Heizger?te

FAQ

  • Wo gibt es Informationen und F?rderm?glichkeiten für den Austausch meiner alten Heizung?

    Die Heizung verbraucht im Haushalt am meisten Energie. Mit dem Wechsel der Heizungsanlage k?nnen Heizkosten und klmasch?dliche Treibhausgase gespart werden. Hier haben wir Ihnen die wichtigsten Tipps zusammengestellt.? weiterlesen

  • Wie betreibe ich Heizger?te energieeffizient?

    Viele Heizungen sind zwar energieeffiziente Ger?te, die aber nicht energieeffizient betrieben werden. So arbeiten zum Beispiel die meisten Brennwertkessel gar nicht im Brennwertbetrieb und verschwenden dann unn?tig Energie und Geld. Bei W?rmepumpen ist das ?hnlich. Grundlage für einen energieeffizienten und kostensparenden Betrieb ist die regelm??ige Wartung und Einstellung der Heizungsanlage, die… weiterlesen

  • In welchen F?llen hilft die Energieverbrauchskennzeichnung bei der Auswahl eines Heizger?ts?

    Die neue Kennzeichnung liefert keine ⁠Prognose⁠ des künftigen Energieverbrauchs oder der m?glichen Energieeinsparung. Die Kennzeichnung gibt die Energieeffizienz neuer Heizger?te unter einheitlichen Bedingungen an. Das ist nützlich, wenn ein Heizger?t ausgew?hlt wird. Die Kennzeichnung dient auch als einfach verst?ndliche Entscheidungshilfe, wenn eine defekte Heizung schnell ersetzt… weiterlesen

  • Welches ist das energieeffizienteste Heizger?t?

    Die effizientesten Heizger?te und Verbundanlagen erreichen die Energieeffizienzklasse A+++. Weil die gleichen Energieeffizienzklassen für alle Heiztechniken gelten, liegen die Techniken in unterschiedlichen Bereichen. Auch ein Heizger?t in der Effizienzklasse A kann energieeffiziente und kostengünstige L?sung sein. So erreichen ?l- und Gas-Brennwertkessel die Klassen B bis A, als Verbundanlage zus… weiterlesen

  • Welche Informationen zeigt die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te?

    Den gr??ten Platz nimmt die Angabe der Energieeffizienzklasse mit dem zugeh?rigen Buchstaben ein. Dabei gilt für die unterschiedlichen Techniken der Heizger?te der gleiche Ma?stab, n?mlich die eingesetzte Prim?renergie. Heizger?te in den Effizienzklassen mit ?+“ nutzen direkt erneuerbare Energien oder Kraft-W?rme-Kopplung. Das erm?glicht, sowohl Heizger?te gleicher Technik untereinander zu verglei… weiterlesen

  • Ab wann ist die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te verpflichtend?

    Die Verordnung (EU) Nr. 811/2013 gibt vor, dass Heizger?te für Zentralheizungen, die ab dem 26.9.2015 in Verkehr gebracht werden, die Kennzeichnung mit den Energieeffizienzklassen A++ bis G erhalten müssen. Ab dem 26.9.2019 kommt eine zus?tzliche Energieeffizienzklasse A+++ hinzu, und die Klassen E bis G fallen weg. So genannte Verbundanlagen, bestehend aus einem Heizger?t und weiteren Bauteilen,… weiterlesen

  • Für welche Heizger?te gilt die Energieverbrauchskennzeichnung?

    Heizger?te, die in Zentralheizungen eingesetzt werden und eine Nennleistung von 70 kW haben, erhalten die Energieverbrauchskennzeichnung: Gas- und ?lkessel, Blockheizkraftwerke, W?rmepumpen oder Elektroheizkessel. Heizger?te, die auch Trinkwasser erw?rmen k?nnen, hei?en ?Kombiheizger?te“. Sie erhalten ebenfalls eine Kennzeichnung, deren Energieeffizienzklassen identisch sind mit denen für Warmwass… weiterlesen

  • Erhalten auch Heizungsanlagen bzw. Kombinationen aus Heizger?ten eine Energieverbrauchskennzeichnung?

