FiW-I-1: Schaden-, Schaden-Kosten-Quote Verbundene Wohngeb?udeversicherung

Das Bild zeigt eine mit Hagelk?rnern bedeckte und von diesen zerst?rte Ziegeldachfl?che. zum Vergr??ern anklicken
Die Wohnungsgeb?udeversicherung deckt auch gro?e Sch?den durch Hagelschlag ab.
Quelle: Stillkost / stock.adobe.com

Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Inhaltsverzeichnis

 

FiW-I-1: Schadenquote, Schaden-Kosten-Quote bei der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung

Die Verbundene Wohngeb?udeversicherung ist für die Versicherungsunternehmen generell ein weniger rentables Gesch?ft. Nach Preisreaktionen auf steigende Schadensummen wurden in den Jahren 2016 und 2017 wieder versicherungstechnische Gewinne erzielt.

Linien-Grafik von 1976 bis 2017 zeigt die Schadenquote bei der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung in %. Kein Trend, aber deutliche Schwankungen zwischen den Jahren. 1990 war der Wert mit 140 % am h?chsten, 1988 mit rund 60 % am geringsten. Die zweite Linie zeigt ab 1997 die Zeitreihe der Schaden-Kosten-Quote bei der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung. Die Werte liegen ann?hernd parallel über der Schadenquote, auch hier kein Trend, aber für beide Linien positive Ausrei?erwerte in 2002, 2007 und 2013.
FiW-I-1: Schadenquote, Schaden-Kosten-Quote bei der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung

Die Linien-Grafik zeigt von 1976 bis 2017 die Schadenquote bei der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung in Prozent. Die Zeitreihe zeigt keinen Trend. Es gibt deutliche Schwankungen zwischen den Jahren. Im Jahr 1990 war der Wert mit 140 Prozent am h?chsten, 1988 mit rund 60 Prozent am geringsten. Die zweite Linie zeigt ab 1997 die Zeitreihe der Schaden-Kosten-Quote bei der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung. Die Werte liegen über der Schadenquote, verlaufen aber ann?hernd parallel. Auch hier gibt es keinen Trend. Beide Linien zeigen nach der Jahrtausendwende positive Ausrei?erwerte in den Jahren 2002, 2007 und 2013.

Quelle: Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
 

Für die Versicherungsunternehmen k?nnte es teuer werden

Steigende Schadens?tze bedeuten steigende Leistungsanforderungen an die Versicherungsunternehmen, denn das Verh?ltnis zwischen Einnahmen und Ausgaben in dem jeweiligen Versicherungssegment ver?ndert sich. Das ist für die Versicherungen von Bedeutung für ihre Bilanz. Im Jahr 2017 verursachten Stürme und Hagel insgesamt 2,6 Milliarden Euro und damit 90 % Versicherungssch?den in der Sach- und KFZ-Versicherung.

Ob ein Versicherungssegment profitabel ist, zeigt die sogenannte Schaden-Kosten-Quote (?Combined Ratio“). Die Unwetterereignisse der letzten Jahre haben sich in der Schaden-Kosten-Quote der Wohngeb?udeversicherung niedergeschlagen. Liegt die Quote über 100 %, bedeutet dies, dass das Unternehmen mit diesem Versicherungsgesch?ft Verlust macht. Im Segment der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung liegt die Schaden-Kosten-Quote typischerweise vergleichsweise hoch. Hier kommt es regelm??ig zu versicherungstechnischen Verlusten. Blickt man auf die vergangenen 21 Jahre zurück, für die die Daten der deutschen Versicherungsunternehmen in der privaten Sachversicherung zentral zusammengeführt werden, wird deutlich, dass es den deutschen Versicherungsunternehmen bis 2015 nur in drei Jahren gelang (1997, 1998, 2001) mit der Verbundenen Wohngeb?udeversicherung einen versicherungstechnischen Gewinn zu erzielen. Zwischen 2002 und 2014 haben die Wohngeb?udeversicherer ein versicherungstechnisches Minus von über 7 Milliarden Euro akkumuliert. Lange war in der verbundenen Wohngeb?udeversicherung die Preiskonkurrenz am Versicherungsmarkt hoch, sodass die Versicherungsunternehmen gez?gert haben, die Kalkulationen der Pr?mien anzupassen. Nach der überwindung dieser Preisk?mpfe in der Wohngeb?udeversicherung und der dann erfolgten Pr?mienerh?hungen liegt die Combined Ratio für die Jahre 2016 und 2017 wieder unter 100 %, sodass in diesen Jahren wieder ein versicherungstechnischer Gewinn in der verbundenen Wohngeb?udeversicherung erwirtschaftet wurde. Ein ⁠Trend⁠ bei der Entwicklung der Schaden-Kosten-Quote l?sst sich bisher noch nicht ermitteln.

Betrachtet man alternativ die Zeitreihe der Schadenquote, welche die Verwaltungs- und Abschlusskosten nicht berücksichtigt und daher keine unmittelbaren Aussagen zur Rentabilit?t des Versicherungsgesch?fts zul?sst, zeigt sich ein ?hnliches Bild. Auch hier ist ein Trend noch nicht ersichtlich.

Wollen die Versicherungsunternehmen weitere Pr?miensteigerungen für ihre Kunden vermeiden, werden sie voraussichtlich mehr Eigenvorsorge von diesen einfordern müssen. Das bedeutet, die Hausbesitzer müssen selbst aktiv werden und nachweisen, dass sie durch bauliche Ma?nahmen ihre Geb?ude besser vor den Folgen von Naturgefahren schützen. Die Versicherungswirtschaft geht aber nach wie vor davon aus, dass Sch?den aus Naturgefahren in Deutschland auch angesichts des Klimawandels versicherbar bleiben.

 

Schnittstellen

BAU-I-5: Schadenaufwand in der Sachversicherung

BAU-R-3 F?rdermittel für klimawandelangepasstes Bauen und Sanieren

 

Ziele

Aktives Management der Risiken und Chancen durch Banken und Versicherungen (⁠DAS⁠, Kap. 3.2.10)