EU-GHS-Verordnung

Deckblatt des Leitfadenszum Vergr??ern anklicken
Leitfaden Nachhaltige Chemikalien
Quelle: Umweltbundesamt

GHS-Implementierung in der EU

Das sog. "purple book" erreicht erst durch die Implementierung der einzelnen Staaten Rechtsverbindlichkeit.

Im Sommer 2006 gab es eine Internetkonsultation zu einem ersten gemeinsamen Vorschlag der Generaldirektionen ?Unternehmen und Industrie“ und ?Umwelt“. Dieser Vorschlag, die Ergebnisse aus der Befragung der Akteure und eine Analyse der Auswirkungen der GHS-Implementierung k?nnen unter folgendem Link eingesehen werden: http://ec.europa.eu/enterprise/reach/ghs_consultation_en.htm

Der Entwurf der Kommission zur GHS-Verordnung (Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen sowie zur ?nderung der Richtlinie 67/548/EWG und der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006) ist am 27.06.2007 erschienen. Die Anh?nge enthalten auch einen Anhang VI, die ?übersetzung“ des Anhangs I RL 67/548/EWG.

Der EU-Ministerrat hat am 28.11.2008 die GHS-Verordnung verabschiedet. Die neue Verordnung wird am Jahresende im Amtsblatt der EU ver?ffentlicht und tritt 20 Tage sp?ter in Kraft. Sie erg?nzt die ⁠REACH⁠-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschr?nkung chemischer Stoffe. Die internationalen Regeln zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von gef?hrlichen Chemikalien gelten dann auch in der EU. Durch das GHS-System wird sichergestellt, dass dieselben Gefahren überall auf der Welt einheitlich gekennzeichnet werden. Dies wird den Handel erleichtern und den Gefahrenschutz erh?hen.

Harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung

Der Anhang VI der GHS-Verordnung soll die harmonisierte Einstufung von Stoffen enthalten. Diese Liste wird Stoffe identifizieren, die
· krebserregend, erbgutver?ndernd oder reproduktionstoxisch in den Kategorien 1A oder 1B sind,
· atemwegssensibilisierende Stoffe,
· Stoffe, die aus dem Anhang I RL 67/548/EWG übertragen wurden.

Die harmonisierte Liste ist erweiterbar.

Die überführung der harmonisierten Einstufungen des Anhangs I der Stoffrichtlinie in entsprechende Einstufungen nach GHS-Verordnung war nicht für alle Eigenschaften eindeutig m?glich. Die GHS-Verordnung behilft sich hier mit dem Prinzip der Minimaleinstufung. Danach gilt zun?chst die weniger stringente Einstufung in den F?llen, also für die Klassen, für die keine einfache übertragung in das GHS-System m?glich war. Verfügt der für die Einstufung Verantwortliche jedoch über Daten, die zu einer strengeren Einstufung führen, muss er die Einstufung entsprechend dieser Informationen anpassen. Dies ist z.B. bei der akuten Humantoxizit?t der Fall.

Weitere Informationen:

United Nations Economic Commission for Europe zu GHS allgemein? [Nur in Englisch]
Informationen der ⁠OECD⁠ zum GHS [Nur in Englisch]
EU-Kommission zur geplanten GHS-Verordnung [Nur in Englisch, mit Verordnungsentwurf auf Deutsch]
Informationen der EChA

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 REACH  EU-GHS-Verordnung  GHS