Mobilit?t privater Haushalte

Mobilit?t und Verkehr geh?ren zur modernen Gesellschaft. Die Kehrseiten der Mobilit?t – besonders mit Auto und Flugzeug – sind ein hoher Energieverbrauch und damit hohe verkehrsbedingte Emissionen wie Kohlendioxid und Stickoxide, die den Klimawandel bef?rdern und die Gesundheit sch?digen. Alternativen gibt es: ?ffentlicher Personenverkehr, Carsharing und das (Elektro-)Fahrrad.

Inhaltsverzeichnis

 

Verkehrsaufwand im Personentransport

Gut 79,1 % des ⁠Personenverkehrsaufwandes⁠ gehen auf den motorisierten Individualverkehr (PKW und motorisierte Zweir?der), besonders mit dem Auto, zurück. Der Schienenverkehr hat dagegen nur einen Anteil von 8,3 %, der ?ffentliche Stra?enpersonenverkehr von 6,7 % und der Luftverkehr von knapp 6 %. Im Jahr 2018 betrug der gesamte ⁠Verkehrsaufwand⁠ im Personentransport rund 1.182 Milliarden ⁠Personenkilometer⁠ (Mrd. Pkm). Das waren 137 Mrd. Pkm oder etwa 13 % mehr als im Jahr 2000.

Die Verkehrsarten Auto, Eisenbahn und Luftverkehr haben sich in den letzten Jahren sehr unterschiedlich entwickelt. Der Eisenbahnverkehr wuchs zwischen 2010 und 2018 um 16,9 %. W?hrend der Schienennahverkehr um 15,5 % zunahm, ist der Verkehrsaufwand im Bereich des Fernverkehrs um 18,5 % gestiegen. Der ?ffentliche Stra?enpersonenverkehr stieg zwischen 2010 und 2018 um 1,0 %. Der Luftverkehr wies mit einem Zuwachs von 33,3 % in diesem Zeitraum den st?rksten Anstieg auf, vorrangig durch das starke Wachstum des internationalen Flugverkehrs. Auch der motorisierte Individualverkehr stieg – ausgehend von einem sehr hohen Niveau – absolut bis 2016 noch weiter an. Ab 2017 ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Allerdings findet seit 2017 eine Neuberechnung der Fahrleistungs- Verbrauchsrechnung statt, sodass die Werte ab 2017 nicht ganz mit den Vorjahren vergleichbar sind (siehe Tab. ?Verkehrsaufwand im Personentransport“).

Tabelle zum Verkehrsaufwand: Ver?nderung 2018 zu 2010 in Prozent: Eisenbahn 16,9; Luftverkehr 33,3; Motorisierter Stra?enverkehr: 3,6; Verkehr insgesamt 5,8 Prozent.
Tab: Verkehrsaufwand im Personentransport
Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Tabelle als PDF
 

Hoher Motorisierungsgrad

Der Motorisierungsgrad in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Waren es im Jahr 2000 noch 532 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, ist diese Zahl mittlerweile auf 574 im Jahr 2019 (Kfz-Bestand zum Stichtag 1.1.2020, Bev?lkerungsstand vom 30.09.2019) angestiegen (siehe Tab. ?Entwicklung des Motorisierungsgrades“). Auch hier gab es eine Umstellung: So wurden bis 2007 vorübergehend abgemeldete Fahrzeuge dem Bestand zugerechnet. Das geschieht seit 2008 nicht mehr. Die Werte sind daher seit dem Jahr 2008 nicht mehr vollst?ndig mit denen früherer Jahre vergleichbar. Ohne diese ?nderung in der Statistik würde der gegenw?rtige Motorisierungsgrad und somit auch der Anstieg im Vergleich zu 2000 noch h?her ausfallen: Er l?ge heute bei über 600.

