Milit?rische und Rüstungsaltlasten

Die Begriffe ?Milit?rische Altlasten“ und ?Rüstungsaltlasten“ sind in Deutschland rechtlich nicht definiert. Sie lassen sich jedoch grunds?tzlich den Altlasten zuordnen und umfassen somit sowohl Altstandorte als auch Altablagerungen. H?ufig wird auch eine historisch gepr?gte Unterteilung verwendet, die auf die Nutzung und den Betrieb bis oder ab 1945 abstellt.

Milit?rische Altlasten

Milit?rische Altlasten sind Altstandorte und Altablagerungen, die dem unmittelbaren Milit?rbetrieb nach dem Zweiten Weltkrieg zugeordnet werden.

Nach den politischen Ver?nderungen in Europa zum Ende der 1980er Jahre kam es zur Aufl?sung der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR, zum Abzug der Westgruppe der ehemaligen sowjetischen Truppen (WGT) und zum Teilabzug der nach dem Vertrag von 1954 in der Bundesrepublik stationierten acht westlichen Streitkr?fte. Auch die NATO-Verbündeten reduzierten ihre milit?rische Pr?senz in Deutschland drastisch. Ein gro?er Teil der milit?risch genutzten Liegenschaften wurde aufgegeben. Der Umbau der Bundeswehr hatte und hat ebenfalls die Aufgabe von Standorten zur Folge.

Der Bund bot 1993 den neuen Bundesl?ndern an, die WGT-Liegenschaften – soweit nicht eine Nutzung durch die Bundeswehr vorgesehen war – einschlie?lich der Verantwortung für die Altlasten zu übernehmen und unter Eigenregie zu vermarkten. Einige L?nder machten davon Gebrauch.

Aufgrund des Ausma?es der Problematik hatten die Erfassung, Erkundung und Bewertung der altlastverd?chtigen Fl?chen sowie die Sanierung der Altlasten einen hohen politischen Stellenwert in Deutschland. Bundeswehr und Bundesl?nder entwickelten umfassende Altlastenprogramme, allgemein gültige Vorgehensweisen und Instrumentarien für die milit?risch genutzten Liegenschaften. Bereits im Jahr 1995 waren unmittelbare Gefahren abgewehrt sowie die bundesweite Bestandsaufnahme der Liegenschaften abgeschlossen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus den Altlastenprogrammen beauftragte das ⁠UBA⁠ mehrere Forschungsprojekte und stellte die Ergebnisse im Jahr 2003 abschlie?end auf einer CD zusammen, die beim UBA (über die rechte Kontaktbox) angefordert werden kann.

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Rüstungsaltlasten

Bei den als Rüstungsaltlasten bezeichneten Grundstücken handelt es sich um Altstandorte und Altablagerungen, auf denen insbesondere rüstungsspezifische Stoffe (zum Beispiel Explosivstoffe, Brand- und Rauchstoffe, chemische Kampfmittel, Produktionsrückst?nde) entwickelt, erprobt, hergestellt, verarbeitet, gelagert oder vernichtet wurden.

Das Umweltbundesamt hat die aktive Bearbeitung dieser Themen mittlerweile eingestellt und führt mindestens seit 2003? keine Datenaktualisierung mehr durch. Anfragen zu in der Vergangenheit milit?risch genutzten Standorten richten Sie bitte an die zust?ndigen Beh?rden des Bundes und der L?nder.