Ablagerungsquoten der Hauptabfallstr?me

Die Abfallpolitik der Bundesregierung, die sich eine weitgehende Vermeidung und Verwertung von Abf?llen zum Ziel gesetzt hat, war erfolgreich. Die Abfallmenge, die abgelagert (deponiert) werden muss, ging zwischen den Jahren 2000 und 2018 von 28,7 auf 17,1 Prozent zurück. Am erfolgreichsten war diese Politik bei Siedlungsabf?llen. Von ihnen mussten im Jahr 2018 nur 0,2 Prozent deponiert werden.

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Ablagerungsquoten

Die Ablagerung (Deponierung) von Abf?llen ging im Zeitraum von 2000 bis 2018 von 28,7 auf 17,1 % des Abfallaufkommens zurück. In dieser Angabe ist die Ablagerung von ?Abf?llen aus Gewinnung und Behandlung von Bodensch?tzen“ enthalten (bis 2008: ?Bergematerial aus dem Bergbau“). Diese Abfallgruppe wird fast vollst?ndig deponiert und macht daher den gr??ten Teil der insgesamt deponierten Mengen aus. Bezieht man diese Abf?lle nicht in die Berechnung der Ablagerungsquote ein, so wurden 2000 noch 19,1 % des Abfallaufkommens deponiert. 2018 waren es nur noch 11,2 % (siehe Abb. ?Ablagerungsquoten der Hauptabfallstr?me“).

Diagramm: Die Ablagerungsquote aller Abf?lle sank von 2000 bis 2018 von 28,7 auf 17,1 Prozent. Am st?rksten sank sie in dieser Zeit bei Siedlungsabf?llen von 27,1 auf 0,2 Prozent. Bei Bau- und Abbruchabf?llen ist sie mit 12,2 Prozent inzwischen wieder auf den Stand von 2000 gestiegen.
Ablagerungsquoten der Hauptabfallstr?me
Quelle: Statistisches Bundesamt Diagramm als PDF
 

Ablagerung von Siedlungsabf?llen auf Deponien

Seit Juni 2005 müssen die nicht verwertbaren Reste von Siedlungsabf?llen vor der Ablagerung auf Deponien vorbehandelt werden, da sie in der Regel die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen für die Ablagerung (Deponierung) nicht einhalten. Zu den nicht verwertbaren Resten z?hlen zum Beispiel der Inhalt der Restmülltonne oder Sortierreste aus Abfall-Sortierungsanlagen. Die Vorbehandlung erfolgt thermisch in Müllverbrennungsanlagen mit Energie- und Materialrückgewinnung (zum Beispiel Metalle) oder mechanisch-biologisch mit Erzeugung von Ersatzbrennstoffen. Dadurch reduzierte sich die Ablagerung von Siedlungsabf?llen auf die nicht behandlungsbedürftigen Abf?lle wie zum Beispiel Boden und Steine. So sank zwischen 2000 und 2018 die Ablagerungsquote der Siedlungsabf?lle von 27,1 % auf einen Rest von nur 0,2 %.

 

Ge?nderte statistische Erfassung

Bei der Interpretation der Angaben zu den einzelnen Hauptabfallstr?men ist zu beachten, dass im dargestellten Zeitraum mehrere Umstellungen in der Erhebung und Zurechnung der erfassten Mengen zu Abfallarten erfolgten. Erfasst werden seit 1996 in erster Linie die bei den Betreibern von Abfallentsorgungsanlagen jeweils eingesetzten Abfallmengen.

Durch folgende Faktoren ergeben sich Einschr?nkungen bezüglich der Vergleichbarkeit der Daten in der hier betrachteten Periode:

  • Ab 2002: Im Jahr 2002 wurde der Europ?ische Abfallkatalog (EAK) durch das Europ?ische Abfallverzeichnis (EAV) abgel?st, was Verschiebungen innerhalb der Siedlungsabf?lle sowie zwischen nicht gef?hrlichen und gef?hrlichen Abf?llen zur Folge hatte.
  • Ab dem Jahr 2004 enthalten die Bau- und Abbruchabf?lle keine eingesetzten Mengen an Bodenaushub, Bauschutt und Stra?enaufbruch bei Bau- und Rekultivierungsma?nahmen der ?ffentlichen Hand.