Kraft-W?rme-Kopplung (KWK)

Kraft-W?rme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in mechanische oder elektrische Energie und nutzbare W?rme innerhalb eines thermodynamischen Prozesses. Die parallel zur Stromerzeugung produzierte W?rme wird zur Beheizung und Warmwasserbereitung oder für Produktionsprozesse genutzt. Der Einsatz der KWK mindert den Energieeinsatz und Kohlendioxid-Emissionen.

Inhaltsverzeichnis

 

KWK-Anlagen

KWK-Anlagen unterscheiden sich in ihren Techniken, den eingesetzten Brennstoffen, hinsichtlich ihrer Leistung und bezüglich ihrer Versorgungsaufgaben. In den vergangenen Jahren wurde im Interesse der Energieeinsparung sowie des Umwelt- und Klimaschutzes durch verschiedene energiepoltische Instrumente (insbesondere EEG und KWKG) der Ausbau der KWK angereizt und unterstützt. Der wesentliche ⁠Indikator⁠ des KWK-Ausbaus ist die KWK-Nettostromerzeugung, dessen Entwicklung durch eine energiepolitische Zielstellung flankiert ist. Neben der KWK-Stromerzeugung ist auch die damit korrespondierende KWK-Nettow?rmeerzeugung eine im Fokus stehende Gr??e. Auf die Ver?nderung dieser beiden wesentlichen KWK-Kenngr??en konzentrieren sich die nachfolgenden Darstellungen.

 

KWK-Stromerzeugung

Die KWK-Nettostromerzeugung – gezeigt werden hier die Daten unter Berücksichtigung des Eigenw?rmebedarfs des Biogasanlagenfermenters – ist im Zeitraum von 2003 bis 2017 kontinuierlich gestiegen. Der Zuwachs ist insbesondere auf den verst?rkten Einsatz von ⁠Biomasse⁠ sowie auf den Zubau und einer besseren Auslastung erdgasbasierter KWK-Anlagen zurückzuführen. Die auf Steinkohle- und Mineral?len basierende KWK-Stromerzeugung ist im Zeitverlauf dagegen zurückgegangen. Die Minderung im Jahr 2018 gegenüber 2017 ist im Wesentlichen die Folge einer verbesserten energiestatistischen Erfassung der KWK(-Anlagen) ab 2018 (siehe Abb. ?KWK-Nettostromerzeugung nach Energietr?gern“).

Das Balkendiagramm zeigt die Entwicklung der KWK-Nettostromerzeugung von 2003 bis 2018 für einzelne Energietr?ger.
KWK-Nettostromerzeugung nach Energietr?gern
Quelle: Statistisches Bundesamt / ?ko-Institut / Umweltbundesamt / AGEE Stat Diagramm als PDF
 

KWK-W?rmeerzeugung

Bei der KWK-Nettow?rmeerzeugung zeigt sich (unter Berücksichtigung des Eigenw?rmebedarfs der Biogasanlagen) mit einem kontinuierlichen Anstieg seit 2003 ein ?hnliches Bild wie im Strombereich. Die im Vergleich zur KWK-Nettostromerzeugung prozentual geringere Erh?hung der KWK-Nettow?rmeerzeugung im Zeitverlauf bis zum Jahr 2017 ist die Folge der Errichtung zahlreicher Gas- und-Dampf (GuD)-Anlagen in den letzten Jahren, die eine überdurchschnittliche ⁠Stromkennzahl⁠ aufweisen. Der Anstieg im Jahr 2018 gegenüber 2017 ist im Wesentlichen Ergebnis der seit 2018 verbesserten Erfassungsmethodik (siehe Abb. ?KWK-Nettow?rmeerzeugung nach Energietr?gern“).

Das Balkendiagramm zeigt die Entwicklung der KWK-Nettow?rmeerzeugung von 2003 bis 2018 für einzelne Energietr?ger.
KWK-Nettow?rmeerzeugung nach Energietr?gern
Quelle: Statistisches Bundesamt / ?ko-Institut / Umweltbundesamt / AGEE Stat Diagramm als PDF
 

KWK-Ziel

Mit der Novellierung des Kraft-W?rme-Kopplungsgesetzes (KWKG) zum 01.01.2016 wurde das bisher auf die Gesamtnettostromerzeugung bezogene relative Ziel (25 % KWK-Anteil an der gesamten Nettostromerzeugung bis 2020) durch ein absolutes Mengenziel ersetzt. Die KWK-Nettostromerzeugung soll im Jahr 2020 mindestens 110 Terawattstunden und im Jahr 2025 mindestens 120 Terawattstunden betragen (vgl. § 1 KWKG 2016) (siehe Abb. "Nettostromerzeugung mit Kraft-W?rme-Kopplung"). Im Jahr 2018 liegt die KWK-Nettostromerzeugung mit 115 Terawattstunden bereits über dem Zielwert für das Jahr 2020.

Ein Diagramm zeigt die Entwicklung der KWK-Nettostromerzeugung von 2003 (78 Terawattstunden) bis 2018 (115,4 Terawattstunden) sowie die Ziele nach KWK-Gesetz für 2020 und 2025.
Nettostromerzeugung mit Kraft-W?rme-Kopplung (KWK)
Quelle: Statistisches Bundesamt / ?ko-Institut / Umweltbundesamt / AGEE Stat Diagramm als PDF