Informationssystem Chemikalien d. Bundes und d. L?nder (ChemInfo)

Logo ChemInfozum Vergr??ern anklicken
Logo ChemInfo
Quelle: Umweltbundesamt

Aktuelle, umfassende und verl?ssliche Informationen über umweltrelevante Eigenschaften von chemischen Stoffen und ihre Gemische sind für alle Bereiche des Umweltschutzes und zur Gefahrenabwehr von gro?er Bedeutung. Diese gebündelten Informationen werden von zahlreichen Beh?rden und von Pressestellen, sowie Privatleuten genutzt.

Inhaltsverzeichnis

 

Was bietet ChemInfo?

ChemInfo stellt einen weit gef?cherten Merkmalskatalog zu chemischen Stoffen zur Verfügung. Für diese Stoffe sind neben umfangreichen Messdaten zu physikalisch-chemischen, ?kotoxikologischen, toxikologischen Parametern und ihrem Vorkommen in der Umwelt auch Informationen enthalten, die für die Belange des Umwelt-, Verbraucher-, Katastrophen- und Arbeitsschutzes von unmittelbarer Bedeutung sind. Hierzu z?hlen Angaben zu Gefahren, die von diesen Stoffen ausgehen, zu Schutz- und Einsatzma?nahmen sowie die Wiedergabe der stoffrelevanten Inhalte aus rechtlichen Regelungen. Neben Daten, die unmittelbar für ChemInfo erarbeitet wurden, sind Informationen zahlreicher Lieferanten aufgenommen.

In der aktuellen Version (Stand Juli 2020) sind ca. 52.000 Einzelinhaltsstoffe (Reinstoffe), ca. 23.500 Komponentenstoffe (Gemische) und ca. 213.500 rechtliche Regelungen recherchierbar.

 

Wer nutzt ChemInfo und wofür?

ChemInfo steht in drei verschiedenen Formen zur Verfügung. W?hrend Beh?rden und Fachberater vorrangig den Gesamt-Datenbestand nutzen, w?hlen Einsatzkr?fte der sogenannten Blaulichtorganisationen vor allem die Gefahrstoffschnellauskunft, einen Teildatenbestand von Cheminfo, der im Notfall schnell und übersichtlich Chemikalieninformationen liefert. Die interessierte Bev?lkerung kann ohne vorherige Anmeldung im ?ffentlich zug?nglichen public-Datenbestand recherchieren. Für alle Datenbest?nde gibt es unterschiedliche Produkte, die zur Recherche genutzt werden k?nnen.

ChemInfo wird vor allem von folgenden Anwendern genutzt:

Umweltbeh?rden auf allen Verwaltungsebenen nutzen ChemInfo-Daten in der Gewerbeaufsicht, im Arbeitsschutz sowie beim Umgang mit und der Entsorgung von gef?hrlichen Stoffen;

Der politischen Ebene bietet ChemInfo Informationen zur Bewertung bestehender und Erarbeitung neuer Rechtsvorschriften

Polizeibeh?rden, wie die Wasserschutz- oder Autobahnpolizei k?nnen mit der GSA das von einem Gefahrguttransportausgehende Risiko schnell und sicher bewerten;

Feuerwehreinsatzkr?ften bietet die GSA verl?ssliche Informationen bei Brand oder Freisetzung von Gefahrstoffen;

Der interessierten Bev?lkerung bietet ChemInfo_public einen schnellen und sicheren Informationsbezug zu potenziellen Gefahrstoffen im t?glichen Leben.

 

Gefahrstoffschnellauskunft

Nach einer richtungsweisenden Entscheidung, mit dem Ziel, die Inhalte durch spezialisierte Anwendungen mehr auf bestimmte Zielgruppen abzustimmen, wurde im Herbst 2015 die GSAapp (Gefahrstoffschnellauskunft als mobile Anwendung) vorgestellt. Die GSAapp beinhaltet bis heute ca. 16.000 Stoffe mit bis zu 40 Merkmalen und wurde von ihrem Inhalt her speziell auf Ersteinsatzkr?fte angepasst. Die Daten der App stehen dem Nutzer auch ohne Internetverbindung für die Betriebssysteme Android und iOS zur Verfügung und liefern schnell Stoffinformationen, um Gefahrenlagen mit chemischen Stoffen besser einsch?tzen zu k?nnen. Auf der GSAapp basierend wurde Anfang 2017 in Zusammenarbeit mit dem BBK (Bundesamt für Bev?lkerungsschutz und Katastrophenhilfe) eine Version für den PC (GSAdesktop) realisiert. Diese Anwendung kann ohne Installation von einem Speicherstick gestartet werden und beinhaltet nun mehr als 42.000 Stoffe, mit bis zu 80 Merkmalen. Au?erdem stehen drei verschiedene Profile (Feuerwehr, Fachberater und Rettungsdienst) zur Verfügung. Je nach Anforderung kann zwischen den Profilen umgeschaltet werden, sodass der Anwender auf ein speziell für ihn abgestimmtes Datenangebot zurückgreifen kann.