Mehr Pkw, h?here Umweltbelastung

Eine steigende Pkw-Nutzung zieht je nach Antrieb und Kraftstoffart unterschiedlich gro?e Umweltwirkungen nach sich. Durch das Autofahren werden Treibhausgase und Luftschadstoffe ausgesto?en sowie die Umgebung mit L?rm belastet. Der Bau von Stra?en und sonstigen Verkehrsfl?chen des flie?enden und ruhenden Verkehrs, wie Parkpl?tzen, führt zu einem zunehmenden Fl?chenverbrauch und tr?gt zur Fl?chenversiegelung bei. Besonders umweltrelevant ist der starke Zuwachs bei den Dieselfahrzeugen in den letzten Jahren. So stieg zwischen 2008 und 2019 die Zahl der Diesel-Pkw im Bestand um etwa 50 %. Darüber hinaus war im Jahr 2019 war fast jeder dritte neuzugelassene Pkw ein Dieselfahrzeug. Diese sind zwar energieeffizienter als Benzin-Pkw, emittieren aber pro Kilometer mehr Stickstoffoxide, welche unter anderem zur Entstehung des gesundheitssch?dlichen Sommersmogs beitragen.

Mehr Pkw bedeuten nicht mehr Mobilit?t

In Deutschland verfügten Anfang 2018 77,1 % der privaten Haushalte über mindestens einen Pkw (siehe Tab. ?Ausstattung privater Haushalte mit Fahrzeugen“). In jedem vierten Haushalt sind zwei oder mehr Autos vorhanden. Ein hoher Motorisierungsgrad bedeutet aber nicht zwangsl?ufig, dass alle Menschen sehr mobil sind und ihre Ziele gut erreichen. Umgekehrt erfordert Mobilit?t und Erreichbarkeit oftmals keinen hohen Motorisierungsgrad. So ist der Motorisierungsgrad in St?dten allgemein niedriger, da dort Ziele auch gut zu Fu?, per Rad und mit ?ffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Die F?rderung dieser umweltfreundlichen Fortbewegungsmethoden kann den weiteren Anstieg der Motorisierung bremsen oder sogar den Motorisierungsgrad wieder senken. Auch das Carsharing und der Wandel vom ?Autobesitz“ zur ?Autonutzung“ k?nnen einen Beitrag dazu leisten.

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Hoher Anteil von Urlaubs- und Freizeitverkehr

Der arbeitsbezogene Verkehr, das hei?t der Berufs- und Ausbildungs- sowie der Gesch?ftsverkehr hatte 2017 mit 41,2 % den gr??ten Anteil am ⁠Verkehrsaufwand⁠ im motorisierten Individualverkehr (Personenkraftwagen und motorisierte Zweir?der). Etwa 53 % der arbeitsbezogenen ⁠Personenkilometer⁠ sind gesch?ftlich veranlasste Fahrten, die daher nicht den privaten Haushalten zuzurechnen sind (siehe Abb. ?Motorisierter Individualverkehr 2017“). Dann folgte der Urlaubs- und Freizeitverkehr mit 36,4 % den gr??ten Anteil am Verkehrsaufwand.

Das Kreisdiagramm ?Motorisierter Individualverkehr“ 2017 zeigt in Prozent den Anteil für Fahrzwecke für Beruf mit 17,4, Ausbildung mit 1,9, Gesch?ft mit 21,8, Einkauf mit 17,1, Freizeit mit 29,5, Begleitung mit 5,4 und Urlaub mit 6,9 Prozent an.
Motorisierter Individualverkehr 2017
Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Diagramm als PDF
 

Fahrleistungen der privaten Haushalte steigen bei sinkendem Kraftstoffverbrauch

Die ⁠Fahrleistungen⁠ der privaten Haushalte mit Personenkraftwagen sind von 2005 bis 2017 um 6,1 % angestiegen. Dabei haben sich die Fahrleistungen bei Benzin-Pkw und Dieselfahrzeugen gegenl?ufig entwickelt. Bei den Benzinern sanken die j?hrlichen Fahrleistungen um 15,3 %. Bei Dieselfahrzeuge nahmen sie um 68,5 % zu (siehe Abb. ?Fahrleistungen der privaten Haushalte mit Personenkraftwagen“). Vermutlich stiegen gerade die ?Vielfahrenden“ aus Kostengründen auf Diesel-Pkw um. Der Kraftstoffverbrauch der privaten Haushalte blieb zwischen 2005 und 2017 in etwa gleich (siehe Abb. ?Kraftstoffverbrauch der privat genutzten Pkw in Privathaushalten“). Ausschlaggebend sind dabei vielmehr der Rückgang des Durchschnittsverbrauchs je Kilometer und vor allem die Verschiebung des Pkw-Bestandes hin zu verbrauchsgünstigeren Dieselfahrzeugen (siehe Tab. ?Spezifischer Kraftstoffverbrauch der privaten Haushalte mit Personenwagen“).

