Verpackungen

Gelbe S?cke mit Verpackungsmüllzum Vergr??ern anklicken
Gelbe S?cke mit weggeworfenen Plastikverpackungen
Quelle: Zauberhut / Fotolia.com

Tipp-Box

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Verpackungen geh?ren zum t?glichen Leben. Sie haben nützliche und notwendige Funktionen. Doch es gibt auch eine Schattenseite. Allein im Jahr 2016 fielen 18,2 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Wie k?nnen wir die Auswirkungen auf die Umwelt mindern? Welche gesetzlichen Vorgaben existieren und was kann jeder und jede Einzelne von uns tun?

Inhaltsverzeichnis

    Im Jahr 2016 fielen 18,2 Millionen Tonnen Verpackungen in Deutschland an. Verpackungen aus Papier, Pappe oder Karton haben dabei den gr??ten Anteil mit etwa 8,1 Millionen Tonnen. Es folgen Verpackungen aus Kunststoffen (3,1 Millionen Tonnen), Glas (2,8 Millionen Tonnen) und Holz (3,2 Millionen Tonnen).

    Recycling und Verwertung

    Die Vielfalt der Verpackungen ist gro?. Entsprechend viele unterschiedliche Verfahren gibt es, um sie zu verwerten. So werden Leichtverpackungen von privaten Endverbrauchern vorwiegend im Gelben Sack oder der Gelben Tonne erfasst. Entsorgungsunternehmen sammeln diese im Auftrag der dualen Systeme ein und bringen sie zu Sortieranlagen. Dort erfolgt eine Trennung in verschiedene Wertstofffraktionen. Wei?blech, Aluminium, Getr?nkekartons und getrennte Kunststoffarten (PE, PP, PET, PS) gehen ins Recycling. Das gilt auch für Mengen aus der Altglas- und Altpapiersammlung. Mischkunststoffe werden zum Teil weiteraufbereitet und dann stofflich oder energetisch verwertet. Sortierreste werden energetisch verwertet.

    Bestimmte Getr?nkeverpackungen sind mit einem Pfand belegt. Mehrweg-Getr?nkeverpackungen werden dabei so lange im Kreislauf geführt, bis die Abfüller sie aussortieren, zum Beispiel weil sie besch?digt oder zu sehr abgenutzt sind. Die aussortierten Flaschen und K?sten k?nnen zu neuen Flaschen und K?sten recycelt werden. Mehrwegflaschen erkennen Sie in der Regel entweder am Mehrwegzeichen des Arbeitskreises Mehrweg GbR, dem Umweltzeichen ?Blauer Engel“, oder an der Aufschrift ?Mehrweg“, ?Mehrwegflasche“ oder ?Mehrweg-Pfandflasche" auf dem Etikett oder an der Reliefschrift ?Leihflasche“ auf der Flasche selbst.

    Das Pfandsystem für Einweggetr?nkeverpackungen sorgt dafür, dass diese hochwertig verwertet werden k?nnen. Aus Einweg-Kunststoffflaschen k?nnen so beispielsweise neue Flaschen oder Textilien hergestellt werden. Sie k?nnen bepfandete Einweg-Getr?nkeverpackungen insbesondere am bundesweit einheitlichen DPG-Kennzeichen erkennen (DPG = Deutsche Pfandsystem GmbH).

    Transportverpackungen wie beispielsweise Paletten, Kisten oder F?sser werden h?ufig als Mehrwegsysteme in Kreisl?ufen geführt. Wenn sie zu besch?digt sind, um einen sicheren Transport zu gew?hrleisten, werden sie repariert oder der Verwertung zugeführt.

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    Gesetzliche Grundlagen

    Sowohl die Produktion der Verpackungen als auch der Transport und die Entsorgung belasten die Umwelt.

    Um einem st?ndigen Anstieg der Verpackungsmengen entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung 1991 die Verpackungsverordnung erlassen. 1994 verabschiedete die EU die Verpackungsrichtlinie. Zur Anpassung der deutschen Regelungen an die EU-Vorgaben fasste die Bundesregierung die Verpackungsverordnung 1998 neu. Seitdem wurde sie mit sieben ?nderungsverordnungen an ?nderungen im EU-Recht und aktuelle Herausforderungen angepasst. Da die Recyclingquoten nicht mehr ambitioniert waren und es weiterhin in erheblichem Umfang Probleme mit einem fairen und transparenten Wettbewerb gab, trat zum 01. Januar 2019 das Verpackungsgesetz?in Kraft. Es enth?lt neue, ambitionierte Recyclingquoten und weitere wichtige Regelungen für mehr Transparenz und Fairness im Wettbewerb.

    Verwertungsquoten für Verpackungen

    Die Verwertungsquoten der Verpackungsverordnung wurden seit Jahren sicher erreicht und waren nicht mehr ambitioniert. Seit dem 01. Januar 2019 gibt das Verpackungsgesetz neue, hoch angesetzte Quoten für das Recycling von Verpackungen vor, die typischerweise bei privaten Endverbrauchern als Abfall anfallen. Die dualen Systeme müssen im Rahmen des sogenannten ?Mengenstromnachweises“ j?hrlich nachweisen, dass sie die geforderten Quoten erfüllen. Eine übersicht über die Quoten enth?lt die folgende Tabelle:

    übersicht über Recyclingquoten
    übersicht über die Recyclingquoten der VerpackV und des VerpackG
    Quelle: Matthias Fabian/ UBA
     

    Erg?nzend enth?lt das Verpackungsgesetz eine weitere Recyclingquote, die sich auf alle von den dualen Systemen im gelben Sack beziehungsweise der gelben Tonne gesammelten Abf?lle bezieht. Die Systeme müssen im Jahresmittel mindestens 50 % der in der gelben Tonne beziehungsweise im gelben Sack insgesamt gesammelten Abf?lle recyceln.

    Aktuelle Herausforderungen

    In der Regel landen neben ordnungsgem?? beteiligten Verpackungen auch nicht-beteiligte Verpackungen und Nicht-Verpackungen in den Gelben S?cken und den Gelben Tonnen. Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen ebenfalls (stofflich) verwertet. Würde die Sammlung von Verpackungen zu einer Wertstoffsammlung ausgeweitet, k?nnte dies weitere Stoffstr?me für das Recycling generieren. In verschiedenen Kommunen und Landkreisen?wurden Projekte der sogenannten Wertstofftonne bereits umgesetzt, beispielsweise die Gelbe Tonne Plus in Leipzig oder die Wertstofftonne in Berlin. Das Umweltbundesamt hat in mehreren Forschungsvorhaben die wissenschaftlichen Grundlagen für eine umfassendere Wertstoffsammlung und zur Anpassung der Verwertungsvorgaben erarbeitet. Die Ergebnisse k?nnen Sie unter Publikationen einsehen.

    Das Verpackungsgesetz enth?lt das allgemeine Ziel, die Auswirkungen von Abf?llen aus Verpackungen auf die Umwelt zu vermeiden oder zu verringern. Dies wird durch die Abfallhierarchie unterlegt. Danach sind Verpackungsabf?lle in erster Linie zu vermeiden. Konkrete gesetzliche Vorgaben für eine solche Vermeidung von Verpackungsabf?llen existieren bislang nicht. Hier kann jeder von uns dazu beitragen, auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Tipps finden Sie in der Tipp-Box.