Fl?che als Ressource

Fl?che ist eine begrenzte und knappe Ressource, um die verschiedene Nutzungsarten konkurrieren. Die meisten Fl?chen werden in Deutschland von der Land- und der Forstwirtschaft sowie für Siedlungen und Verkehr (SuV) belegt. Das Wachstum der SuV-Fl?che führt zu gro?en Umweltproblemen. Die Bundesregierung will es auf unter 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030 reduzieren.

Im Zeitraum 2015 bis 2018 wurden in Deutschland pro Tag durchschnittlich 56 Hektar Siedlungs- und Verkehrsfl?che (SuV-Fl?che) neu ausgewiesen. Fl?che ist jedoch, wie auch der Boden, eine endliche Ressource, mit der wir sparsam umgehen müssen.

Die Ausweitung der SuV-Fl?che geht mit einer zunehmenden Bodenversiegelung einher. Dadurch werden vor allem Landwirtschaftsfl?chen zersiedelt und fruchtbare B?den dauerhaft der Produktion von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen entzogen. Der Zuwachs der SuV-Fl?che führt auch zu einem wachsenden Rohstoff- und Energiebedarf für den Bau und die Nutzung zus?tzlicher Geb?ude, Verkehrswege und sonstiger Infrastrukturen. Dies wiederum zieht weitere Umweltbelastungen wie den Aussto? von Schadstoffen und Klimagasen nach sich.

Die Ausweitung der Verkehrsfl?chen dient der Erschlie?ung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. Zudem erweitert die ?ffentliche Hand stetig über?rtliche Verkehrsinfrastrukturen und das l?ndliche Wegenetz im Rahmen von Ausbau- und F?rderprogrammen.

Ma?nahmen und Instrumente zum Fl?chensparen müssen an diesen Treibern und Verursachern ansetzen. Das Umweltbundesamt (⁠UBA⁠) hat dazu bereits im Jahr 2003 ein Strategiepapier erstellt und Vorschl?ge für geeignete Ma?nahmen und Instrumente ausgearbeitet. Ein erfolgreiches Instrument kann der Handel mit Fl?chenzertifikaten analog zum Emissionshandel für Treibhausgase sein. Dies zeigte das Ergebnis eines bundesweiten Planspiels, in dem der Handel von Fl?chenzertifikaten mit engagierten Kommunen erprobt wurde.

Video "Let's Talk About Soil"

Video "Let's Talk About Soil"