Kein Torf in den Topf

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Torffreie Blumenerde ist umweltfreundlicher
Quelle: vaivirga / Fotolia.com

Viele Blumenerden enthalten Torf aus Hochmooren. Doch der Torfabbau zerst?rt die Lebensr?ume vieler Pflanzen und Tiere. Auch fürs Klima ist der Abbau schlecht: Durch die Entw?sserung der Feuchtgebiete entweicht CO2, au?erdem entf?llt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas. Dabei gibt es mit torffreier Blumenerde gute Alternativen.

Wer Garten oder Balkon bepflanzen m?chte, braucht Blumenerde. Viele Blumenerden enthalten jedoch Torf aus Hochmooren – weil er Wasser besonders gut bindet und einen hohen S?uregrad besitzt. Allerdings hat dieser Torf einen hohen Preis für die Umwelt, denn sein Abbau zerst?rt die jahrhundert- bis jahrtausendalten Moore und mit ihm den Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Auch fürs ⁠Klima⁠ ist der Torfabbau schlecht: Durch die Entw?sserung der Feuchtgebiete entweicht CO2, au?erdem entf?llt ein wertvoller Speicher für das ⁠Treibhausgas⁠.?

Auf den hinterlassenen Abbausch?den und den damit verbundenen Kosten bleiben meist die Bauern sitzen. In einigen osteurop?ischen L?ndern wird Torf sehr günstig abgebaut und über weite Entfernungen transportiert, was das Klima zus?tzlich belastet. Um Umwelt und Klima zu schützen, empfiehlt das Umweltbundesamt deshalb torffreie Blumenerde. Orientierung beim Kauf bietet der Einkaufsleitfaden vom BUND, denn Untersuchungen zeigen, dass selbst Bio-Blumenerde bis zu 80 Prozent Torf enth?lt. Umweltfreundlicher ist die Blumenerde mit Kompost, teilweise auch mit Holzfasern, Tonmineralen und Lavagranulat.?

Und Torf hat auch Nachteile: Er nimmt zwar viel Wasser auf, gibt aber wenig wieder ab. Das trocknet den Boden auf Dauer aus. Auch der sehr hohe S?uregrad des Torfs ist nur für wenige Pflanzen f?rderlich. Um die Erde in einen pH-neutralen Bereich zu bringen, muss der S?uregrad mit Kalk ausgeglichen werden.

Somit spart man bei Blumenerde ohne Torf das Kalken. Sollte man dennoch einen h?heren S?uregrad ben?tigen, kann man die Erde mit speziellem Dünger ans?uern. Alternativ bietet sich Blumenerde aus naheliegenden Kompostierungsanlagen an oder der Kompost wird im eigenen Garten angesetzt, um die Blumenerde sp?ter damit anzureichern. Infos zum Kompost im eigenen Garten gibt es in der ⁠UBA⁠-Kompostfibel.

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 Garten  Blumenerde  Torf  Moorschutz  Abtorfung  Naturnaher Gartenbau