    Heizungsanlagen bestehen oft nicht nur aus einem Heizger?t, sondern werden aus mehreren Komponenten zusammengesetzt, z.B. aus der Regelung, mehreren Solarkollektoren, einem W?rmespeicher oder einem zweiten W?rmeerzeuger. Nahezu jedes Heizger?t ist also gleichzeitig eine ?Verbundanlage“. Sie erh?lt ein weiteres Etikett samt zugeh?rigem Datenblatt. Beides muss der H?ndler bzw. Installateur den Kunde… weiterlesen

< >

Seit September 2015 gilt die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te für Zentralheizungen. 2017 dehnte sich diese Pflicht auch auf Heizger?te aus, die Festbrennstoffe nutzen. Wir beantworten grundlegende Fragen dazu.

Inhaltsverzeichnis

 

Die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te

Schon lange sind die Energiekosten der Haushalte für Heizung und Warmwasser gr??er als für Strom. Weil viele Heizungen veraltet sind, schlummert hier ein gro?es Einsparpotenzial an Energie, Energiekosten und ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen. Die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te (Verordnung (EU) Nr. 811/2013) soll zusammen mit ?kodesign-Anforderungen (Verordnung (EU) Nr. 813/2013) dazu beitragen, diese Potenziale zu erschlie?en. Ein ?hnliches Bündel an Verordnungen gilt für Warmwasserbereiter und -speicher. 2017 kamen Heizger?te für Festbrennstoffe, also Holz und Kohle hinzu; hier gelten die Verordnung (EU) Nr. 1189/2015 für ?kodesign-Anforderungen und die Verordnung (EU) Nr. 1187/2015 für die Energieverbrauchskennzeichnung. Die gr??te Energieeinsparung und Umweltentlastung erzielt, wer am Haus sowohl die Heizung als auch die Geb?udehülle modernisiert.

<>
 

Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher

Welche Rechte haben Sie als K?ufer von Heizger?ten?

Die Europ?ische Union st?rkt mit diesen Verordnungen Ihre Rechte als Verbraucher und unterstützt Sie ab Ende September 2015 bei der Entscheidung für eine m?glichst energieeffiziente Heizung:

  • Ineffiziente Ger?te werden nicht mehr zul?ssig sein.
  • Werbung und ausgestellte Ger?te müssen die Energieeffizienzklasse zeigen.
  • Die technischen Unterlagen enthalten einheitliche, vergleichbare Informationen.
  • Heizger?te müssen mit der Energieeffizienzklasse und weiteren, einheitlichen Informationen vermarktet werden. Das gilt auch für die Vermarktung im Internet.
  • Angebote für Verbundanlagen müssen die Effizienzklasse, das Etikett für Verbundanlagen und ein Datenblatt umfassen.

Für welche Heizger?te gilt die Energieverbrauchskennzeichnung?

Heizger?te, die in Zentralheizungen eingesetzt werden und eine Nennleistung von 70 kW haben, erhalten die Energieverbrauchskennzeichnung: Heizkessel für Gas, ?l, Strom, Holz und Kohle sowie Blockheizkraftwerke und W?rmepumpen. Heizger?te, die auch Trinkwasser erw?rmen k?nnen, hei?en ?Kombiheizger?te“. Sie erhalten ebenfalls eine Kennzeichnung, deren Energieeffizienzklassen identisch sind mit denen für Warmwasserbereiter. Auch Kombinationen mehrerer Komponenten zu einer so genannten Verbundanlage erhalten eine Energieverbrauchskennzeichnung.

Erhalten auch Heizungsanlagen bzw. Kombinationen aus Heizger?ten eine Energieverbrauchskennzeichnung?

