?kologischer Zustand der übergangs- und Küstengew?sser Nordsee

Für die Bewirtschaftungspl?ne der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wurde der ?kologische Zustand der übergangs- und Küstengew?sser der Nordsee anhand der biologischen Qualit?tskomponenten Phytoplankton, Makrophyten und Makrozoobenthos bewertet. Keiner der 29 Wasserk?rper erreichte 2015 den ?guten Zustand“. Hohe N?hrstoffbelastungen werden dafür als Hauptursache angesehen.

Inhaltsverzeichnis

 

Ergebnisse der Zustandsbewertung

Nach vorl?ufigen Einsch?tzungen des ?kologischen Zustandes der deutschen übergangs- und Küstengew?sser der Landesbeh?rden von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg wurden im Jahr 2008 erstmals in der Europ?ischen Union (EU) abgestimmte Bewertungsverfahren angewendet. Im Jahr 2015 folgten weitere Bewertungen nach abgestimmten und verbesserten Verfahren. Sie stuften von 29 Wasserk?rpern 15 als ?m??ig“, 12 als ?unbefriedigend“ und zwei ⁠Wasserk?rper⁠ als ?schlecht“ ein (siehe Karte ??kologischer Zustand/?kologisches Potenzial der übergangs- und Küstengew?sser“). Insgesamt wurde der ?gute ?kologische Zustand“ in den übergangs- und Küstengew?ssern der Nordsee verfehlt. Dies resultiert überwiegend aus dem überm??igen Eintrag von N?hrstoffen über die Flüsse, der küstennah zu Eutrophierungseffekten führt. Die Zielverfehlung ist im Ostfriesischen Wattenmeer durch hohe N?hrstoffeintr?ge aus der Elbe und der Ems gr??er als im Nordfriesischen Wattenmeer.

Die Auswirkungen auf die Mikroalgen (Phytoplankton), Gro?algen und Blütenpflanzen (Makrophyten) und auf wirbellose Bodentiere (⁠Makrozoobenthos⁠) waren der Hauptgrund für das Verfehlen des ?guten Zustands“ (siehe Abb. ??kologische Zustandsbewertung der Wasserk?rper in den Küsten- und übergangsgew?ssern der Nordsee“). Am besten fiel die Bewertung für das Makrozoobenthos aus. Fünf Wasserk?rper erreichten den ?guten Zustand“, drei sogar den ?sehr guten Zustand“. Bei den Makrophyten erreichten sieben Wasserk?rper den ?guten Zustand“, bei dem Phytoplankton hingegen wurden lediglich zwei Wasserk?rper mit einem ?guten Zustand“ bewertet.

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Entwicklung und Zielerreichung

Die Ergebnisse der Folgebewertung gem?? der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) aus dem Jahr 2015 zeigen, dass sich gegenüber der letzten Bewertung aus dem Jahr 2010 der ?kologische Zustand der Küstengew?sser der Nordsee nicht verbessert hat. Die Ursachen liegen zum einen darin begründet, dass die übergangs- und Küstengew?sser nur mit Zeitverz?gerung auf eine Reduktion der N?hrstoffeintr?ge reagieren. Zum anderen reichen die ergriffenen Ma?nahmen zur Reduktion der N?hrstoffeintr?ge nicht aus. Insbesondere im landwirtschaftlichen Sektor sind weitere Anstrengungen erforderlich, um die N?hrstoffüberschüsse zu senken. Laut WRRL sollten bis zum Jahr 2015 alle Gew?sser mindestens in einem ?guten Zustand“ sein. Da dieses Ziel verfehlt wurde, gilt es nun den guten ?kologischen Zustand der Nordsee bis zum Jahr 2027 mit Hilfe geeigneter Ma?nahmen zu erreichen.

 

Bewertungsmethode

Der ?kologische Zustand der übergangs- und Küstengew?sser der Nordsee wird in erster Linie an der Auspr?gung der biologischen Elemente - den Qualit?tskomponenten aus ⁠Fauna⁠ und ⁠Flora⁠ - bemessen. So gibt es für Mikroalgen (Phytoplankton), für Gro?algen und Blütenpflanzen (Makrophyten) sowie für wirbellose Bodentiere (⁠Makrozoobenthos⁠) Bewertungsverfahren, die den Zustand der jeweiligen Qualit?tskomponente im Vergleich zu einem vom Menschen unbeeinflussten Referenzzustand auf einer fünfstufigen Skala bewerten. Die biologische Qualit?tskomponente mit dem schlechtesten Bewertungsergebnis bestimmt die ?kologische Zustandsklasse. Bei den biologischen Komponenten geht es in erster Linie um die Untersuchung der Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei empfindliche Arten und St?rungsanzeiger. Für ⁠Wasserk?rper⁠, die in Folge physikalischer Ver?nderungen durch Eingriffe des Menschen in ihrem Wesen erheblich ver?ndert worden sind und daher keinen "guten ?kologischen Zustand" aufweisen k?nnen (die ⁠übergangsgew?sser⁠ Elbe, Weser, Ems), erfolgt die Bewertung des ??kologischen Potenzials“.

Zus?tzlich zieht die ⁠Wasserrahmenrichtlinie⁠ (WRRL) die ⁠Hydromorphologie⁠, flussgebietsspezifische Schadstoffe (zum Beispiel Chlorbenzol, Arsen, Zink) und physikalisch-chemische Parameter (insbesondere N?hrstoffe, Sauerstoff, Salzgehalt, Temperatur, ⁠pH-Wert⁠) unterstützend für die Bewertung heran. Hinsichtlich der Hydromorphologie werden in den übergangs- und Küstengew?ssern Tidenhub (Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser), Wasserhaushalt und Morphologie (Laufentwicklung, Substratbedingungen, Breite, Tiefe, Str?mungsgeschwindigkeit, Beschaffenheit der Uferbereiche) bewertet. Nur wenn auch diese Hilfsparameter den ?guten“ oder ?sehr guten Zustand“ best?tigen, kann diese Bewertung für den ?kologischen Zustand übernommen werden.