Inhaltsstoffe

Verschiedenene flüssige Wasch- und Putzmittelzum Vergr??ern anklicken
1,3 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel werden j?hrlich verkauft.
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Wasch- und Reinigungsmittel bestehen aus einer Vielzahl von chemischen und funktional verschiedenen Substanzen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe werden im Folgenden kurz genannt.

Inhaltsverzeichnis

 

A bis C

Die Inhaltsstoffe sind auf der Grundlage folgender Literatur zusammengestellt worden:

  • Günter Wagner: Waschmittel, Chemie und ?kologie, 2. aktualisierte Auflage

  • Umweltbundesamt: Umweltfreundliche Beschaffung, 4. Auflage

  • R?mpp, Chemie-Lexikon, 1993

Abrasivstoffe

In Scheuermitteln, Metallpolituren, Herdputzmitteln dienen Inhaltsstoffe wie Marmormehl, Kreide, Tonerde oder Bimsstein als mechanische Schleif- und Polierbestandteile. Durch die Abrasivit?t (Scheuerwirkung) verst?rken Schleifmittel die Reinigungsleistung.

Adsorptionsmittel

Holz-, Cellulose- und Kunststoffmehl werden z.B. in pulverf?rmigen Teppichreinigern als aufsaugendes Tr?germaterial verwendet, das zu diesem Zweck mit flüssigen Tensiden und/oder L?sungsmitteln getr?nkt wird.

Alkalien

Ammoniak, Soda, Natrium- und Kaliumhydroxid sind die wichtigsten Grundstoffe für schmutzl?sende Laugen, die besonders hartn?ckige Ablagerungen und Verstopfungen beseitigen. Sie sorgen für die Entfernung von ?len, Fetten und Lacken, k?nnen aber keinen Kalk l?sen. Reiniger auf Basis starker Laugen sind ?tzend. Die Gefahrenkennzeichnung und Sicherheitsratschl?ge sind daher genau zu beachten.

Alkohole

Glasreiniger und flüssige Waschmittel enthalten neben den waschaktiven Substanzen h?ufig Alkohole. Die Alkohole übernehmen dabei mehrere Aufgaben zugleich. Sie dienen als L?sungsvermittler, um die eingesetzten Rohstoffe ohne Trübung in L?sung zu halten. Als L?sungsmittel steigern niedere Alkohole die schmutzl?sende Wirkung der Tenside. Zus?tzlich fungieren sie in h?heren Konzentrationen als Konservierungsmittel und erh?hen die Lagerstabilit?t von Enzymen.

Aluminium

Das Leichtmetall wird als Granulat in Rohrreinigern eingesetzt. Es l?st sich leicht in starker Lauge. Der gebildete Wasserstoff sprudelt an die Oberfl?che; Rühr- und Auflockerungseffekte sind die Folge.

Bitterstoff

Grunds?tzlich sollen Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel au?erhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Um Kinder, die trotzdem ein Wasch- oder Reinigungsmittel in die H?nde bekommen haben, daran zu hindern, das Produkt zu trinken, wird ein spezieller Bitterstoff hinzugefügt. Dieser Bitterstoff soll zum sofortigen Ausspucken des Produktes veranlassen.

Bleichmittel

Bleichmittel oxidieren die im W?scheschmutz vorkommenden organischen Farbstoffe und entf?rben sie dadurch. Als Bleichmittel auf Sauerstoffbasis werden vorwiegend Percarbonat oder Wasserstoffperoxid verwendet, die bei h?heren Temperaturen bleichaktiven Sauerstoff abspalten. Bleichaktivatoren erh?hen die Wirksamkeit von Bleichmitteln bei niedrigen Waschtemperaturen. Der wichtigste Bleichaktivator ist Tetraacetylethylendiamin (TAED).

Biozide

Biozid-Wirkstoffe sind Stoffe mit allgemeiner oder spezifischer Wirkung auf oder gegen Schadorganismen, die zur Verwendung als Wirkstoff in Biozid-Produkten bestimmt sind. Als derartige Stoffe gelten auch Mikroorganismen einschlie?lich Viren oder Pilze mit entsprechender Wirkung und Zweckbestimmung.

Biozid-Produkte sind Wirkstoffe und Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, in der Form, in welcher sie zum Verwender gelangen, und die dazu bestimmt sind, auf chemischem oder biologischem Wege Schadorganismen zu zerst?ren, abzuschrecken, unsch?dlich zu machen, Sch?digungen durch sie zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bek?mpfen. Zu den Biozid-Produkten geh?ren z. B. Desinfektionsreiniger oder Schimmelentferner, welche Krankheitserreger oder Schimmelpilze abt?ten sollen.