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Verkehrstr?ger sto?en unterschiedlich viele Treibhausgase aus

Unterschiedliche Verkehrsmittel haben unterschiedliche Energieverbr?uche und verursachen unterschiedliche Mengen an ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen (siehe ?Umweltdaten“). Je ⁠Personenkilometer⁠ verursachten im Fernverkehr 2018 die Fernlinienbusse und die sonstigen Reisebusse (Gruppenfahrten, Tagesfahrten, Busrundfahrten) am wenigsten Treibhausgase. Im Eisenbahnfernverkehr lagen die Treibhausgas-Emissionen leicht h?her als bei den Reisebussen. Mit gro?em Abstand folgten der Individualverkehr mit Personenkraftwagen (Pkw) und der Luftverkehr. Im Nahverkehr wiesen die Busse, Stra?enbahnen und die Eisenbahn sehr ?hnliche Werte auf (siehe Tab. ?Treibhausgas-Emissionen und Auslastung des Personenverkehrs 2018 nach Verkehrsmitteln“).

Tabelle zu den Treibhausgasen in Gramm pro Personenkilometer: Personenkraftwagen: 147, Flugzeug, Inland: 230, Eisenbahn-Fernverkehr: 32, Fernlinienbus: 29, Sonstige Reisebusse: 31, Eisenbahn Nahverkehr: 58, , Linienbus: 80, Metro/Stra?enbahn: 58.
Tab: Treibhausgas-Emissionen und Auslastung des Personenverkehrs 2018 nach Verkehrsmitteln
Quelle: Umweltbundesamt Tabelle als PDF
 

Kohlendioxid-Emissionen privater Haushalte im Stra?enverkehr

Die direkten Kohlendioxid-Emissionen der privaten Haushalte im motorisierten Individualverkehr sind im Zeitraum von 2005 bis 2017 um 3,7 % gestiegen. Sie lagen im Jahr 2008 mit 97,5 Millionen Tonnen am niedrigsten, danach nahmen sie wieder zu (siehe Abb. ?Kohlendioxid-Emissionen der privaten Haushalte durch Kraftstoffe im Stra?enverkehr“). Die unterschiedliche Entwicklung hing auch mit der steigenden Nachfrage nach Dieselkraftstoffen gegenüber Benzinkraftstoffen zusammen. So wurden 2017 in privaten Haushalten 6,1 Milliarden Liter mehr Diesel verbraucht als noch 2005. Der Verbrauch an Benzinkraftstoffen nahm im gleichen Zeitraum dagegen um rund 21 % ab. Neben den unterschiedlichen Verbrauchsmengen bei Kraftstoffen wirken sich auch Kraftstoffeigenschaften und technische Entwicklungen auf die H?he der Kohlendioxid–Emissionen aus. Dieselfahrzeuge emittieren pro 100 Fahrzeugkilometer – trotz eines h?heren Gewichts – um rund fünf Prozent weniger Kohlendioxid als Benziner. Einsparungen durch den technischen Fortschritt beim Fahrzeug- und Motorenbau wurden durch gegenl?ufige Faktoren, wie den ⁠Trend⁠ zu h?her motorisierten und schwereren Fahrzeugen mit verbesserten Ausstattungsmerkmalen, teilweise kompensiert.

Private Haushalte haben einen erheblichen Einfluss auf den Kohlendioxid-Aussto? durch die Wahl des Wohnortes und den damit verursachten ⁠Verkehrsaufwand⁠. Je geringer die Siedlungsdichte und je abgelegener der Wohnort, desto h?her der Verkehrsaufwand für Alltagswege zum Beispiel zur Arbeit oder zum Einkaufen. Jeder gekaufte Liter Milch, jeder Salatkopf verursacht zus?tzliche Kohlendioxid-Emissionen durch den Transportweg nach Hause, der aufgrund der Entfernung nicht zu Fu? oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann.

