Methan-Emissionen

Methan ist eines der bedeutendsten Klimagase. 1990 hatten die Methan-Emissionen einen Anteil von 9,7 % an den gesamten Treibhausgas-Emissionen in Kohlendioxid-?quivalenten. Seit etwa 2010 liegt der Anteil von Methan stabil zwischen 6,1 und 6,3 %. In absoluten Zahlen sanken die Emissionen zwischen 1990 und 2018 langsam aber stetig und liegen 2018 noch bei knapp über 2,1 Millionen Tonnen.

Entwicklung in Deutschland seit 1990

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls haben die Vertragsstaaten auch Ma?nahmen ergriffen, um die Methan-(CH4)-Emissionen zu verringern (siehe ?Klimarahmenkonvention“).

Von 1990 bis 2018 gingen die Methan-Emissionen um 2,7 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 2,1 Mio. t zurück. Das entspricht einer Minderung um fast 57 % (siehe Abb. ?Methan-Emissionen nach Kategorien“). Besonders stark sanken die Emissionen im Bereich der Abfallablagerung (rund 1,1 Mio. t). Die zur Deponierung vorgesehenen Abfallmengen gingen zurück und die Effizienz der Methangaserfassung auf den Deponien wurde verbessert. Weiterhin nahmen die Emissionen aus der Gewinnung und Verteilung von Brennstoffen (-1,1 Mio. t) stark ab, vor allem durch die sinkende Kohlef?rderung in Deutschland.

Weil die Tierbest?nde in den neuen L?ndern verkleinert wurden, verminderten sich auch die Emissionen der Landwirtschaft. Da in den anderen gro?en Verursacherbereichen aber st?rker eingespart wurde, stellt dieser Bereich aktuell mit 62 % die gr??te Emissionsquelle für Methan dar (siehe Tab. ?Emissionen ausgew?hlter Treibhausgase nach Kategorien“).

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Verursacher von Methan-Emissionen

Eine wesentliche Quelle von Methan ist die Tierhaltung; daneben entstehen Emissionen, wenn Brennstoffe (Steinkohlenbergbau, Gasverteilung) gewonnen, gef?rdert und verteilt werden. Eine weitere wichtige Quelle ist die Methanbildung auf Abfalldeponien.

Geringfügige Emissionen verursachen Verbrennungsprozesse im Stra?enverkehr und in station?ren Anlagen. Darüber hinaus entsteht Methan durch die Abwasser- und Kl?rschlammbehandlung und wenn Kl?rschl?mme in der Landwirtschaft verwertet werden. Die geringfügigen Methanemissionen in den Industrieprozessen bei der Erd?lverarbeitung, der Herstellung von Eisen-, Stahl- und Temperguss sowie der Verkokung von Braun- und Steinkohle sind nahezu vernachl?ssigbar.