Umfeld

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P23R

P23R zielt auf die Optimierung der Kommunikation zwischen Unternehmen und Verwaltung sowie der Kommunikation zwischen verschiedenen Beh?rden. Dazu stellt P23R eine Infrastrukturbeschreibung bereit, die die administrativen Bestandteile der Kommunikation normiert. Das soll einerseits die Aufw?nde zur Etablierung automatisierter Kommunikation auf die rein fachlichen Inhalte und Fragestellungen reduzieren und andererseits die Wiederverwendung von Komponenten der Kommunikationsstruktur bef?rdern. Gleichzeitig sollen Unternehmen von Detailregelungen, Plausibilit?tsprüfungen und Aktualisierungen entlastet werden. Beh?rden erhalten durch die Nutzung effizienterer, weil medienbruchfreier Prozessketten schneller Daten in deutlich h?herer Qualit?t.

 

XUBetrieb

Das Umweltbundesamt hat im Rahmen des IT-Investitionsprogramms der Bundesregierung für betriebliche Stamm- und Umweltberichtsdaten Modellkomponenten entwickelt. Diese Modellkomponenten wurden als Standard XUBetrieb ver?ffentlicht und von der Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) des Bundesverwaltungsamts im Auftrag des IT-Planungsrats als X?V-Standard zertifiziert.
Die frei verfügbaren XUBetrieb Modellkomponenten k?nnen als standardisierte Bibliothek bei der Erstellung von Datenmodellen, dem Aufbau von Nachrichten und dem Design von Datenbanken eingesetzt werden. Ihre Publikation unter einer offenen Lizenz sichert dabei die Zukunftssicherheit.

 

MIFLEX

Das Projekt MIFLEX untersucht, wie die vorhandenen fachlichen Grundlagen, aktuelle Anforderungen und technologische Entwicklungen in einer zukunftssicheren Gestaltung und Weiterentwicklung von elektronischen Werkzeugen zur übermittlung betrieblicher Umweltberichtsdaten (Schadstoffmengen, Unternehmensinformationen, Anlageninformationen etc.) berücksichtigt werden k?nnen.

Dazu werden im Projekt MIFLEX folgende Schwerpunkte analysiert:

??? ?interne Datenmodelle zur Speicherung von Umweltberichtsdaten,
??? ?standardisierte Datenschnittstellen (XML) im Austausch und
??? ?Interaktionsmuster bei der Nutzung von elektronischen Werkzeugen zur übermittlung betrieblicher Umweltberichtsdaten.

Wesentliche Grundlage der Daten- und Schnittstellenmodellierung sind dabei die für die Dom?ne Umweltberichtsdaten entwickelten standardisierten XUBetrieb Modellkomponenten.

 

EU-KommunalabwasserRL (91/271/EWG)

Im Rahmen der EU-KommunalabwasserRL sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, regelm??ig, auf Anfrage der EU Kommission (aktuell im 2 Jahreszyklus), Daten zur Abwassersituation zu berichten. Diese Daten werden ebenso regelm??ig von der EU Kommission im Internet im WISE (Water Information System of Europe) ver?ffentlicht.

Die zu berichtenden Daten umfassen Informationen zu Siedlungsgebieten ab einer Gr??e von 2.000 Einwohnerwerten (EW) in Haushalten und Gewerbe anfallender Abwasserlast und zu kommunalen Kl?ranlagen und deren Einleitungen in die Gew?sser. Deutschland berichtete in den vorangegangenen Berichtsjahren Informationen zu jeweils ca. 4.300 Siedlungsgebieten und kommunalen Kl?ranlagen.

Ausl?ser eines europaweiten Berichtsprozesses ist die EU-Kommission. In Deutschland werden nach Eintreffen der EU-Anfrage über das ⁠BMU⁠ und das ⁠UBA⁠ die Ministerien der Bundesl?nder informiert und gebeten die notwendigen Berichtsdaten in einem festgelegten Zeitraum dem UBA zur Verfügung zu stellen. Am UBA laufen (derzeit über ein zentrales Web-Portal) die Daten aus den 16 Bundesl?ndern in einer zentralen Datenbank zusammen. In der Web-Anwendung sind dabei eine Vielzahl von Qualit?tssicherungsprüfungen automatisiert hinterlegt, welche die Daten auf Vollst?ndigkeit, Einhaltung der Formate und Plausibilit?t prüfen. Bundesland spezifisch liegen die Daten bei den zust?ndigen Landesumwelt?mtern entweder zentral vor oder müssen bei untergeordneten Beh?rden auf Landes- Kreis- oder regionaler Ebene angefragt werden.

 

§ 61 Selbstüberwachung bei Abwassereinleitungen und Abwasseranlagen

Im § 61 des Wasserhaushaltsgesetzes ist die Selbstüberwachung von Abwassereinleitungen und Abwasseranlagen geregelt. Dabei sind Anlagenbetreiber verpflichtet, den Zustand, die Funktionsf?higkeit, die Unterhaltung und den Betrieb der Abwasseranlage zuzüglich Art und Menge des Abwassers und der Abwasserinhaltsstoffe zu überprüfen. Hierüber sind Aufzeichnungen anzufertigen und auf Nachfrage der zust?ndigen Beh?rde im Bundesland zu übermitteln. Die Umsetzung der Berichterstattung zum § 61 WHG, d.h. sowohl Art und Umfang der Datenübermittlung als auch die Zust?ndigkeiten liegt in der Hoheit der Bundesl?nder und wird in der jeweiligen Landesgesetzgebung von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich festgelegt.