Klimaschutzinstrument und der projektbasierten Klimaschutzinstrumente des Kyoto-Protokolls in Deutschland. Die etwa 160 Mitarbeitenden in Berlin betreuen zurzeit rund 1.950 emissionshandelspflichtige Anlagen der Energiewirtschaft und emissionsintensiven Industrie sowie rund 400 deutsche und internationale Luftfahrzeugbetreiber. S?mtliche Verfahren werden vollst?ndig softwaregestützt und elektronisch abgewickelt und die Unternehmen durch einen eigenen Kundenservice zu allen Fragen rund um den Emissionshandel unterstützt. Das betrifft etwa die Antragstellung und Zuteilung der Zertifikate ebenso wie das Kontomanagement im Register und die j?hrliche Emissionsberichterstattung. Auch die Steuerung der Versteigerung von Emissionsberechtigungen in Deutschland geh?rt zu den Aufgaben der DEHSt. Au?erdem wirken wir an der Weiterentwicklung des Europ?ischen Emissionshandels und der internationalen Klimaschutzvereinbarungen (Paris-Abkommen) mit.

Die DEHSt ist zudem für Genehmigung und überwachung von Klimaschutzprojekten nach dem Kyoto-Protokoll zust?ndig und für die Bewilligung und Auszahlung von Beihilfen an stromintensive Unternehmen zur Kompensation indirekter CO2-Kosten (Strompreiskompensation). Au?erdem ist sie die Bu?geldbeh?rde für die nationale Durchsetzung der MRV-Seeverkehrsverordnung und für den Vollzug nach der ?Upstream ⁠Emission⁠ Reduction“-Verordnung zust?ndig.