Emissionen fluorierter Treibhausgase (?F-Gase“)

Fluorierte Treibhausgase werden in der Regel gezielt hergestellt und als Arbeitsmittel in verschiedenen Anwendungen eingesetzt. Die Emissionen sind von 2003 bis 2017 kontinuierlich gestiegen, zeigen aber nun einen leichten Abw?rtstrend. Grund dafür sind wirksame gesetzliche Regelungen, die die Verwendung der F-Gase limitieren. Der Artikel stellt die aktuellen Emissionen dieser Stoffgruppe vor.

Inhaltsverzeichnis

 

Entwicklung in Deutschland seit 1995

Zu den fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen) z?hlen die vollfluorierten Kohlenwasserstoffe (FKW), die teilfluorierten Kohlenwasserstoffe (HFKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3).

Hauptursache für die starke Zunahme war der vermehrte Einsatz von fluorierten Treibhausgasen als K?ltemittel. Minderungen wurden haupts?chlich bei der Herstellung von Prim?raluminium, Halbleitern, der auslaufenden Anwendung in Autoreifen, der Produktion von Schallschutzscheiben und bei Anlagen zur Elektrizit?tsübertragung erreicht. Allerdings nehmen die Emissionen aus der Entsorgung von Schallschutzscheiben seit 2006 sichtbar zu, da die angenommene Lebenszeit dieser Scheiben erreicht wird (siehe Abb. ?Emissionen fluorierter Treibhausgase“, Tab. ?Emissionen ausgew?hlter Treibhausgase nach Kategorien“ und Abb. ?Quellen der Emissionen fluorierter Treibhausgase“).

In Zukunft ist damit zu rechnen, dass die F-Gas-Emissionen, insbesondere die HFKW-Emissionen, durch die Umsetzung der Verordnung (EU) Nr. 517/2014 weiter abnehmen. Wichtigstes Instrument der Verordnung ist die schrittweise Begrenzung der Verkaufsmengen von HFKW bis 2030 auf ein Fünftel der heutigen Verkaufsmengen, was sich zeitversetzt auf die H?he der Emissionen auswirken wird. Die Schwefelhexafluorid-Emissionen aus der Entsorgung von Schallschutzscheiben stiegen bis 2019 und werden jetzt kontinuierlich sinken.

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Bedeutung von F-Gasen

Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) wirken sich je nach Substanz sehr stark auf das ⁠Klima⁠ aus, der Effekt ist 100- bis 24.000-mal h?her als bei Kohlendioxid. F-Gase sind daher Teil des Kyoto-Protokolls und der Nachfolgeregelungen.

 

Herkunft von F-Gasen

W?hrend die klassischen Treibhausgase meist als unerwünschte Nebenprodukte freigesetzt werden, zum Beispiel bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe, werden fluorierte Treibhausgase zum überwiegenden Teil gezielt produziert und eingesetzt. Sie werden heute in ?hnlicher Weise verwendet wie früher ⁠FCKW⁠, die die stratosph?rische Ozonschicht zerst?ren.

Fluorierte Treibhausgase werden haupts?chlich als K?ltemittel in K?lte- und Klimaanlagen, Treibmittel in Sch?umen und D?mmstoffen und als Feuerl?schmittel verwendet. Um die Emissionen dieser Stoffe zu vermindern, ist es neben technischen Ma?nahmen vor allem zielführend, die Stoffe gezielt zu ersetzen oder alternative Technologien einzusetzen.

 

Rechtsvorschriften

Fluorierte Treibhausgase unterliegen wegen ihres hohen Treibhauspotenzials europ?ischer und nationaler Reglementierung. Auf europ?ischer Ebene ist das Inverkehrbringen und die Verwendung fluorierter Treibhausgase in der Verordnung (EU) 517/2014 und der Richtlinie 2006/40/EG geregelt. Die Verordnung gilt seit dem 01.01.2015 und ersetzt die bisherige Verordnung(EG) 842/2006.

Erg?nzend zu den EU-Regelungen gilt in Deutschland die Verordnung zum Schutz des Klimas vor Ver?nderungen durch den Eintrag bestimmter fluorierter Treibhausgase (Chemikalien-Klimaschutzverordnung).