Klimarahmenkonvention

Im Jahr 1992 beschloss die internationale Staatengemeinschaft die Klimarahmenkonvention als globales Klimaschutzabkommen. Bis heute haben 197 Vertragsparteien inklusive der EU die Klimarahmenkonvention ratifiziert und damit die v?lkerrechtliche Basis für weltweiten Klimaschutz geschaffen.

Ziel der Klimarahmenkonvention

Das Ziel der Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, ⁠UNFCCC⁠) ist es, die Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau zu stabilisieren, bei dem eine gef?hrliche, vom Menschen verursachte St?rung des Klimasystems verhindert wird. Dies soll in einem Zeitraum geschehen, der es ?kosystemen erlaubt, sich auf natürliche Weise an die Klima?nderungen anzupassen (Artikel 2, UNFCCC). Im Dezember 2015 einigten sich die Vertragsstaaten im übereinkommen von Paris, das unter der Klimarahmenkonvention angesiedelt ist, auf das v?lkerrechtlich verbindliche Ziel, den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Temperaturniveau zu begrenzen (siehe weiter unten ?Die Pariser Klimakonferenz“). Im übereinkommen wird als operationales Ziel entsprechend festgehalten, dass in der zweiten H?lfte des Jahrhunderts eine Balance zwischen anthropogenen Emissionen und Senken erreicht werden muss. Der 2018 ver?ffentlichte Sonderbericht des Weltklimarates zu 1,5 °C globaler Erw?rmung stellte u. a. dazu den aktuellen wissenschaftlichen Sachstand zusammen.

Aufblasbarer Wasserball in Form eines Globus auf einem schwarzen Hintergrund
Die Zeit dr?ngt beim Klimaschutz
Quelle: CC Vision

Die Pariser Klimakonferenz

Die auf der Pariser Klimakonferenz (COP 21) im Dezember 2015 vereinbarten Ziele verpflichten die Staatengemeinschaft, die Erderw?rmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Darüber hinaus sollen die Vertragsstaaten deutliche Anstrengungen unternehmen um den Temperaturanstieg unter 1,5 °C zu halten. In der zweiten H?lfte des Jahrhunderts soll die Welt treibhausgasneutral werden.

Dazu sollen die Staaten ab 2020 alle fünf Jahre neue ambitionierte Klimaschutzbeitr?ge (nationally determined contributions, NDCs) vorlegen, die der Erfüllung des globalen Langfristziels dienen und zunehmend ehrgeiziger werden sollen. Der gemeinsame Fortschritt wird dabei regelm??ig überprüft. Bereits im Jahr 2018 wurde eine erste Bilanz gezogen (Globale Bestandsaufnahme).

Das übereinkommen von Paris bezieht alle Staaten gleicherma?en ein. Je nach Stand ihrer wirtschaftlichen Entwicklung werden jedoch für die L?nder unterschiedliche Pflichten festgelegt. Insbesondere bekennen sich die Industriel?nder zu ihrer Verpflichtung, die Entwicklungsl?nder beim ⁠Klimaschutz⁠ und der ⁠Anpassung an den Klimawandel⁠ zu unterstützen. Die Staatengemeinschaft soll den ?rmsten und verwundbarsten L?ndern dabei helfen, Sch?den und Verluste durch den Klimawandel zu bew?ltigen.

Das übereinkommen trat nach der Ratifizierung durch 55 Staaten, die für mindestens 55 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, am 04.11.2016 formell in Kraft. Seitdem arbeitet die Staatengemeinschaft an einem detaillierten Regelwerk, welches die Grundlage für die Umsetzung des übereinkommens von Paris bilden. In gro?en Teilen wurde das Regelwerk bei der Klimakonferenz (COP24) in Kattowitz im Jahr 2018 beschlossen.

Ausführliche Informationen zur Klimarahmenkonvention finden Sie unter ?Themen“ im Artikel ?Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC)“.

Infografik: Gemeinsam für weltweiten Klimaschutz
Gemeinsam für weltweiten Klimaschutz
Quelle: BMUB