Belastung des Menschen ermitteln

Reagenzglas mit einer Blutprobe wird im Labor mit einer weiteren Flüssigkeit aufgefülltzum Vergr??ern anklicken
Einflüsse der Umwelt auf die menschliche Gesundheit k?nnen auf verschiedene Weise untersucht werden.
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Prinzipiell hofft jeder Mensch, dass die Umwelt nur positiven Einfluss auf seinen K?rper und sein Leben hat. Manchmal k?nnen Umwelteinflüsse aber auch so stark werden, dass sie zur Belastung führen. Welche Methoden wendet die Wissenschaft an, um Ursachen und Wirkungen von Belastungen zu erkennen, und Belastungsrisiken zu bewerten?

Methoden der Untersuchung und Bewertung

Einflüsse der Umwelt auf die menschliche Gesundheit k?nnen auf verschiedene Weise untersucht werden.

Zun?chst muss festgestellt werden, welchen Einflüssen die Menschen (oder ersatzweise Tiere, Organe oder Zellsysteme) wie stark und wie lange ausgesetzt sind (Expositionssch?tzung). Das Human-Biomonitoring untersucht die Konzentration von Stoffen in K?rperflüssigkeiten (Blut, Urin, Speichel) oder anderen k?rpereigenen Materialien (Haare, Organproben). Damit wird die ?innere Exposition” erfasst, also das, was von au?en in den K?rper gelangt ist.

In einem weiteren Schritt muss erfasst werden, welche Ver?nderungen (zum Beispiel Symptome, Krankheiten, Sterbef?lle) durch die ⁠Exposition⁠ auftreten (Wirkungserfassung).

Im dritten Schritt werden Zusammenh?nge zwischen der Exposition und den Wirkungen untersucht. Die Epidemiologie beobachtet, was unter welchen Bedingungen in der Bev?lkerung geschieht. Die Toxikologie untersucht die Wirkung von Schadstoffen unter kontrollierten Laborbedingungen meist im Tierversuch oder an isolierten Organen, Zellverb?nden oder einzelnen Zellen.

Dabei wird mit statistischen Methoden versucht, den Zusammenhang zwischen einer bestimmten Exposition und den gefundenen Wirkungen zu erkennen, zu beschreiben und gr??enm??ig zu bestimmen (Dosis-Wirkungs-Beziehung). Dabei kann man die Wahrscheinlichkeit angeben, mit der der gefundene Zusammenhang keine inhaltliche Bedeutung hat, sondern dem Zufall zuzuschreiben ist. Je nach Fragestellung wird diese zul?ssige ?Irrtumswahrscheinlichkeit” auf 5 Prozent oder geringer festgelegt. Sie wird üblicherweise kurz? als ?p” bezeichnet (von Probabilit?t, dass hei?t Wahrscheinlichkeit) und als Dezimalbruch angegeben, bei einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 Prozent also p = 0,05.

Bei der Bewertung des Risikos müssen die Unsicherheiten auf allen Stufen, also bei der Erfassung der Exposition und der Wirkungen sowie bei der Dosis-Wirkungs-Beziehung, berücksichtigt werden.