Das Diagramm zeigt, dass die Kohlendioxid-Emissionen der privaten Haushalte zwischen 2005 und 2017 etwas angestiegen sind. Der Benzin-Anteil nahm dabei ab, der Anteil am Diesel stieg an.
Kohlendioxid-Emissionen der privaten Haushalte durch Kraftfahrstoffe im Stra?enverkehr
Quelle: Statistisches Bundesamt Diagramm als PDF
 

Etwas mehr Fahrg?ste bei den ??ffentlichen“ und im Fernverkehr

Die Anzahl der Fahrg?ste im ?ffentlichen Personenverkehr hat leicht zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen im Jahr 2019 um 0,4 % gegenüber 2018 gestiegen. Im Fernverkehr mit Eisenbahnen gab es einen Zuwachs von 1,9 % auf 151,4 Millionen (Mio.) gegenüber 2018.

Der Linienfernverkehr mit Omnibussen hatte nach der im Jahr 2013 vollzogenen Liberalisierung erstmals einen leichten Rückgang zu verzeichnen. So lag die Zahl der Fahrg?ste im Jahr 2019 bei etwa 21 Mio. und sank damit gegenüber dem Vorjahr fast 8 % (siehe Tab. ?Zahl der Fahrg?ste im ?ffentlichen Personenverkehr 2019“).

Tabelle: Im Jahr 2019 nutzten die Menschen den ?ffentlichen Personenverkehr etwas st?rker als im Jahr zuvor. Die Fahrgastzahlen bei Bussen und Bahnen stiegen um 0,4 Prozent gegenüber 2018.
Tab: Zahl der Fahrg?ste im ?ffentlichen Personenverkehr 2019
Quelle: Statistisches Bundesamt Tabelle als PDF
 

Mobilit?t – Carsharing

Der hohe Motorisierungsgrad (Zahl der Autos pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner) zeigt, dass die Bedeutung privater Kraftfahrzeuge für die Mobilit?t nach wie vor sehr hoch ist. Die Attraktivit?t umweltfreundlicherer Mobilit?t l?sst sich jedoch steigern. Dazu geh?rt neben dem ?ffentlichen Nahverkehr, dem klassischen Fahrrad, dem Elektrofahrrad und dem Fu?verkehr auch das Carsharing. über 30 Jahre nachdem das erste deutsche Carsharing-Angebot in Berlin 1988 an den Start ging, z?hlte der Bundesverband Carsharing e.V. (bcs) zum Jahresbeginn 2020 in Deutschland insgesamt 2.290.000 Teilnehmende. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Verringerung um 7 %. Dieser Rückgang kam jedoch nur zustande durch die Zusammenführung des Kundenbestands von car2go und DriveNow, welche zuvor doppelt angemeldet waren In Deutschland gibt es 226 Carsharing-Anbieter. Diese teilten sich in 219 stationsbasierte und sieben ⁠?free floating“⁠ Anbieter. Bei stationsbasierten Angeboten sind 710.000 Teilnehmende registriert, das ist ein Plus von 9,2 % gegenüber dem Vorjahr. Den Teilnehmenden stehen 12.000 stationsbasierte Fahrzeuge zur Verfügung. Bei stationsunabh?ngigen so genannten ?free floating“- Anbietern – also frei im Stra?enraum verfügbaren Fahrzeugen – waren es 1.580.000 Nutzende (siehe Abb. ?Carsharing – Entwicklung bis 2019“). Diese nutzen 13.400 Personenkraftwagen. Jedes Carsharing-Fahrzeug ersetzt je nach ?rtlichen Verh?ltnissen zwischen drei und zehn Fahrzeugen. In dichtbesiedelten Innenstadtgebieten von Gro?st?dten, kann bei stationsbasierten Angeboten die Ersatzquote auch bei deutlich über 10 Fahrzeugen liegen. Die Zahl der St?dte und Gemeinden mit einem stationsbasierten Carsharing-Angebot erh?hte sich von 2018 auf 2019 von 740 auf 840. Stationsunabh?ngige Angebote waren in 17 St?dten verfügbar.

