Altlasten

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Grafische Umsetzung einer vielf?ltigen Bodennutzung

Quelle: Frauke Sch?n / Umweltbundesamt

Als Altlasten im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes werden Altablagerungen und Altstandorte bezeichnet, durch die sch?dliche Bodenver?nderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden. Urs?chlich hierfür k?nnen die unsachgem??e Behandlung, Lagerung oder Ablagerung von Abf?llen und der unsachgem??e Umgang mit umweltgef?hrdenden Stoffen sein.

Einführung

Deutschland hat seit 1999 ein Bodenschutzrecht, das für die Altlastenbearbeitung praxistaugliche rechtliche und fachtechnische Instrumente zur Verfügung stellt. Es sichert somit einen funktionierenden Vollzug in den L?ndern. Dennoch verursach(t)en die mancherorts unsachgem??e Nutzung und Bewirtschaftung von Grundstücken durch Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Private sch?dliche Bodenver?nderungen und Altlasten. Statistisch werden laut Bundeskriminalstatistik j?hrlich mehr als 1.000 F?lle von Bodenverunreinigungen als Umweltstraftat nach § 324a StGB erfasst. Diese Umweltstraftaten führten j?hrlich in ca. 90 F?llen zu Verurteilungen. Trotz Aufwendungen der ?ffentlichen Hand in Milliardenh?he und nationalen Sanierungsprogrammen sowie ungeachtet der von Sanierungspflichtigen zu tragenden Kosten ist eine dauerhafte Probleml?sung nicht absehbar.

Grundlage für Ma?nahmen zur Ermittlung und Sanierung von Altlasten sind das Gesetz zum Schutz vor sch?dlichen Bodenver?nderungen und Altlasten (Bundes-Bodenschutzgesetz – BBodSchG) und die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV). Das im BBodSchG verankerte vorrangige Ziel der Altlastensanierung ist die Gefahrenabwehr. Das bedeutet allerdings ?kologische Konzessionen an einen nachhaltigen Bodenschutz, denn mit Ma?nahmen zur Gefahrenabwehr kann ein ursprünglicher Bodenzustand nicht wiederhergestellt werden. Nachhaltiger Bodenschutz l?sst sich nur durch Vorsorge und/oder Pr?vention erreichen.
Die Altlastenbearbeitung in Deutschland folgt einem Stufenkonzept, das sich im Vollzug bew?hrt hat. Auf der Grundlage vorhandener Informationen und gezielter Untersuchungen wird der Altlastverdacht hinsichtlich des Vorhandenseins und der Konzentration von gef?hrlichen Stoffen, hinsichtlich ihres Verhaltens auf relevanten Transferpfaden sowie ihrer Wirkungen auf Schutzgüter und Rezeptoren sukzessive verifiziert. Die beh?rdliche Feststellung einer Altlast erfolgt in der Regel im Ergebnis einer abschlie?enden Gef?hrdungsabsch?tzung und begründet ein Erfordernis zur Gefahrenabwehr/Sanierung.?

In der Tabelle ?Bundesweite Altlastenstatistik“ sind der Erfassungsstand und der Stand der Bearbeitung der altlastverd?chtigen Fl?chen und Altlasten in der Bundesrepublik Deutschland zusammengestellt. Die Angaben zur Altlastenstatistik erfolgen auf Grundlage der Datenübermittlung aus den Bundesl?ndern.

Folgende Schwerpunkte werden national wie auch international bearbeitet:

  • Sanierungskonzepte für gro?r?umige und komplexe Schadensf?lle auf industriellen (Mega-)Standorten und gravierende Grundwassersch?den in innerst?dtischen und sich überlagernden Schadensbereichen,
  • vollzugstaugliche Arbeitshilfen für die Berücksichtigung der natürlichen Schadstoffminderung bei der Altlastenbearbeitung, insbesondere in Verbindung mit Sanierungsma?nahmen,
  • eine l?nderübergreifend harmonisierte Umsetzung von Anforderungen resultierend aus der Europ?ischen Bodenschutzstrategie.
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Schlagworte:
 Gefahrenabwehr  Altablagerung  Altstandort  Gef?hrdungsabsch?tzung