Emission von Feinstaub der Partikelgr??e PM2,5

Feinstaub mit einem aerodynamischen Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) ist vor allem aufgrund seiner geringen Gr??e ein Gesundheitsrisiko. Die feinen Partikel k?nnen tiefer in die Atemwege eindringen, dort l?nger verbleiben und die Lunge nachhaltig sch?digen. Der Artikel beschreibt die Feinstaub-Emissionen seit 1995.

Inhaltsverzeichnis

 

Emissionsentwicklung

Seit 1995 sind die Feinstaub-Emissionen in Deutschland erheblich zurückgegangen. Durch die viel st?rker fallenden Gesamtstaub-Emissionen erh?hte sich jedoch der Anteil der Feinst?ube am Gesamtstaub über die Jahre deutlich.

Die ⁠PM2,5⁠-Emissionen sanken von 0,22 Millionen Tonnen (Mio. t) im Jahr 1995 auf 0,10 Mio. t im Jahr 2018 (-54,6 %, siehe Abb. ?Staub (PM2,5)-Emissionen nach Quellkategorien“ und Tab. ?Emissionen ausgew?hlter Luftschadstoffe nach Quellkategorien“). Knapp 60 % der Emissionen resultieren aus Verbrennungsvorg?ngen, die gr??ten Anteile haben die Haushalte und Kleinverbraucher sowie der Stra?enverkehr (einschlie?lich der Abriebemissionen). Weitere relevante Mengen an Feinstaub PM2,5 stammen aus Produktionsprozessen (vorwiegend bei der Herstellung von Metallen und mineralischer Produkte), verteilten Emissionen von Gewerbe und Handel, Schüttgutumschl?gen sowie aus der Landwirtschaft.

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Internationale Vereinbarungen zur Minderung der Emissionen

In der Genfer Luftreinhaltekonvention der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (⁠UNECE⁠) über weitr?umige grenzüberschreitende Luftverunreinigungen verpflichten sich die Vertragsstaaten zu gemeinsamen Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualit?t. Das am 1. Dezember 1999 auch von Deutschland unterzeichnete Multikomponentenprotokoll (G?teborg-Protokoll) zur Verringerung von ⁠Versauerung⁠, ⁠Eutrophierung⁠ und bodennahem Ozon führt zur Regulierung der Luftverunreinigung einen integrierten Ansatz mit mehreren Schadstoffkomponenten (NOx, ⁠VOC⁠, SO2, NH3) einschlie?lich ihrer Wechselwirkungen ein. Die Vertragsstaaten des Protokolls haben im Mai 2012 weitergehende Emissionsminderungen für das Jahr 2020 ff. sowie zahlreiche weitere ?nderungen des Multikomponenten-Protokolls vereinbart. Unter anderem wurde für Deutschland eine Emissionsminderungsverpflichtung für ⁠PM2,5⁠ festgelegt: Bis 2020 soll eine Minderung der ⁠Emission⁠ um 26 % gegenüber 2005 erreicht werden (siehe Abb. ?Staub (PM2,5)-Emissionen“).

Diese Verpflichtung wurde auch in die 2016 verabschiedete Neufassung der Richtlinie über nationale Emissionsh?chstmengen (NEC-Richtlinie) übernommen und um eine Vorgabe für 2030 erg?nzt. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die deutschen PM2,5-Emissionen um 43 % gegenüber 2005 sinken.

 

Was ist Feinstaub?

St?ube sind feste Teilchen der Au?enluft, die nicht sofort zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der ⁠Atmosph?re⁠ verweilen. Nach ihrer Gr??e werden Staubpartikel in verschiedene Klassen eingeteilt. Als Feinstaub (⁠PM10⁠) bezeichnet man Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer (μm). Von diesen Partikeln besitzt ein Teil einen aerodynamischen Durchmesser, der kleiner ist als 2,5 μm (⁠PM2,5⁠). Hierzu geh?rt auch die Fraktion der ultrafeinen Partikel (< 0,1μm).

Der gr??te Teil der anthropogenen Feinstaubemissionen stammt aus Verbrennungsvorg?ngen (Kfz-Verkehr, Geb?udeheizung) und Produktionsprozessen inkl. Schüttgutumschlag. In geringerem Ma?e sind diffuse Emissionen von Gewerbe und Handel, die Landwirtschaft, Feuerwerk, Zigaretten und Grillfeuer für die Staubemissionen verantwortlich (siehe auch ?Feinstaub“). Im Vergleich zu den PM10-Emissionen der Landwirtschaft werden PM2,5-Emissionen aus der Landwirtschaft hingegen vornehmlich durch die Güllewirtschaft dominiert. Feinstaub wird nicht nur direkt emittiert (prim?re Partikel) sondern bildet sich auch aus Vorl?uferstoffen (unter anderem aus Schwefeldioxid, Stickstoffoxid und Ammoniak) in der Atmosph?re (sekund?re Partikel).

 

Gesundheitliche Wirkungen

Die Gr??e der Staubteilchen (Partikel) und ihre chemische Zusammensetzung bestimmen die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Staubes. Für die gesundheitliche Wirkung relevant sind Eigenschaften wie ⁠Korngr??e⁠, geometrische Form und auf der Oberfl?che anhaftende Schadstoffe. Sehr feine Staubpartikel k?nnen weit in die Lunge eindringen und dort ihre gesundheitssch?digenden Wirkungen entfalten (siehe auch "Wirkungen auf die Gesundheit" und ?Feinstaub-Belastung“).