Lebensmittelabf?lle beim Catering

Schmackhafte Desserts an einem Buffet.zum Vergr??ern anklicken
Reste am Buffet sind nicht nur schade, sondern auch umweltbelastende Ressourcenverschwendung.
Quelle: Nuvola / Fotolia.com

Für die Produktion von Lebensmitteln werden viele Ressourcen aufgewandt und Treibhausgase ausgesto?en. Lebensmittelabf?lle sollten deshalb auch aus Umweltsicht vermieden werden. Ein Leitfaden des Umweltbundesamtes zeigt, wie das beim Catering funktioniert.

Der ??kologische Rucksack“ von Lebensmitteln

Die Deutschen konsumieren jedes Jahr pro Kopf 456 Kilogramm Lebensmittel. Diese Menge verursacht in etwa einen Fl?chenverbrauch von einem halben Fu?ballplatz, einen Wasserverbrauch von 84 Badewannen sowie Treibhausgasemissionen, die einem Flug von Frankfurt nach New York und zurück entsprechen. Au?erdem wird Energie bei Herstellung und Transport ben?tigt und es werden jedes Jahr in Deutschland für die Lebensmittelproduktion insgesamt rund 46.000 Tonnen Pflanzenschutzmittel, rund 5,3 Millionen Tonnen Mineraldünger und rund 220 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger eingesetzt.

Rund 81 Kilogramm der 456 Kilogramm j?hrlich pro Kopf konsumierten Lebensmittel werden zu Abfall. Das sind immerhin knapp 20 Prozent und entspricht zwei vollen Einkaufswagen – Lebensmittel im Wert von rund 230 Euro.

Mehr zu den Umweltwirkungen von Lebensmittelabf?llen und Ma?nahmen zur Vermeidung siehe ?Entwicklung von Instrumenten zur Vermeidung von Lebensmittelabf?llen“

Ein Schaubild zeigt, dass die Lebensmittelabf?lle von 100 Menschen so viel Treibhausgasemissionen aussto?en, wie eine Pkw-Fahrt um den ?quator. Au?erdem beanspruchen diese Abf?lle Fl?che in der Gr??e von drei Fu?ballfeldern und sind mit einem Wasserverbrauch von 85.000 Litern verbunden.
Umweltbelastung durch Lebensmittelabf?lle

Zu viel produzierte Lebensmittel belasten die Umwelt unn?tig.

Quelle: Umweltbundesamt

Catering in unserem Alltag

Der Catering-Markt in Deutschland ist ein spannender und perspektivenreicher Milliardenmarkt. Gleichwohl ist dieses Segment der Lebensmittel- und Dienstleistungswirtschaft ?u?erst komplex, sehr heterogen und wenig erforscht. Catering im Sinne von ?Verpflegung au?er Haus“ reicht von der Imbissbude an der Ecke, über die Kantine in der Beh?rde bis zum Sternerestaurant auf dem Land. Auch in Fu?ballstadien, Konzerth?usern, Flugzeugen, auf Schiffen und Messen wird Catering angeboten. Die Zahl pro Tag angebotener Mahlzeiten variiert von einer überschaubaren Menge, zum Beispiel in Kindertagesst?tten von um die 20 Essen bis zur Verpflegung von 20.000 G?sten an einem Abend bei Gro?veranstaltungen wie Messen oder Festivals.

Catering birgt Potential zur Umweltentlastung

Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass rund ein Drittel der im sogenannten Au?er-Haus-Verzehr eingesetzten Nahrungsmittel im Abfall landen. Das Potenzial zur Vermeidung von Lebensmittelabf?llen ist in diesem Bereich also gro?. Die M?glichkeiten, mit geringem Aufwand Lebensmittelabf?lle zu vermeiden, sind zahlreich.

Kleine Kniffe – gro?e Wirkung

Schon kleine Ma?nahmen wie eine optimale Mengenkalkulation und das bedarfsgerechte Nachlegen von Speisen an Buffets oder die Verwendung kleinerer Teller und Portionsgr??en haben nicht nur wirtschaftliche Vorteile für den eigenen Betrieb sondern in der Summe aller Betriebe eine gro?e ?kologische Wirkung und eine Vorbildfunktion für alle Akteurinnen und Akteure im Lebensmittelmarkt.

Professionelles Catering im Blick

Der Schwerpunkt des UBA-Leitfadens Vermeidung von Lebensmittelabf?llen beim Catering liegt auf dem professionellen Veranstaltungscatering, zum Beispiel für ?ffentliche Events wie Stadtfeste, Ausstellungser?ffnungen, Sportveranstaltungen, oder Musikfestivals und Messen, private Anl?sse wie Familienfeiern und Firmenveranstaltungen wie Firmengründung, Jubil?en, Filialer?ffnungen und Versammlungen.

Der Leitfaden zeigt, wie durch gezielte Planung und Berücksichtigung aller Prozessschritte im Rahmen eines Caterings Lebensmittel- und Speisenabf?lle deutlich reduziert und die dennoch entstehenden Lebensmittelreste noch sinnvoll genutzt werden k?nnen.

Für wen ist dieser Leitfaden?

Der vorliegende Praxisleitfaden richtet sich gleicherma?en an Caterer, deren Besch?ftigte und Zulieferer, an Kundinnen und Kunden eines Caterings und an interessierte Privatpersonen, die ein Catering durchführen. Angesprochen fühlen sollen sich auch Eventmanagerinnen und Eventmanager, Agenturen und alle weiteren Akteurinnen und Akteure, die mit dem Thema Catering Berührungspunkte haben oder ein Catering für eine Veranstaltung planen.

Fact Sheets – die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Zehn separate Fact Sheets bündeln Knackpunkte zur Vermeidung von Lebensmittelabf?llen beim Catering für unterschiedliche Akteure. Caterer und Küchenpersonal finden beispielsweise Tipps für eine zeitgem??e Lagerhaltung und für eine klar organisierte Ausgabe des Essens. Weitere Fact Sheets enthalten Informationen zur Einrichtung von Feedbackschleifen für G?ste und Kunden sowie M?glichkeiten der Weitergabe verzehrf?higer Speisen an gemeinnützige Einrichtungen wie etwa die Tafeln.

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