Epidemiologie

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Bei epidemiologischen Studien wird die Bev?lkerung in einer realen Situation untersucht
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Die Epidemiologie untersucht die H?ufigkeit von Krankheiten, Gesundheitsst?rungen oder anderen gesundheitsbezogenen Merkmalen in (Gruppen) der Bev?lkerung und sucht Beziehungen zu m?glichen Ursachen. Wie wird das gemacht?

Epidemiologie

Die Epidemiologie untersucht die H?ufigkeit von Krankheiten, Gesundheitsst?rungen oder anderen gesundheitsbezogenen Merkmalen in (Gruppen) der Bev?lkerung und sucht Beziehungen zu m?glichen Ursachen. Dabei k?nnen ein Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt an verschiedenen Orten (Querschnittstudie) oder eine Entwicklung in genau definierten Bev?lkerungsgruppen w?hrend einer festgelegten Beobachtungsperiode (Kohortenstudie) vergleichend beschrieben und zu m?glichen Einflussfaktoren in Beziehung gesetzt werden.

Bei Zeitreihen-Analysen wird die beobachtete Kohorte nicht auf individueller Basis definiert, sondern zum Beispiel die Bev?lkerung einer Stadt oder eines Stadtteils wie eine Kohorte betrachtet. Für einen festgelegten Beobachtungszeitraum werden Zeitreihen der ⁠Exposition⁠ (zum Beispiel Tagesmittelwerte der Feinstaubkonzentration) und der Wirkung (zum Beispiel t?gliche Todesf?lle; diese Daten haben den praktischen Vorteil, dass sie sowieso registriert werden und deshalb auch für gro?e Studien ohne gro?en Aufwand erh?ltlich sind) erfasst und zu einander in Beziehung gesetzt.?

Bei Fall-Kontroll-Studien werden Unterschiede in H?ufigkeit und Intensit?t vermuteter Einflussfaktoren bei F?llen (zum Beispiel erkrankten Personen) und Kontrollen (nach Alter, Geschlecht, sozialer Stellung usw. vergleichbare Personen ohne die entsprechende Erkrankung) untersucht, um Rückschlüsse auf m?gliche Ursachen ziehen zu k?nnen.

In kontrollierten Expositionsstudien an Freiwilligen oder im Tierversuch werden bis auf die untersuchte Einflussgr??e alle anderen Bedingungen konstant gehalten. Unterschiede in der Wirkung müssen daher bei richtiger Durchführung mit der Ver?nderung der einen untersuchten Einflussgr??e zusammenh?ngen. Dies ist jedoch vom Aufwand her nicht beliebig lange durchführbar, und viele Wirkungen k?nnen aus ethischen oder praktischen Gründen so nicht untersucht werden.

Bei epidemiologischen Studien wird die Bev?lkerung in einer realen Situation untersucht. Es gibt nicht das Problem der übertragbarkeit der Ergebnisse vom Tier auf den Menschen oder von ausgew?hlten Freiwilligen auf die Gesamtbev?lkerung oder bestimmte Gruppen, von der Wirkung hoher Konzentrationen der einwirkenden Stoffe auf die Effekte geringerer Konzentrationen oder von Kurzzeitexpositionen auf Langzeitexposition. Aber im wirklichen Leben k?nnen die Randbedingungen nicht kontrolliert werden. Was gefunden wird, ist das Ergebnis vieler Einflussfaktoren, die auch nicht immer bekannt sind. Deshalb ist es viel schwieriger als bei kontrollierten Expositionsstudien, zu entscheiden, ob ein gefundener statistischer Zusammenhang urs?chlich (kausal) ist oder nicht. Epidemiologische Studien k?nnen Kausalit?t nie beweisen, aber doch wahrscheinlich machen, wenn bestimmte Anforderungen erfüllt sind. Zur Prüfung der Kausalit?t werden oft die Kriterien herangezogen, die Sir Austin Bradford Hill (?Hill-Kriterien”) 1965 genannt hat (unter anderem St?rke des statistischen Zusammenhanges, Spezifit?t der Wirkungen, mehrere übereinstimmende Beobachtungen, Dosis-Abh?ngigkeit, richtige zeitliche Reihenfolge von Ursache und Wirkung).