Weichmacher

zwei Krabbelkinder spielen mit Plastikspielzeug auf dem Boden eines Raumeszum Vergr??ern anklicken
Plastikspielzeug kann gesundheitsbedenkliche Chemikalien enthalten
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FAQ

  • Was sind PBT/vPvB-Stoffe?

    Das sind Chemikalien, die persistent (P), bioakkumulierend (B) und toxisch (T) oder sehr persistent (vP) und sehr bioakkumulierend (vB) sind. Das hei?t, sie werden nur sehr schlecht in der Umwelt abgebaut (=persistent), reichern sich in Organismen und damit in der Nahrungskette an (=bioakkumulierend) und sind giftig (=toxisch) für Menschen oder Organismen in der Umwelt. Grunds?tzlich ist der Eintr… weiterlesen

  • Werden die Ergebnisse für die Untersuchungsorte einzeln ausgewertet?

    Eine separate Auswertung für die einzelnen Untersuchungsorte wird nicht stattfinden, da die zuf?llig ausgew?hlten Kinder und Jugendlichen nicht repr?sentativ für die Kinder und Jugendlichen der einzelnen Gemeinden sind. weiterlesen

  • Wie erfahre ich, ob Verbraucherprodukte fortpflanzungssch?digende Phthalate enthalten?

    Bei Verbraucherprodukten haben Verbraucherinnen und Verbraucher die M?glichkeit, beim Hersteller, Importeur oder Handel nachzufragen, ob fortpflanzungssch?dliche Phthalate enthalten sind. Das ⁠UBA⁠ hat mit der Internetseite http://www.reach-info.de/auskunftsrecht.htm ein entsprechendes Antragsformular zur Verfügung gestellt. Verbraucher und Verbraucherinnen brauchen lediglich den Str… weiterlesen

  • Wie k?nnen sich Verbraucherinnen und Verbraucher vor einer hohen DEHP-Aufnahme schützen?

    Alle Grundnahrungsmittel wie Fette, Brot, Obst, Gemüse und Milch bzw. Milchprodukte k?nnen Weichmacher enthalten. Verbraucherinnen und Verbraucher k?nnen nicht wissen, ob ein Lebensmittel belastet ist. Dies kann nur mittels einer labortechnischen Untersuchung feststellt werden. In der Regel enthalten Lebensmittel keine gesundheitsgef?hrdenden Konzentrationen.Verbraucherinnen und Verbrauchern, die… weiterlesen

  • Wer überwacht die Verbote für fortpflanzungssch?digende und weitere besorgniserregende Phthalate?

    Für die überwachung der Verbote sind in Deutschland die überwachungsbeh?rden der Bundesl?nder zust?ndig. Diese sind meist in den Umwelt- oder Verbraucherschutzministerien der L?nder angesiedelt. weiterlesen

  • In welchen Produkten ist der Einsatz von Phthalaten verboten?

    Aufgrund ihrer gesundheitssch?dlichen Eigenschaften sind einige Phthalate in bestimmten Verbraucherprodukten verboten.Die fortpflanzungsgef?hrdenden Phthalate DEHP, DBP und BBP sind in der EU seit 2005 generell in Babyartikeln und Spielzeug verboten. Weitere besorgniserregende Phthalate, die oft als Alternativen zu den bereits genannten eingesetzt werden, wie DINP, DIDP und DNOP (Di-n-octylphthala… weiterlesen

  • K?nnen Lebensmittel durch Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff mit Phthalaten belastet sein?

    In der Vergangenheit wurden Phthalate auch in Lebensmittelverpackungen wie Twist-Off-Deckeln oder Frischhaltefolien verwendet. Aus diesen sind sie in die Lebensmittel übergegangen. Das ⁠BfR⁠ hat bereits 2005 empfohlen, dass DEHP nicht mehr in Materialien zur Lebensmittelverpackung eingesetzt werden darf. Seit 2007 gelten für bestimmte fortpflanzungsgef?hrdende Phthalate – wie DEHP –… weiterlesen

  • Wie sieht es mit Ersatzstoffen aus?

    Als Alternativen zur Verwendung von fortpflanzungsgef?hrdenden Phthalaten gibt es zahlreiche toxikologisch weniger bedenkliche Phthalate wie DINP und DIDP. Diese alternativen Stoffe haben einen h?heren TDI tolerierbare t?gliche Aufnahme), d.h. die Menge, die ein Leben lang t?glich ohne Gesundheitsrisiko aufgenommen werden kann, ist deutlich h?her als bei dem Phthalat DEHP. Das gilt auch für zahlre… weiterlesen

  • Wieso sind Lebensmittel und Hausstaub mit Phthalaten belastet?

    Phthalate sind in Weich-PVC chemisch nicht fest gebunden. Sie k?nnen aus Produkten ausdünsten oder im Kontakt mit anderen Materialien – vor allem mit Fetten und ?len – in diese übergehen. Derartige überg?nge finden statt, wenn Lebensmittel in Materialien aus Weich-PVC verpackt werden. Phthalate k?nnen auch w?hrend der Verarbeitung in die Lebensmittel gelangen, z.B. wenn ?l durch phthalathaltige PV… weiterlesen

  • Besteht ein gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher durch die Phthalataufnahme aus Lebensmitteln und anderen Quellen?

    ?Das ⁠BfR⁠ hat die DEHP-Aufnahme, stellvertretend für weitere Phthalate, abgesch?tzt. Dazu wurden Daten zum Verzehrsverhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland sowie die verschiedenen Aufnahmepfade über 37 Lebensmittelgruppen, Spielzeug, Verbraucherprodukte aus Kunststoffen wie Schuhe, Kosmetika, Textilien, Hausstaub und die Innenraumluft von Autos berücksichti… weiterlesen

  • Wird die Phthalatbelastung der deutschen Bev?lkerung regelm??ig beobachtet?

    Das Umweltbundesamt führt regelm??ig Studien durch, in denen die Abbauprodukte von Phthalaten in Urinproben von Kindern und Erwachsenen gemessen werden. In der Umweltprobenbank des Bundes wurden in nahezu s?mtlichen untersuchten Urinproben Abbauprodukte von Phthalaten nachgewiesen. Diese Ergebnisse stimmen mit den Untersuchungen in anderen Industriel?ndern überein.Ziel der Umweltprobenbank ist es… weiterlesen

  • Was sind Phthalate, wozu dienen sie?

    Phthalate sind Verbindungen der Phthals?ure (1,2-Benzoldicarbons?ure) mit verschiedenen Alkoholen (Phthals?ureester). Phthalate werden vor allem als Weichmacher für Kunststoffe eingesetzt. Erst ihre Zugabe verleiht dem an sich harten und spr?den Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) elastische Eigenschaften und erm?glicht, dass er als Weich-Kunststoff eingesetzt wird. Die chemische Industrie produzie… weiterlesen

  • Welche Phthalate werden h?ufig in Kunststoffen verwendet?

    Di-isodecylphthalat (DIDP)Di-isononylphthalat (DINP)Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP)Dibutylphthalat (DBP)Di-isobutylphthalat (DIBP)Benzylbutylphthalat (BBP)DPHPDEHP war lange Zeit das am h?ufigsten verwendete Phthalat. Wegen seiner fortpflanzungsgef?hrdenden Eigenschaften und der diesbezüglichen ?ffentlichen Diskussion ersetzte die Industrie in den vergangenen Jahren DEHP teilweise durch die toxiko… weiterlesen

  • Gehen von Phthalaten gesundheitliche Risiken aus?

    Die verschiedenen Phthalate haben unterschiedliche Wirkungen auf den Organismus. Einige Vertreter dieser Stoffgruppe werden als endokrine Disruptoren bezeichnet, die durch Ver?nderung des Hormonsystems die Gesundheit sch?digen k?nnen. Einige Phthalate k?nnen beispielsweise die m?nnliche Fortpflanzungsf?higkeit beeintr?chtigen. Die Mitgliedsstaaten der Europ?ischen Union (EU) stuften beispielsweise… weiterlesen

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Weichmacher sind Stoffe, die spr?den Materialien zugesetzt werden, um sie weich, biegsam oder dehnbar zu machen, damit sie einfacher zu bearbeiten sind oder bestimmte Gebrauchseigenschaften erreichen. Sie sind in gro?en Mengen in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen enthalten. Auch bei der Textilveredlung ...

Inhaltsverzeichnis

 

Was sind Weichmacher?

Weichmacher sind Stoffe, die spr?den Materialien zugesetzt werden, um sie weich, biegsam oder dehnbar zu machen, damit sie einfacher zu bearbeiten sind oder bestimmte Gebrauchseigenschaften erreichen. Sie sind in gro?en Mengen in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen enthalten. Auch bei der Textilveredlung spielen weichmachende Substanzen eine Rolle, um die Griffigkeit und Geschmeidigkeit zu verbessern. Die Weichmacher k?nnen aus dem Material austreten. Sie gelangen dabei in die Umwelt und aus verschiedenen Produkten auch in die Nahrung. Daher k?nnen sie in nennenswertem Umfang mit der Nahrung aufgenommen werden. Die direkte Aufnahme über die Haut ist nur bei den kurzkettigen Phthalatestern ausgepr?gt, bei den übrigen Phthalatestern ist sie beim Menschen von untergeordneter Bedeutung.?

