Nordsee

Viele Einzugsgebiete der gro?en Nordseezuflüsse sind dicht besiedelt, stark industrialisiert und werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Sie sind damit Hauptquellen der N?hr- und Schadstoffbelastung für die Nordsee.

Die Nordsee ist ein etwa 570.000 Quadratkilometer (km2) gro?es, meist flaches Schelfmeer am Rand des Atlantischen Ozeans. Zu ihr z?hlen der ?rmelkanal im Westen und der Skagerrak und Kattegat im Osten (lt. OSPAR und HELCOM geh?rt das Kattegat sowohl zur Nord- als auch zur Ostsee). Das Wassereinzugsgebiet der Nordsee hat eine Fl?che von rund 842.000 km2 und umfasst die Küstenstaaten Belgien, D?nemark, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte K?nigreich von Gro?britannien und Nordirland sowie die Tschechische Republik, die Slowakische Republik, die Schweiz und Luxemburg. Auf dieser Fl?che leben rund 184 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

J?hrlich flie?en zwischen 300 und 350 Milliarden Kubikmeter (Mrd. m3) Flusswasser in die Nordsee. Die starken j?hrlichen Schwankungen wirken sich auch auf den Transport von N?hr- und Schadstoffen in die Nordsee aus. Das Schmelzwasser, das nach der Schneeschmelze in Norwegen und Schweden in die Nordsee flie?t, stellt allein fast 40 % der gesamten Flusswasserzufuhr. Ein weiterer betr?chtlicher Teil gelangt über gro?e Zuflüsse wie Elbe, Weser, Ems, Rhein, Maas, Schelde, Seine, Themse und Humber in die Nordsee. Gro?e Teile der Einzugsgebiete dieser Nordseeflüsse sind dicht besiedelt, hoch industrialisiert und werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Sie z?hlen daher zu den wichtigsten Schadstoff- und N?hrstoffquellen für die Nordsee.

Nordseestrand mit Stadt im Hintergrund
Nordseestrand
Quelle: Wilke / Umweltbundesamt