Informationen zum Eichenprozessionsspinner

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Raupen des Eichenprozessionspinners
Quelle: fotofreakdgy / Fotolia.com

Der Eichenprozessionsspinner kann die menschliche Gesundheit, aber auch die Vitalit?t von Eichen sch?digen. Ob eine Bek?mpfung erforderlich ist, sollte anhand der St?rke des Befalls und der Wahrscheinlichkeit und dem Ausma? einer Sch?digung entschieden werden. Biologische oder chemische Bek?mpfungsmittel sollten erst nach Abw?gung aller Alternativen in Betracht gezogen werden.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart. Die Art hat in den vergangenen Jahren durch Massenvermehrungen Aufmerksamkeit erregt, da die Raupen des Eichenprozessionsspinners unter bestimmten Umst?nden sowohl aus gesundheitlicher als auch aus forstlicher Sicht ein Problem darstellen k?nnen. Die Raupen tragen Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten und beim Kontakt mit Menschen Hautausschl?ge verursachen k?nnen. In seltenen F?llen k?nnen auch Reizungen/Entzündungen der Augen oder der Bronchien auftreten. Da sich die Raupen von Eichenbl?ttern ern?hren, k?nnen au?erdem B?ume kahlgefressen und damit Sch?den am Baumbestand in forstwirtschaftlich genutzten Gebieten verursacht werden.?

Ein?massenhaftes Auftreten der Raupen kann daher die lokale Bek?mpfung des Eichenprozessionsspinners erforderlich machen. Bei einem geringen Befall sollten zun?chst mechanische Bek?mpfungsma?nahmen (zum Beispiel Absaugen von Raupen und Gespinsten durch professionelle Sch?dlingsbek?mpfer) oder tempor?re Sperrungen von betroffenen Gebieten in Betracht gezogen werden. Erst wenn diese Ma?nahmen nicht mehr ausreichend sind, stehen verschiedene biologische oder chemische Bek?mpfungsmittel zur Verfügung. Bei deren Anwendung ist jedoch darauf zu achten, welchem Schutzgut die Bek?mpfungsma?nahmen dienen: Steht der Schutz der menschlichen Gesundheit oder der Schutz der befallenen B?ume vor Kahlfra? im Vordergrund der Bek?mpfungsma?nahme? Werden Bek?mpfungsma?nahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit durchgeführt, erfolgt dies immer auf Grundlage des Biozidrechts und den damit verbundenen Anwendungsbestimmungen und –auflagen. Erfolgen Bek?mpfungsma?nahmen um B?ume vor Kahlfra? zu schützen, sind hier die Anwendungsbestimmungen und –auflagen nach Pflanzenschutzrecht zu beachten. Die Wirkstoffe und die verwendeten Produkte k?nnen in beiden F?llen die gleichen sein, sie unterscheiden sich aber durch ihr Einsatzgebiet und ihre Auflagen beziehungsweise ihre Anwendungsbestimmungen zum Schutz des Naturhaushaltes.

Prinzipiell gilt es jedoch, biologische oder chemische Bek?mpfungsma?nahmen auf das notwendige Mindestma? zu beschr?nken, da diese Bek?mpfungsmittel nicht nur den Eichenprozessionsspinner t?ten, sondern auch andere zum Teil geschützte Tierarten sch?digen.

Aus diesem Anlass hat das Umweltbundesamt h?ufig gestellte Fragen und deren Antworten zur Bek?mpfung des Eichenprozessionsspinners zusammengestellt - diese sind hier online abrufbar, sowie stehen hier zum Download (PDF) bereit.

Weiterführende Informationen zum Eichenprozessionsspinner sind im Biozid-Portal?des UBA zu finden.

Downloads: Fachgespr?ch EPS

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Schlagworte:
 Eichenprozessionsspinner  Anwendungsvorschrift  Gesundheitsschutz