Umweltbelastungen der Landwirtschaft

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Emissionsarme Ausbringung im Frühjahr verhindert Umweltbelastungen
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Die Landwirtschaft ist Deutschlands gr??te Fl?chennutzerin. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Standbein unserer Volkswirtschaft. Sie sichert die Ern?hrung und produziert nachwachsende Rohstoffe. Darüber hinaus spielt sie eine wesentliche Rolle für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaft. Doch mit der zunehmenden Intensivierung sind vielf?ltige Umweltbelastungen verbunden.

Landwirtschaft in Deutschland

Rund die H?lfte?der Fl?che Deutschlands, das sind insgesamt?16,7 Millionen Hektar, werden landwirtschaftlich genutzt. über zwei Drittel (71 Prozent) der landwirtschaftlich genutzten Fl?che wird ackerbaulich und knapp ein Drittel (28 Prozent) als Dauergrünland bewirtschaftet. Hinzu kommen Dauerkulturen und sonstige landwirtschaftliche Nutzfl?chen (1 Prozent). Auf knapp 60 Prozent der Landwirtschaftsfl?chen werden Futtermittel für die Tierhaltung, auf?rund 20 Prozent Lebensmittel angebaut. Auf den Anbau nachwachsender Rohstoffe für die Erzeugung von Biogas (vor allem Mais) und Biokraftstoffe (vor allem Raps), sowie zur stofflichen Verwertung entfallen weitere rund 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fl?chen.

Obwohl Land- und Forstwirtschaft und Fischerei zusammen nur etwa 0,8 Prozent der Bruttowertsch?pfung in Deutschland erbringen?und der Anteil der Besch?ftigten bei lediglich 1,3 Prozent?liegt, hat die Landwirtschaft wegen ihrer engen Vernetzung mit anderen Wirtschaftsbereichen nach wie vor eine beachtliche volkswirtschaftliche Bedeutung. Zu den 599.000 Besch?ftigten in den rund 266.000 landwirtschaftlichen Betrieben, kommen weitere Arbeitskr?fte in den vor- und nachgelagerten Bereichen. Im so genannten Agribusiness waren 2019?rund 4,65 Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen?direkt oder indirekt mit der Herstellung, Verwendung und Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte besch?ftigt. Jeder?zehnte Arbeitsplatz steht mit der Landwirtschaft in Verbindung. Insbesondere in l?ndlichen Gebieten sind die Landwirtschaft und ihre angrenzenden, verarbeitenden Bereiche wie Gastronomie, Handwerk und Einzelhandel bedeutende Arbeitgeber und entscheidend für die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung des l?ndlichen Raums.

2019 erwirtschafteten deutsche Landwirtinnen und Landwirte einen Produktionswert von?60,4 Milliarden Euro.?Diese enormen Mengen und Summen wurden nicht immer erzeugt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzeugte ein Landwirt/eine Landwirtin Lebensmittel für die Versorgung von vier Personen, 1950 konnten bereits zehn Menschen und 2019 sogar 134 Personen von den Ertr?gen versorgt werden. Grund für diese Produktivit?tssteigerung sind technische Fortschritte und der Einsatz von hochleistungsstarken Maschinen, Pr?zisionstechniken, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie Fortschritte in der Züchtung. Dabei geht diese Intensivierung nicht spurlos an der Umwelt und ihren Kompartimenten (Boden, Wasser, Luft und Biosph?re) vorbei.

Intensivierung hinterl?sst Spuren

Der Landwirtschaft kommt für den Schutz der Umweltmedien eine hohe Bedeutung und gro?e Verantwortung zu. Schützende Fabrikmauern und abgeschlossene R?ume sind nicht vorhanden. Die Landwirtschaft arbeitet in offenen Systemen. Der Einsatz von Maschinen zur Bodenbearbeitung und Ernte sowie die Ausbringung von Pflanzenschutz- oder Düngemitteln findet in der Landschaft statt und beeinflusst den Boden, das Wasser, die Luft und die in der Agrarlandschaft lebenden Tiere und Pflanzen (allgemein ⁠Biodiversit?t⁠). Die auf Ertragssteigerung ausgerichtete Intensivlandwirtschaft hinterl?sst nicht nur eint?nige, ausger?umte Agrarlandschaften. Der Einsatz von schweren Maschinen und die intensive Bodenbearbeitung kann Bodenverdichtungen, eine steigende Gefahr für Wasser- und Winderosionen und einen Verlust der Bodenfruchtbarkeit verursachen. Für Nitratbelastungen des Grundwassers und die N?hrstoffüberversorgung (⁠Eutrophierung⁠) von Flüssen, Seen und Meeren ist vor allem die intensive Stickstoffdüngung (organisch und mineralisch) verantwortlich.

Ausgebrachte Pflanzenschutzmittel und in den Düngemitteln enthaltene Schwermetalle, Schadstoffe und Rückst?nde von Arzneimitteln aus der Intensivtierhaltung stellen weitere potenzielle Gefahren für terrestrische und aquatische ?kosysteme dar. Weitere Folgen sind der Verlust der Artenvielfalt und der mit Landnutzungs?nderungen (vor allem Grünlandumbruch, Moornutzung und Rodung von W?ldern), der Ausbringung von Düngemitteln, der Bodenbearbeitung und Tierhaltung verbundene Aussto? klimawirksamer Treibhausgase. Im Jahr 2018 betrug der Anteil der Landwirtschaft an den gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands 7,4 Prozent (ohne landwirtschaftliche ⁠Landnutzung⁠ und Landnutzungs?nderungen, ohne Emissionen aus?Mineraldüngerproduktion).