 

?Chemie im Alltag“

Um in Zukunft einen noch gr??eren Nutzerkreis anzusprechen zu k?nnen, wurde 2018 eine App entwickelt, die interessierte Bürger über Chemie im Alltag informiert. In der gleichnamigen App (CiA) enthalten sind z.B. Informationen zu Gefahrtafeln im Transportwesen, E-Nummern in Lebensmitteln und Erkl?rungen zu Gefahrenpiktogrammen, die h?ufig auf Reinigungsmitteln abgebildet sind. Des Weiteren k?nnen allgemeine Informationen z.B. zu physikalisch-chemischen Daten und Verwendungen von Chemikalien recherchiert werden. Die App wurde ebenfalls für iOS- und Android-Ger?te entwickelt und wird zeitnah über die jeweiligen App-Stores zum Download bereitstehen.

 

Die Geschichte von ChemInfo

Seit nun mehr als 25 Jahren arbeiten Bundes- und L?nderbeh?rden auf unter-schiedlichen staatlichen Ebenen des Umwelt-, Bev?lkerungs- und Arbeitsschutzes zusammen, um verl?ssliche und gut strukturierte Daten zu Chemikalien zu erarbeiten und den Anwendern bereitzustellen. Grundlage dieser l?nderübergreifenden Zusammenarbeit war die Verwaltungsvereinbarung zum ?Gemeinsamen zentralen Stoffdatenpool von Bund und L?ndern (GBSL)“. Nachdem zwei Jahrzehnte der prim?re Fokus auf Beh?rdenarbeit gelegt wurde, verst?ndigten sich die beteiligten Partner auf die Verbreiterung des Nutzerspektrums und eine technische Erneuerung des Systems. Die GSBL-Verwaltungsvereinbarung wurde daraufhin zum 31. Dezember 2015 beendet und eine Kooperation zur Etablierung des Informationssystems Chemikalien des Bundes und der L?nder: ChemInfo beschlossen. Am 1. Januar 2016 startete dieses Kooperationsprojekt mit 14 Partnern. Bis zum vollst?ndigen Aufbau des Neusystems ChemInfo stehen die gut aufbereiteten und aktuell gehaltenen Daten und Informationen zu Chemikalien aus dem GSBL der ?ffentlichkeit weiterhin auf www.chemikalieninfo.de zur Verfügung.

 

Stand der Neuentwicklung

In Zusammenarbeit mit einem externen Auftragnehmer konnten im Februar 2017 die erste und im Mai 2020 die zweite und dritte Ausbaustufe von insgesamt fünf Ausbaustufen abgeschlossen werden. Diese drei Ausbaustufen umfassen das komplette Redaktionssystem der Datenbank inklusive der Administration und Regelverwaltung und sind damit das Herzstück der gesamten Neuentwicklung. Mit diesem Schritt wurde die Online-Pflege und -Erfassung von Chemikalien-informationen implementiert. Des Weiteren wurden umfassende Recherchetools, ein Feedbacksystem, die Administration und die Nutzerverwaltung aufgebaut sowie eine vereinfachte Import- und Exportfunktion für gr??ere Datenpakete in und aus der Datenbank entwickelt. Bis Mitte 2021 wird die vierte Ausbaustufe entwickelt, durch die eine allumfassende Stoffrecherche online m?glich wird.

 

Partner

ChemInfo wird durch folgende L?nder und den Bund weiterentwickelt

  • Baden-Württemberg
    Ministerium für Umwelt, ⁠Klima⁠ und Energiewirtschaft
  • Bayern
    Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr
  • Berlin
    Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und ⁠Klimaschutz
  • Hamburg
    Beh?rde für Umwelt und Energie
  • Hessen
    Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • Rheinland-Pfalz
    Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ern?hrung, Weinbau und Forsten
  • Saarland
    Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
  • Sachsen
    Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
  • Sachsen-Anhalt
    Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
  • Schleswig-Holstein
    Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und l?ndliche R?ume
  • Thüringen
    Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Beteiligte Bundesbeh?rden

  • Umweltbundesamt
  • Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
  • Bundesministerium des Innern
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Chemie im Alltag / Gefahrstoffselbstauskunft

<>
  1. Logo Chemie im Alltag
  2. Logo Gefahrstoffschnellauskunft