Verwertungsquoten der wichtigsten Abfallarten

Mit knapp 70 Prozent stofflich verwerteten und nahezu 12 Prozent energetisch verwerteten Abf?llen, wurden in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt mehr als 81 Prozent der erzeugten Abf?lle verwertet.

Nachhaltige Abfallvermeidung und –verwertung

Nachhaltige Entwicklung erfordert die Entkopplung des Ressourcenverbrauchs vom Wirtschaftswachstum. Eine Strategie kann allerdings auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn die durch sie erreichten Effizienzgewinne nicht durch wachsende Produktion und mehr Konsum aufgezehrt werden. Ein Schlüssel hierzu liegt neben der Abfallvermeidung in der verst?rkten Verwertung von Abf?llen. Zur Verwertung z?hlen alle Ma?nahmen zur Nutzung der im Abfall enthaltenen Wertstoffe bzw. Energiepotentiale. Ziel ist es, die Abfallwirtschaft zu einer Quelle für die Beschaffung von Rohstoffen und für die Produktion von Gütern fortzuentwickeln.

98 % der Siedlungsabf?lle werden verwertet (siehe Abb. ?Verwertungsquoten der wichtigsten Abfallarten“). Der gr??te Teil davon wird stofflich verwertet. Die Recyclingquote der Siedlungsabf?lle betrug 2018 67 %. Damit wurde das von der Bundesregierung gesetzte Ziel erreicht, die Recyclingquote bei den Siedlungsabf?llen bis 2020 auf 65 % zu steigern (siehe Tab. ?Aufkommen, Beseitigung und Verwertung von Abf?llen im Jahr 2018“). Bau- und Abbruchabf?lle machen etwa 55 % des (Brutto-) Abfallaufkommens in Deutschland aus (siehe ?Abfallaufkommen“). Die Verwertung dieser Abf?lle bewegt sich seit Jahren auf sehr hohem Niveau.

<>

Ge?nderte statistische Erfassung

Bei der Interpretation der Angaben zu den einzelnen Hauptabfallstr?men ist zu beachten, dass im dargestellten Zeitraum mehrere Umstellungen in der Erhebung und Zurechnung der erfassten Mengen zu Abfallarten erfolgten. Erfasst werden seit dem Jahr 1996 in erster Linie die bei den Betreibern von Abfallentsorgungsanlagen jeweils eingesetzten Abfallmengen.

Einschr?nkungen bezüglich der Vergleichbarkeit der Daten ergeben sich in der hier betrachteten Periode durch den Wechsel vom Europ?ischen Abfallkatalog (EAK) zum Europ?ischen Abfallverzeichnis (EAV) im Jahr 2002, was Verschiebungen innerhalb der Siedlungsabf?lle sowie zwischen nicht gef?hrlichen und gef?hrlichen Abf?llen zur Folge hatte. Ab dem Jahre 2006 wurde die Abfallbilanz erstmalig nach dem Bruttoprinzip dargestellt. Das bedeutet, Abf?lle aus Abfallbehandlungsanlagen (Sekund?rabf?lle, EAV 19) werden getrennt dargestellt und zum Nettoabfallaufkommen (vergleichbar mit dem bisherigen Gesamtaufkommen) addiert. Gleichzeitig wurden erstmals ab dem Jahr 2006 die gef?hrlichen Abf?lle explizit aufgeführt. Durch die Umstellung auf das Bruttoprinzip entstand ein gravierender Sprung in der Zeitreihe.