Biozide Stoffe k?nnen jedoch, wenn sie in erheblichen Mengen in die Kanalisation gelangen, die Funktion biologischer Kl?ranlagen beeintr?chtigen, so dass die Reinigungsleistung der Kl?ranlagen verringert wird und Schadstoffe in die Oberfl?chengew?sser gelangen k?nnen. Weiterhin k?nnen sie sch?dlich auf Wasserlebewesen wirken und Probleme bei der Trinkwasseraufbereitung verursachen.

Citrate

Citronens?ure und deren Salze, besonders Natriumcitrat, sind gute ⁠Komplexbildner⁠. Sie werden h?ufig in sauren Sanit?rreinigern verwendet. Im steigenden Ma?e werden sie zus?tzlich in Verbindung mit Zeolith A als Co-Builder (Gerüststoffe) in pulverf?rmigen Waschmitteln eingesetzt. Citrate werden auch in Flüssigwaschmitteln verwendet. Durch die Komplexierung von Calcium- und Magnesiumionen verhindern sie die Bildung von Kalkseife.

 

D bis F

Duftstoffe/Parfüm?le

Duftstoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln sollen dem Produkt einen angenehmen Duft verleihen und gleichzeitig unangenehme Gerüche der Komponenten oder der Waschlauge überdecken. Duftstoffe in Waschmittel oder Weichspüler verleihen zus?tzlich der gewaschenen feuchten und der schrankfertigen W?sche einen Duft. Verschiedene dieser Stoffe wie zum Beispiel Limonen oder Geraniol k?nnen Allergien ausl?sen. Informationen darüber, ob das Produkt Duftstoffe enth?lt, finden sich auf der Verpackung. Eine Kurzinformation zu Duftstoffen in Wasch- und Reinigungsmitteln k?nnen Sie hier herunterladen.

Enzyme

Enzyme sind Proteine oder Eiwei?k?rper, die durch katalytische Wirkung chemische Stoffe umzuwandeln verm?gen. Ein spezielles Enzym vermag nur eine spezielle chemische Struktur zu spalten, die Spaltprodukte werden durch die Tenside anschlie?end abgel?st. Heute sind in Waschmitteln und Maschinengeschirrspülmitteln unterschiedliche Enzyme im Einsatz. Amylasen beseitigen st?rkehaltige Speisereste von Textilien oder Geschirr. Cellulasen führen indirekt zu einer verbesserten Schmutzabl?sung bei Baumwolle und anderen Cellulosefasern, da sie amorphe Anteile der Cellulose und abstehende Mikrofibrillenbündel abl?sen. Lipasen k?nnen natürliche Fette und ?le schon bei niedrigen Temperaturen auf der zu reinigenden Oberfl?che und in der Waschlauge spalten, so dass diese Verschmutzungen wesentlich leichter zu entfernen sind. Proteasen sind die am l?ngsten und h?ufigsten in Waschmitteln und Maschinengeschirrspülmitteln eingesetzten Enzyme. Sie spalten proteinhaltige Verschmutzungen wie zum Beispiel Blut, Milch, Ei oder Kakao, die h?ufig durch Alterung nur sehr schwer aus- bzw. abzuwaschen sind.

Die Wirkung der Enzyme ist im Temperaturbereich von ca. 40° bis 60°C optimal. Neu entwickelte Enzyme wirken auch bei geringeren Temperaturen bereits gut.

Farbstoffe

Farbstoffe haben die Aufgabe, dem Wasch- und Reinigungsmittel ein ansprechendes Aussehen zu geben, gleichzeitig werden die gro?technisch bedingten Nuancierungen der Eigenfarbe überdeckt.

Füllstoffe/Stellmittel

Als Füllstoff oder Stellmittel für pulverf?rmige Produkte wird im allgemeinen Natriumsulfat verwendet. Es soll für eine gute Rieself?higkeit, gute Dosierbarkeit und L?slichkeit des Produktes sorgen, hat aber auf die Reinigungswirkung selbst keinen Einfluss. Natriumsulfat tr?gt zur Aufsalzung der Gew?sser bei, da es nicht biologisch abgebaut werden kann. Eine Folge der Aufsalzung ist die Artenverarmung der Gew?sser.

