Flusseintr?ge und direkte Eintr?ge in die Nordsee

Die Nordsee wird unter anderem durch Eintr?ge von N?hrstoffen und Schwermetallen belastet. Auf der Basis abflussnormierter Daten verringerten sich die Eintr?ge seit Mitte der 1990er Jahre. W?hrend die Phosphorfrachten deutlich sanken, nahmen die Eintr?ge an Stickstoffverbindungen aus den Flüssen in geringerem Ma?e ab.

Inhaltsverzeichnis

 

Flusseintr?ge und direkte Eintr?ge in die Nordsee

N?hr- und Schadstoffe werden sowohl aus der Luft als auch über Gew?sser in die Nordsee eingetragen. Im Wesentlichen tragen die deutschen Zuflüsse Elbe, Ems, Weser und Eider dazu bei. Diese werden st?ndig durch Messstellen überwacht (siehe dazu die übersichtskarte ?OSPAR-Meeresgebiet-Regionen“).

Um die Schadstoffeintr?ge zu senken, haben 15 Staaten sowie die Europ?ische Kommission 1992 das Oslo-Paris-übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt im Nordostatlantik (OSPAR) unterzeichnet. Die Nord-Ost Atlantik Umweltstrategie (The North-East Atlantic Environment Strategy) umfasst Ma?nahmen in folgenden Bereichen: ⁠Biologische Vielfalt⁠ und ?kosysteme, ⁠Eutrophierung⁠, gef?hrliche Substanzen, offshore Industrie und radioaktive Substanzen. Aufgaben sowie Ergebnisse werden über ein Assessment und ⁠Monitoring⁠ Programm gesteuert und abgebildet. Ziel der Strategie ist es, bis zum Jahr 2020 die Eintr?ge der N?hrstoffe Stickstoff und Phosphor um mindestens 50 Prozent (%) und die von ausgew?hlten gef?hrlichen Schadstoffen um mindestens 70 % zu senken, jeweils im Vergleich zum Bezugsjahr 1985. Damit unterstützt OSPAR auch Ziele der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (Richtlinie 2008/56/EG), welche die EU Mitgliedsstaaten vereinbart haben. Die Anliegerstaaten berichten j?hrlich gegenüber OSPAR über Fortschritte beim Erreichen dieser Ziele.

Die vier deutschen Hauptflüsse mit den Messstationen in den jeweiligen Flusseinzugsgebieten unterliegen einem Programm, das regelm??ig überwachungsdaten an OSPAR liefert.
Karte: OSPAR-Meeresgebiet-Regionen
Quelle: D. Koch / Umweltbundesamt Karte als PDF
 

Weniger N?hrstoffe gelangen in die Nordsee

Die Stofffrachten deutscher Flüsse in die Nordsee zeigen bei normiertem ⁠Abfluss⁠ einen deutlichen Abw?rtstrend. In Jahren mit hohen Niederschl?gen und hohen Abflüssen werden durch Mobilisierung akkumulierter Altlasten in Sedimenten und durch Abschwemmen von Uferbereichen h?here Stofffrachten über die Flüsse in die Meere getragen als in niederschlagsarmen Perioden. Die Entwicklung der N?hrstoffeintr?ge ist in den Abbildungen ?Gesamtstickstoffeintr?ge über die deutschen Zuflüsse in die Nordsee im Vergleich zum Abfluss? und ?Gesamtphosphoreintr?ge über die deutschen Zuflüsse in die Nordsee im Vergleich zum Abfluss“ dargestellt. Die verringerten Schadstofffrachten sind Ergebnis von Ma?nahmen, die Bund und L?nder zur Senkung von Einleitungen aus kommunalen und industriellen Abwasseranlagen vereinbart haben. Weitere Regelungen werden unter anderem zur Verringerung von ⁠Erosion⁠ und atmosph?rischen Depositionen getroffen.

Beim Vergleich der N?hrstoffeintr?ge über die deutschen Zuflüsse in die Nordsee zwischen den Jahren 1990 und 2016 wird deutlich, dass vor der Weser die Elbe aufgrund der Gr??e des Einzugsgebiets und der Abflussmenge die h?chsten Stickstoff- und Phosphorfrachten in die Nordsee eintr?gt.

  • Bei Stickstoff gab es aus den Flussgebieten der Eider, der Ems und der Weser keinen signifikanten Rückgang der ⁠Frachten⁠. Die Elbe zeigt hingegen eine mittlere Verringerung der Stickstofffrachten um zirka 51 Prozent (%).
  • Seit Mitte der 1990er Jahre halten sich in allen Flussgebieten die Phosphorfrachten auf einem niedrigeren Niveau. Die mittleren Eintr?ge von Elbe, Weser und Ems in die Nordsee sanken im Zeitraum zwischen den Jahren 1990 bis 2016 um 59 %, 65 % beziehungsweise 59 %. Bei der Eider ist dieser ⁠Trend⁠ mit einer mittleren Reduzierung von 14 % geringer ausgepr?gt.
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Deutlich weniger Schwermetalle

Bei den Schwermetallen stehen Cadmium, Blei und Quecksilber im Fokus. Die Anliegerstaaten der Nordsee vereinbarten, die Eintr?ge über alle Eintragspfade bis zum Jahr 2020 um mindestens 70 Prozent (%) gegenüber dem Basisjahr 1986 zu senken. Die deutschen Eintr?ge, beispielweise der Weser, verringerten sich bis 2016 bei Cadmium um etwa 76 %, bei Blei um zirka 67 %, bei Quecksilber aber nur um rund 60 %. Auch hier wurden die Eintr?ge ma?geblich vom ⁠Abfluss⁠ bestimmt. Die Entwicklung der Schwermetallfrachten ist in der Abbildung ?Schwermetalleintr?ge über die deutschen Zuflüsse in die Nordsee im Vergleich zum Abfluss“ dargestellt.

Die OSPAR Vertragsstaaten liefern regelm??ig Daten über Flussfrachten (N?hrstoffe und Schwermetalle) sowie zu Direkteinleitungen, die entlang der Küsten sowie in Flussmündungsgebieten erfolgen. In Deutschland werden die Daten von Flussgebietsgemeinschaften und Beh?rden der L?nder erhoben.

Es wird die Entwicklung der Schwermetalleintr?ge über die deutschen Zuflüsse in die Nordsee im Vergleich zum Abfluss dargestellt (1990=100 %).
Schwermetalleintr?ge über die deutschen Zuflüsse in die Nordsee im Vergleich zum Abfluss
Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF