Feinstaub in Innenr?umen

Hand h?lt eine schon halb zu Asche gewordene Zigarette, von der schwarzer Qualm aufsteigtzum Vergr??ern anklicken
Zigarettenrauch verschlechtert die Luftqualit?t
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Feinstaub kann natürlichen Ursprungs sein oder durch menschliches Handeln erzeugt werden. Da im Innenraum weniger starke Verdünnungseffekte wirken, wie in der Au?enluft, ist die Feinstaubbelastung in der Innenraumluft h?ufig h?her als in der Au?enluft.

Als Hauptquellen für Feinstaubpartikel in der Au?enluft, die durch den Menschen verursacht werden, lassen sich der Kfz-Verkehr, Kraftwerke, Industrie und Hausbrand nennen. Als natürliche Quellen für Feinstaub sind Emissionen aus Vulkanen und Meeren, die Bodenerosion, Wald- und Buschfeuer sowie bestimmte biogene Aerosole?? Viren, Sporen von Bakterien und Pilzen, au?erdem Algen, Zellteile, Ausscheidungen usw.?? zu nennen.

Durch offene und undichte Fenster aber auch durch Anhaftungen an Schuhe und Kleidung gelangt die belastete Au?enluft in die Innenr?ume. Im Innenraum kann die Staubkonzentration durch Emissionsquellen wie?? Rauchen, Kerzen, Staubsaugen ohne Feinstfilter im Luftauslass, Büroger?te, Kochen/Braten, offener Kamin usw.?? vor allem der ultrafeinen Partikel, erheblich erh?ht werden. Da im Innenraum weniger starke Verdünnungseffekte wirken, wie in der Au?enluft, ist die Feinstaubbelastung in der Innenraumluft h?ufig h?her als in der Au?enluft. Zudem sind die Quellen im Innenraum heterogener und h?ngen von der individuellen Nutzung der R?ume ab. In der Au?enluft hingegen, ?hnelt sich h?ufig die H?he der Konzentration und die Partikelzusammensetzung.

Gesundheitliche Wirkung

Es ist erwiesen, dass das Einatmen von Feinstaub negativ auf den Gesundheitszustand des Menschen wirkt. Entscheidend für die gesundheitliche Wirkung von Feinstaub sind im Wesentlichen zwei Eigenschaften der Staubpartikel, die durch die Art der Quelle gepr?gt werden, von der sie emittiert werden.

Zum einen die Partikelgr??e: Je kleiner die Staubpartikel sind, desto gr??er ist das Risiko zu erkranken, da sie auf Grund ihrer Gr??e tiefer in die Atemwege eindringen k?nnen als gr??ere. Dadurch gelangen sie in Bereiche, von wo sie beim Ausatmen nicht wieder ausgeschieden werden. Ultrafeine Partikel k?nnen zudem über die Lungenbl?schen bis in die Blutbahn vordringen und sich über das Blut im K?rper verteilen. In den Lungenbl?schen sind Atmung und Blutkreislauf funktionell und anatomisch sehr eng miteinander verbunden. Deshalb k?nnen St?rungen des einen Systems?? wie etwa entzündliche Ver?nderungen im Atemtrakt?? auch das andere System, also Herz oder Kreislauf, beeintr?chtigen.

Zum anderen die chemische Zusammensetzung der Partikel: An der Partikeloberfl?che anhaftende Metalle und Halbmetalle sowie organische Komponenten (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe = ⁠PAK⁠, Flammschutzmittel, ⁠Pestizide⁠) und andere Stoffe spielen hier eine Rolle.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Untersuchungen festgestellt, dass es keine Feinstaubkonzentration gibt, unterhalb derer keine sch?digende Wirkung zu erwarten ist. Hierin unterscheidet sich Feinstaub von vielen anderen Schadstoffen wie Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid, für die man Werte angeben kann, unter denen keine sch?dlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu erwarten sind.?Nicht nur kurzzeitig erh?hte Konzentrationen führen zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen, gerade l?ngerfristig vorliegende, geringere Konzentrationen wirken gesundheitssch?digend. Die Feinstaubbelastung sollte also so gering wie m?glich sein.

Auch die Innenraumhygiene-Kommission hat eine Stellungnahme zu Feinst?uben in Wohnungen und Schulen verfasst. Darin hei?t es: ?Wegen der sehr vielf?ltigen Quellen, aus denen Feinstaub im Innenraum stammen kann, ist eine gesundheitliche Bewertung der Feinstaubkonzentrationen sehr schwierig. Je nach Quelle des Feinstaubes im Innenraum k?nnen sich sowohl die Partikelgr??e als auch die chemische Zusammensetzung des Staubes stark unterscheiden. Die Innenraumlufthygiene-Kommission geht davon aus, dass ein Teil der Wirkungen als Folge der Partikelgr??e und -oberfl?che, ein anderer als Folge der biologischen und chemischen Zusammensetzung des Feinstaubs auftritt. Feine und ultrafeine Partikel k?nnen bis tief in den menschlichen Atemwegstrakt eindringen. Partikel kleiner als 1-2 Mikrometer Durchmesser gelangen bis in die Lungenbl?schen (Alveolen). Sehr kleine Partikel (ultrafeine Partikel < 100 nm) k?nnen von dort in den Blutkreislauf übertreten und gesundheitliche Probleme verursachen. Haften sch?dliche chemische Substanzen an den Partikeln, k?nnen diese ebenfalls aufgenommen werden. Von Sonderf?llen mit hoher Staubbelastung abgesehen, wei? man derzeit noch recht wenig über konkrete Gesundheitsgefahren bei Feinstaubbelastungen in Innenr?umen. Quantitative Aussagen zum Gesundheitsrisiko der Feinstaubbelastungen in Innenr?umen lassen sich derzeit daher nicht treffen. Die Innenraumlufthygiene-Kommission stellt fest, dass erh?hte Feinstaubkonzentrationen in Innenr?umen hygienisch unerwünscht sind, ohne dass damit bereits eine konkrete Aussage zum Gesundheitsrisiko verbunden ist. Eine Verringerung der Staubkonzentrationen der Luft dient damit der Vorsorge vor vermeidbaren Belastungen.“