 

G bis N

Komplexbildner

Komplexbildner zum Beispiel Citrate, Phosphate, Phosphonate, Carboxylate, EDTA oder NTA werden zum Enth?rten von Wasser und zur Unterstützung der Reinigungswirkung von Produkten verwendet. Stark kalkhaltiges Wasser erschwert den Reinigungsprozess, da viele Tenside durch die Wasserh?rte in ihrer Wirksamkeit eingeschr?nkt werden. Da die früher überwiegend benutzten Phosphate über das Abwasser in die Gew?sser gelangten, dort zu vermehrtem Algenwachstum und in der Folge zur Sauerstoffarmut der Gew?sser führten, verzichtet man heute weitestgehend auf Phosphate und ersetzt sie in den Produkten zum Beispiel durch die ?kologisch unbedenklichen Citrate. Durch Auswahl moderner, wasserh?rte-unabh?ngiger Tenside kann zum Teil ganz auf Komplexbildner verzichtet werden.

Konservierungsmittel

Um die Haltbarkeit von flüssigen oder past?sen Wasch- und Waschhilfsmitteln sicherzustellen, werden sie teilweise mit geringen Zus?tzen chemischer Stoffe versehen, die die Entwicklung und das Wachstum von Bakterien und Pilzen, wie zum Beispiel Schimmel- und F?ulniserregern, verhindern.

Korrosionsinhibitoren

Falls Teile aus Aluminium mit der stark alkalischen Waschflotte in Berührung kommen, sind Korrosionssch?den die Folge. Dem Waschmittel werden deshalb Korrosionsinhibitoren wie Silikate, organische Salze, Tenside oder Fetts?uren zugesetzt.

L?semittel

L?semittel sind Flüssigkeiten, die Wirkstoffe l?sen, ohne deren Zusammensetzung zu ver?ndern, z.?B. Aceton, Alkohol, Benzin, Glykole oder Wasser. Sie tragen zur Reinigung bei und verflüchtigen sich nach der Anwendung. L?semittel beseitigen vor allem hartn?ckig haftenden Schmutz wie ?l, Fett, Wachs, Teer, alte Pflegemittelschichten, Farben, Lacke und Klebstoffe. Vielfach sind sie auch zur Herstellung von Emulsionen zusammen mit Paraffin?l, Fetten, Wachsen usw. in Produkten zur M?bel-, Schuh-, Fu?boden- und Autopflege notwendig. Aufgrund einer freiwilligen Vereinbarung verzichten die Hersteller von Putz- und Pflegemitteln auf den Einsatz von zwar sehr wirksamen, aber gesundheitlich bedenklichen, leicht flüchtigen L?semitteln wie Chlorkohlenwasserstoffe. Nicht wassermischbare L?semittel, z.B. Benzine, dürfen nicht in das Abwasser gelangen.

Natriumcarbonat/Soda

Für eine gute Schmutzentfernung ist ein m?glichst hoher ⁠pH-Wert⁠ der Waschflotte erforderlich. Die notwendige Alkalit?t des Waschmittels wird entweder durch die verwendeten Enth?rter (Natriumtriphosphat, Schichtsilikate), durch alkalische Bleichmittel (Natriumpercarbonat) oder durch Zusatz von Waschalkalien (Natriumcarbonat) erreicht.

Natriumhypochlorit

Natriumhypochlorit ist in verschiedenen alkalischen Sanit?rreinigern zum Bleichen und Desinfizieren enthalten. Es kann beim fahrl?ssigen Umgang, zum Beispiel in Verbindung mit sauren WC-Reinigern, giftiges Chlorgas bilden. Weiterhin wird es in verschiedenen gewerblichen Maschinengeschirrspülmitteln verwendet. Aus Umweltsicht k?nnen Hypochlorite im Abwasser zur Bildung unerwünschter chlorierter Kohlenwasserstoffe beitragen.

 

O bis P

?le und Fette

?le und Fette pflanzlichen und tierischen Ursprungs, aber auch Mineral?l und Silikon?l sind Bestandteile von Pflegemitteln. Sie bieten Korrosionsschutz, weisen Wasser ab, erleichtern das Polieren und schützen die Werkstoffoberfl?che, zum Beispiel gegen Einbrennsch?den.

Optische Aufheller

Die als Wei?t?ner in Waschmitteln eingesetzten optischen Aufheller ziehen auf die Faser auf und verm?gen, das für das menschliche Auge unsichtbare ultraviolette Licht in sichtbares blaues Licht umzuformen. Dieses zus?tzliche blaue Licht gibt zusammen mit der Komplement?rfarbe Gelb der W?sche ein besonders strahlendes Wei?. Optische Aufheller ziehen beim Waschen auf die Faser auf und verbleiben dann auf der W?sche. Sie haben dementsprechend keinerlei Waschwirkung. Optische Aufheller sind biologisch schwer abbaubar. Sie werden zum gr??ten Teil durch Adsorption am Kl?rschlamm aus dem Abwasser entfernt.

Organische und anorganische S?uren

Ameisen-, Amidosulfon-, Citronen-, Milch-, Phosphor- oder Salzs?ure werden Reinigungsmitteln in geeigneten Konzentrationen beigefügt, um kalkhaltige Verschmutzungen zu beseitigen. Sie verfügen teilweise über desinfizierende Eigenschaften. Organische S?uren sind sehr gut biologisch abbaubar.

Phosphate

Phosphate (haupts?chlich Polyphosphate wie Pentanatriumtriphosphat) k?nnen in Maschinengeschirrspülmitteln mehrere Funktionen übernehmen. Sie bewirken, dass die H?rtebildner des Wassers komplexiert werden und der optimale ⁠pH-Wert⁠ für den Reinigungsvorgang gew?hrleistet wird. Des Weiteren werden Schmutzpartikel suspendiert, wodurch eine erneute Anlagerung an die Oberfl?che verhindert werden kann.

In Deutschland werden auf Grund der Phosphath?chstmengenverordnung von 1980 und durch weiter gehende freiwillige Ma?nahmen der Waschmittelindustrie keine Phosphate mehr in Haushaltswaschmitteln eingesetzt.

Lag der Verbrauch von Phosphaten 1975 aufgrund des Einsatzes von Pentanatriumtriphosphat als Builder in Haushaltswaschmitteln noch bei 276 000 t, so sank er 1993, nachdem sich die phosphatfreien Haushaltswaschmittel durchgesetzt hatten,? auf nur noch 4 000 t im Haushaltsbereich. Seit dem stieg der Phosphatverbrauch im Haushaltsbereich vor allem wegen der Phosphate in Maschinengeschirrspülmitteln wieder auf ca. 31.860 t im Jahr (Quelle: IKW, Bezugsjahr 2008) an.

Phosphonate

Phosphonate dienen als Bleichstabilisatoren , da sie als starke ⁠Komplexbildner⁠ die F?higkeit besitzen, Schwermetall-Ionen zu binden und unterstützen dadurch die Bleiche. Die Lagerf?higkeit von Bleichmitteln wird bereits durch Spuren von Schwermetall-Ionen stark herabgesetzt. Phosphonate sind biologisch schwer abbaubar . Sie werden allerdings nur in verh?ltnism??ig geringen Mengen (2.900 Tonnen im Jahr 1999) verwendet.

Polycarboxylate

Als Polycarboxylate bezeichnet man die wasserl?slichen Salze der langkettigen Polycarbons?uren. Sie werden in phosphatfreien Waschmitteln in Verbindung mit Zeolith A als Co-Builder (Gerüststoffe) eingesetzt, um die F?llung schwerl?slicher Erdalkalisalze zu verhindern. Ein Niederschlag auf der W?sche oder den Heizst?ben der Waschmaschine wird dadurch vermieden. Darüber hinaus verbessern sie als Vergrauungsinhibitoren die Farbbrillanz der W?sche. Die in Wasch- und Waschhilfsmitteln eingesetzten Polycarboxylate sind biologisch schwer abbaubar, werden aber in Kl?ranlagen durch F?llung und Adsorption zu über 90% entfernt.

Polymere

Polymere sind glanz- oder schutzgebende Kunststoffe wie Polystyrol, Polyacrylate, Polyurethane und Polyethylene, die als w?ssrige Mischungen in Pflegemitteln verwendet werden. Nach Verdunsten des Wassers entstehen mechanisch widerstandsf?hige, hochgl?nzende Schutzfilme, die eine schnelle Wiederanschmutzung verhindern sollen. Polymere unterliegen nur zum Teil biologischen Abbauprozessen. Sie werden an den Kl?rschlamm gebunden.

 

Q bis Z

Seifen

Die Seife, das ?lteste Waschmittel überhaupt, z?hlt mit zur Klasse der anionischen Tenside. In Flüssigwaschmitteln wird sie als Waschaktivsubstanz und Wasserenth?rter eingesetzt; sie leistet dort zudem einen Beitrag zur Weichheit der W?sche. Ihre Aufgabe in Waschpulvern hat sich im Laufe der Zeit ver?ndert. Nach Einführung der Trommelwaschmaschinen und damit der schaumgesteuerten Waschmittel wurden Seifen als Schaumregulatoren eingesetzt. Seifen werden biologisch gut abgebaut.