Als Weichmacher setzt die Industrie sehr unterschiedliche Stoffe ein, mengenm??ig überwiegen gegenw?rtig noch schwerflüchtige Phthals?ureester. Es k?nnen aber auch Weichharze, ?lartige Stoffe oder Naturstoffe wie Kampfer, Rizinus?l oder Zitrate genutzt werden. Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) ist als Weichmacher für PVC noch in gro?en Mengen und in sehr vielen Produkten des Alltags im Einsatz. DEHP-haltiges PVC ist auch Bestandteil zahlreicher Medizinprodukte, zum Beispiel Infusionsschl?uchen und Magensonden. In Spielzeug für Kinder ist dieser Weichmacher verboten.

Wegen verschiedener negativer Einsch?tzungen – unter anderem stufte eine EU-Arbeitsgruppe DEHP als fruchtsch?digend und fruchtbarkeitssch?digend ein – hat die europ?ische Kunststoffindustrie den DEHP-Anteil am Weichmacherverbrauch zwischen 1999 und 2004 von 42 auf 22 Prozent gesenkt. Die Verwendung von DEHP sinkt weiter. Stattdessen werden vermehrt l?ngerkettige Phthalate wie Diisononylphthalat und Diisodecylphthalat genutzt, die nach EU-Kriterien nicht kennzeichnungspflichtig sind und gegenw?rtig hinsichtlich ihrer Wirkungen auf die menschliche Gesundheit günstiger beurteilt werden.?

Um bestimmte Materialeigenschaften zu erreichen, kombinieren Hersteller h?ufig verschiedene Typen von Weichmachern. Hierzu werden unter anderem Chlorparaffine, Phosphors?ureester, Fetts?ureester, Hydroxycarbons?ureester oder Polyester eingesetzt. Auch einige der in diesen Weichmachern enthaltenen Stoffe sind hinsichtlich ihrer Wirkungen auf Mensch oder Umwelt bedenklich. Ihre Anwendungsmengen k?nnten zukünftig weiter steigen.

Neben Produkten, bei denen der Weichmacher beigemischt wird, gibt es auch solche, in denen er durch Copolymerisation fest und dauerhaft mit dem Kunststoff verbunden ist. Weichmachereintr?ge in die Umwelt sind aus dieser Art Kunststoffe bisher nicht nachgewiesen worden.

 

Weichmacher im Innenraum

Bedeutende Quellen für Weichmacher in der Innenraumluft und im Hausstaub sind ?Bauprodukte wie Fu?bodenbel?ge, Handl?ufe, Tür- und Fensterdichtungen, sofern sie Hart- oder Weich-PVC enthalten, Elektrokabel, manche M?bel, die unter Verwendung phthalathaltiger Kleber oder Farben hergestellt worden sind und Einrichtungsgegenst?nde, Badewannen- und Duscheinlagen sowie Duschvorh?nge. Verbraucherinnen und Verbraucher k?nnen versuchen, weitgehend auf mit Weichmachern versetzte Kunststoffe, vor allem auf Weich-PVC, zu verzichten und auf andere Produkte, zum Beispiel aus Polyethylen (PE) auszuweichen.

 

Belastung der Bev?lkerung

Das Umweltbundesamt untersucht unter anderem im Umwelt-Survey und der Teilbank Humanproben der Umweltprobenbank seit vielen Jahren die Belastung Erwachsener und? Kinder mit Phthalaten und anderen Schadstoffen. Die Befunde der Pilotstudie zum Kinder-Umwelt-Survey im Jahr 2001 zeigten, dass bei einigen Kindern, vorwiegend Jungen, die duldbare t?gliche Aufnahmemenge von DEHP überschritten ist. Ein Zusammenhang zwischen den DEHP-Gehalten im Hausstaub und der inneren Belastung der Kinder lie? sich jedoch nicht feststellen.

Auch in den n?chsten Jahren wird das Thema Weichmacherbelastung in Forschungsprojekten – gef?rdert vom Umweltbundesamt – bearbeitet .Die bereits vorliegenden Ergebnisse hat das Umweltbundesamt als übersicht zusammengefasst sowie in weiteren Publikationen ver?ffentlicht. Die Human-Biomonitoring-Kommission leitete Referenzwerte zur Beschreibung der Hintergrundbelastung der Bev?lkerung mit DEHP ab und ver?ffentlichte diese.

Weichmacher in den Medien