Energieverbrauch nach Energietr?gern und Sektoren

Der Endenergieverbrauch (EEV) in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre kaum gesunken. Im langj?hrigen Trend ist nur der W?rmeverbrauch rückl?ufig, w?hrend der Verbrauch von Kraftstoff und Strom nahezu konstant ist. Sektoral betrachtet ist der Energieverbrauch im Verkehr und in den privaten Haushalten jeweils gestiegen.

Allgemeine Entwicklung und Einflussfaktoren

Der ⁠Endenergieverbrauch⁠ (EEV) in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre kaum gesunken (siehe Abb. ?Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Sektoren“). Es wird zwar immer mehr Energie effizienter genutzt und teilweise eingespart, doch Wirtschaftswachstum und Konsumsteigerungen verhindern einen deutlicheren Verbrauchsrückgang (siehe auch Artikel "Energieproduktivit?t"). Im kurzfristigen Zeitraum eines Jahres betrachtet hat die ⁠Witterung⁠, die sich auf den Bedarf an W?rmeenergie auswirkt, gro?en Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung.

Ein immer gr??erer Anteil des Bruttoendenergieverbrauchs wird in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt. Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil bis zum Jahr 2020 auf 18 % und bis zum Jahr 2030 auf 30 % zu steigern (siehe Abb. ?Anteil erneuerbarer Energien am ⁠Bruttostromverbrauch⁠ und am Bruttoendenergieverbrauch“).

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Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Sektoren und Energietr?gern

Im Sektor Industrie ging der ⁠Endenergieverbrauch⁠ (EEV) im Betrachtungszeitraum ab dem Jahr 1990 zun?chst merklich zurück. Dies ist haupts?chlich auf den Schwund der Industrie in den neuen Bundesl?ndern zwischen 1990 und 1993 zurückzuführen. Ab dem Jahr 2002 stieg der Energieverbrauch mit dem Wachstum der Wirtschaft wieder deutlich an. In den letzten Jahren bremsten Fortschritte bei der Energieeffizienz die Verbrauchsentwicklung trotz steigender wirtschaftlicher Konjunktur (siehe Abb. ?Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Sektoren“). Etwa zwei Drittel des Endenergieverbrauchs werden für ⁠Prozessw?rme⁠ ben?tigt. ⁠Mechanische Energie⁠ zum Beispiel zum Betrieb von Motoren oder Maschinen sorgt für circa ein Viertel des Verbrauchs, Raumw?rme hat nur einen kleinen Anteil

Der Verkehrssektor ist der verbrauchsintensivste. Der Kraftstoffverbrauch ist seit Beginn der 1990er Jahre leicht gestiegen. Es werden zu über 90 % Kraftstoffe aus Mineral?l eingesetzt, Biokraftstoffe und Strom spielen bislang nur eine geringfügige Rolle. Fast die gesamte im Verkehr eingesetzte Energie wird zur Erzeugung von mechanischer Energie verwendet, wovon bei Verbrennungsmotoren durchschnittlich jedoch nur weniger als die H?lfte für den Antrieb umgewandelt wird. Ein gro?er Anteil geht als Abw?rme verloren.

Die privaten Haushalte ben?tigen seit 1990 tendenziell etwas weniger Energie. Die Raumw?rme macht nun rund 70 % des Energieverbrauchs in Haushalten aus, da über die Jahre unter anderem die zu beheizende Wohnfl?che zugenommen hat. Erdgas und Heiz?l weisen hier den h?chsten Verbrauch auf, auch erneuerbare W?rme wird verst?rkt in diesem Sektor eingesetzt? Eine spezielle Darreichungsform von W?rme in diesem Sektor ist Fernw?rme aus fossilen und erneuerbaren Brennstoffent (siehe auch Artikel "Energieverbrauch der privaten Haushalte").

Der Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) ist ebenfalls vom Heizverhalten abh?ngig. Raumw?rme macht hier immerhin die H?lfte des Endenergieverbrauchs aus. Gleichzeitig ist hier der Stromanteil relativ am h?chsten, was auf den verst?rkten Einsatz für Beleuchtung und mechanische Energie zurückzuführen ist. Seit 1990 ist der EEV in diesem Sektor allerdings zurückgegangen.

Je ein Ringdiagramm für jeden Sektor zeigt die unterschiedlichen Anteile der Energietr?ger, die zur Energiegewinnung eingesetzt werden. Ein fünftes Diagramm zeigt die Anteile der Sektoren am Gesamtverbrauch.
Endenergieverbrauch 2018 nach Sektoren und Energietr?gern
Quelle: Umweltbundesamt auf Basis Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen Diagramm als PDF