Silikate

In Wasch- und Reinigungsmitteln kommen haupts?chlich Natriumsilikate zum Einsatz. Die durch sie bedingte Alkalit?t verst?rkt die Reinigungskraft. Darüber hinaus dienen sie als Korrosionsinhibitoren gegenüber bestimmten Maschinenbauelementen. Silikate sind natürliche Mineralien, die auch in gro?en Mengen in der Natur vorkommen. Sie sind nicht toxisch und verursachen keine ⁠Eutrophierung⁠.

Tenside

Alle Tenside haben einen langen hydrophoben, wasserabweisenden Kohlenwasserstoffrest und eine hydrophile, wasserliebende Molekülgruppe. Aus dieser Struktur resultieren die besonderen Eigenschaften der Tenside, sich bevorzugt an Grenzfl?chen wie Wasser/Luft oder Wasser/Schmutz?(?l) anzureichern. Sie verm?gen dabei die Oberfl?chenspannung des Wassers herabzusetzen. Dadurch kommt es zu einer Benetzung der Faser durch das Wasser und zum Abheben der Verschmutzung von der Faser. Weiterhin halten Tenside den Schmutz in der Schwebe. Sie dispergieren beziehungsweise emulgieren den Schmutz, ohne dass er wieder auf die Faser aufzieht.

Man unterscheidet je nach Art der Ladung des hydrophilen Teiles des Tensids zwischen anionischen, nichtionischen, kationischen und amphoteren Tensiden.

Die anionischen Tenside stellen die Hauptkomponente der Waschaktivsubstanzen in den meisten heutigen Wasch- und Waschhilfsmitteln dar. Die Wasch- und Reinigungswirkung von nichtionischen Tensiden kommt besonders bei synthetischen Fasern und bei niedrigen Waschtemperaturen zur Geltung. Zus?tzlich weisen nichtionische Tenside an Synthetic-Geweben vergrauungs- und verf?rbungsinhibierende Effekte auf.

Die Waschwirkung von kationischen Tensiden ist im neutralen und alkalischen pH-Bereich schlechter als die von reinem Wasser. Sie machen Textilien weich und geschmeidig, verringern die Trocknungszeit und erleichtern das Bügeln. Au?erdem rüsten sie die W?sche antistatisch aus. Kationische Tenside werden vornehmlich in Weichspülern eingesetzt, deren Hauptkomponente sie sind. Bestimmte kationische Tenside haben eine ausgepr?gte biozide Wirkung und werden als Desinfektions- oder Konservierungsmittel eingesetzt.

Die derzeit wichtigsten amphoteren Tenside sind die Alkylbetaine. Sie besitzen sehr gute waschtechnische Eigenschaften, sind wenig toxisch und gut hautvertr?glich.

Verf?rbungsinhibitoren

Beim Waschen von Textilien aus Cellulosefasern, zum Beispiel Baumwolle, Leinen oder Viskose verhindert der Verf?rbungsinhibitor in der Regel, dass auslaufende Farben diese Textilien anf?rben. Als Verf?rbungsinhibitor in Waschmitteln wird h?ufig Polyvinylpyrrolidon eingesetzt.

Wachse

Wachse sind organische Substanzen, die polierbar, glanzgebend und wasserabweisend sind. Sie bilden auf Lack und anderen Oberfl?chen eine dauerhafte Schutzschicht. Verwendet werden vor allem Bienen-, Carnauba-, Montan- und Polyethylenwachse. Wachse werden wie Polymere an Kl?rschlamm gebunden.

W?schesteifen

Naturst?rken, modifizierte St?rken und synthetische Polymere werden zur W?schenachbehandlung bei solchen waschbaren Textilien eingesetzt, bei denen eine steife und füllige Formgebung der W?sche erwünscht ist, z.?B. bei Hemdkragen oder ?hnlichem.

Weichmacher

Weichmacher sorgen dafür, dass Pflegemittel und Materialien nicht spr?de werden. Sie unterliegen biologischen Abbauprozessen.

Zeolithe

Als Zeolithe bezeichnet man Natriumaluminiumsilikate unterschiedlicher Zusammensetzung. Je nach Aufbau der Kristalle wird zwischen Zeolith A, Zeolith P, Zeolith X und anderen Typen unterschieden, die die Calcium- und Magnesiumionen des Wassers binden und Kalkablagerungen auf der W?sche und der Waschmaschine verhindern. Zeolithe erm?glichen es, auf Phosphate in Waschmitteln v?llig zu verzichten. Um die Leistung des Pentanatriumtriphosphats zu erreichen, werden noch Alkalibildner (Natriumcarbonat oder Natriumsilikat) und Co-builder (Polycarboxylate) ben?tigt.