Chemisch-Physikalische Behandlung

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blubbernder Schlamm
Quelle: jack+scott /Photocase

Etwa 25 bis 30 Prozent aller in Deutschland anfallenden gef?hrlichen Abf?lle werden chemisch-physikalisch behandelt. So werden ihre gef?hrlichen Inhaltsstoffe zerst?rt oder in ungef?hrliche umgewandelt. Die anschlie?ende umweltvertr?gliche Verwertung oder Beseitigung dieser Abf?lle wird damit erst erm?glicht.

In chemisch-physikalischen Behandlungsanlagen werden überwiegend flüssige gef?hrliche Abf?lle behandelt. Hierbei werden chemisch-physikalische Reaktionen zur Stoffumwandlung (z. B. Neutralisation, Oxidation, Reduktion) genutzt. Vorab wird h?ufig eine Konzentration der gef?hrlichen Inhaltsstoffe vorgenommen (z. B. durch Filtrierung, Sedimentation, Destillation, Ionenaustausch), um die Reaktionsbedingungen oder die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu verbessern.


Chemisch-physikalische Behandlungsanlagen haben meist ein individuelles Konzept für Technik und Betrieb, das auf die zu behandelnden Abf?lle abgestimmt ist. Der Stand der Technik ausgew?hlter Anlagentypen wird im BVT-Merkblatt ?Abfallbehandlungsanlagen” (Amtsblatt C 275/15 der EU vom 25.10.2006) beschrieben.


Nach der Anlieferung werden die zu behandelnden Abf?lle im Labor untersucht. Hier werden die enthaltenen Stoffe identifiziert und ein Behandlungsplan festgelegt. Eine ordnungsgem??e Behandlung der Abf?lle umfasst in der Regel mehrere aufeinanderfolgende Verfahrensschritte. Sie werden aufgrund der Zusammensetzung des Abfalls, seines Reaktionsverhaltens und des angestrebten Behandlungsergebnisses festgelegt.


Der gesamte Behandlungsprozesses wird kontrolliert, um eine m?glichst vollst?ndige Umwandlung oder Zerst?rung der Schadstoffe zu gew?hrleisten.


Nach Erhebungen des statistischen Bundesamtes wurden 2010 in Deutschland etwa 5,4 Millionen Tonnen gef?hrliche Abf?lle in chemisch-physikalischen Behandlungsanlagen behandelt.