Die Umwelteffekte stationsgebundener Carsharing-Angebote sind bereits n?her untersucht worden. Die in den Carsharing-Flotten eingesetzten Fahrzeuge werden in der Regel nach drei bis vier Jahren ersetzt. Carsharing-Fahrzeuge emittieren pro gefahrenen Kilometer 16 % weniger klimasch?dliches Kohlendioxid als durchschnittliche private Neufahrzeuge in Deutschland, da sich in den Flotten überwiegend kleine und mittlere Fahrzeuge befinden. Stationsgebundenes Carsharing bewirkt eine Verminderung der Zahl der notwendigen privaten Fahrzeuge und führt zu einer für die St?dte besonders wichtigen Entlastung des ?ffentlichen Verkehrsraumes. Für den Bundesverband Carsharing e. V. ist darüber hinaus wesentlich, dass Carsharing-Nutzende rund um die Uhr eigenst?ndig Reservierungs-, Zugangs- und Abgabem?glichkeiten für das Fahrzeug erhalten, also 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr die Fahrzeuge unabh?ngig von Personal des Anbieters nutzen k?nnen.

Bei stationsunabh?ngigem Carsharing sieht es anders aus: In einer Studie des ?ko-Institutes zeigte sich am Beispiel eines Anbieters, dass sich in einigen St?dten unter derzeitigen Rahmenbedingungen kurzfristig nicht automatisch ein Umweltvorteil einstellt. Um einen Wandel im Verkehrsverhalten zu f?rdern sind weitere begleitende Ma?nahmen und verknüpfte Mobilit?tsangebote erforderlich, um die private Nutzung des Pkw und deren Besitz zu reduzieren. Nur wenn Carsharing als Mobilit?tsbaustein sinnvoll mit dem ?PNV und anderen Mobilit?tsbausteinen wie bspw. Bikesharing verknüpft ist, k?nnen nennenswerte Umweltentlastungen erzielt werden (siehe ?Bike- und Carsharing intelligent mit ?PNV verknüpfen“).

Diagramm: Zum 01.01.2020 betrug die Zahl der Fahrberechtigten insgesamt 2.290.000 und die Zahl der Fahrzeuge insgesamt 25.400.
Carsharing – Entwicklung bis 2019
Quelle: Bundesverband CarSharing Diagramm als PDF
 

Elektro-Fahrr?der - eine Alternative zum Auto?

2019 wurden 4,31 Millionen (Mio.) Fahrr?der und Elektro-Fahrr?der in Deutschland verkauft. Der Verkauf von Fahrr?dern und E-Bikes war damit um 3,1 % h?her als im Vorjahr. Wie schon in den vorherigen Jahren nahm der Absatz von Fahrr?dern mit einem Elektro-Motor jedoch weiter zu. 2019 waren es 1.360.000 verkaufte Einheiten und damit gegenüber dem Vorjahr um 39 % mehr (siehe Abb. ?Zahl j?hrlich verkaufter Elektro-Fahrr?der“). Die Gründe für die Zunahme der E-Bikes sind vielf?ltig, zum einen gibt es eine breite Palette an Designmodellen, zum anderen verbesserte sich durch Weiterentwicklung die Antriebs- und Batterietechnik. Nach Sch?tzungen des Zweirad-Industrie-Verbandes umfasst der Fahrradbestand in Deutschland insgesamt (Fahrr?der & E-Bikes) ca. 75,9 Mio. Fahrzeuge. Daran hatten Elektro-Fahrr?der (E-Fahrr?der) einen Anteil von gesch?tzt 5,4 Mio. Einheiten.

E-R?der erg?nzen die Einsatzbereiche herk?mmlicher Fahrr?der mit Hilfe des Motors, ohne für die Umwelt gr??ere Probleme zu verursachen. Mit E-R?dern k?nnen l?ngere Strecken, H?henunterschiede und Gegenwind besser bew?ltigt sowie Lasten und Kinder leichter transportiert werden.

Der Wegevergleich zeigt, dass E-R?der im Stadtverkehr bis zu einer Entfernung von etwa 7,5 Kilometern das schnellste Verkehrsmittel sind. Die H?lfte aller Autofahrten ist jedoch sogar kürzer als fünf Kilometer. Hieraus ergibt sich ein enormes Verlagerungspotenzial von Pkw-Fahrten auf das Fahrrad oder das E-Fahrrad (siehe Abb. ?Wegevergleich: von Tür zu Tür im Stadtverkehr“).

Weitere Informationen in der Broschüre ?E-Rad macht mobil".

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