Heizungsanlagen bestehen oft nicht nur aus einem Heizger?t, sondern werden aus mehreren Komponenten zusammengesetzt, z.B. aus der Regelung, mehreren Solarkollektoren, einem W?rmespeicher oder einem zweiten W?rmeerzeuger. Nahezu jedes Heizger?t ist also gleichzeitig eine ?Verbundanlage“. Sie erh?lt ein weiteres Etikett samt zugeh?rigem Datenblatt. Beides muss der H?ndler bzw. Installateur den Kunden mit dem Angebot zur Verfügung stellen. H?ndler müssen au?erdem bei Angeboten für Verbundanlagen das Etikett zeigen. Auch Hersteller k?nnen ein Etikett für vorkonfigurierte Verbundanlagen vorbereiten.

Ab wann ist die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te verpflichtend?

Heizger?te für Zentralheizungen müssen die Kennzeichnung mit den Energieeffizienzklassen A++ bis G erhalten. Ab dem 26.9.2019 kommt eine zus?tzliche Energieeffizienzklasse A+++ hinzu, und die Klassen E bis G fallen weg. So genannte Verbundanlagen, bestehend aus einem Heizger?t und weiteren Bauteilen, erhalten von Anfang an die Energieeffizienzklassen A+++ bis G.

Welche Informationen zeigt die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te?

Den gr??ten Platz nimmt die Angabe der Energieeffizienzklasse mit dem zugeh?rigen Buchstaben ein. Dabei gilt für die unterschiedlichen Techniken der Heizger?te der gleiche Ma?stab, n?mlich die eingesetzte Prim?renergie. Heizger?te in den Effizienzklassen mit ?+“ nutzen direkt erneuerbare Energien oder Kraft-W?rme-Kopplung. Das erm?glicht, sowohl Heizger?te gleicher Technik untereinander zu vergleichen (z.B. Modelle von Brennwertkesseln), als auch verschiedene Heiztechniken miteinander (z.B. eine W?rmepumpe mit einer Verbundanlage aus Brennwertkessel und Solaranlage). Zus?tzliche Energieeffizienzklassen mit Wasserhahn-Symbol zeigen bei Kombiheizger?ten die Energieeffizienz für die Warmwasserbereitung.

TIPP: Achten Sie nicht nur auf die Effizienzklasse, sondern auch auf die Effizienz-Kennzahl in den technischen Unterlagen.

Weitere Informationen auf dem Etikett sind die Heizleistung (bei W?rmepumpen für unterschiedliche Klimazonen) und die Ger?uschentwicklung. Bei Blockheizkraftwerken zeigt ein Pfeil-Symbol, dass auch Strom erzeugt wird.

In welchen F?llen hilft die Energieverbrauchskennzeichnung bei der Auswahl eines Heizger?ts?

Die neue Kennzeichnung liefert keine ⁠Prognose⁠ des künftigen Energieverbrauchs oder der m?glichen Energieeinsparung. Die Kennzeichnung gibt die Energieeffizienz neuer Heizger?te unter einheitlichen Bedingungen an. Das ist nützlich, wenn ein Heizger?t ausgew?hlt wird. Die Kennzeichnung dient auch als einfach verst?ndliche Entscheidungshilfe, wenn eine defekte Heizung schnell ersetzt werden muss (in solchen F?llen wird der energetische Zustand eines Geb?udes in der Regel nicht umfassend analysiert). In allen F?llen bleibt eine umfassende und individuelle Beratung durch Fachleute unerl?sslich.

Welches ist das energieeffizienteste Heizger?t?

Die effizientesten Heizger?te und Verbundanlagen erreichen die Energieeffizienzklasse A+++. Weil die gleichen Energieeffizienzklassen für alle Heiztechniken gelten, liegen die Techniken in unterschiedlichen Bereichen. Auch ein Heizger?t in der Effizienzklasse A kann eine energieeffiziente und kostengünstige L?sung sein. So erreichen ?l- und Gas-Brennwertkessel die Klassen B bis A, als Verbundanlage zusammen mit Solarkollektoren A+. Niedertemperaturkessel (für den Austausch in Mehrfamilienh?usern) liegen in der Klasse C. Blockheizkraftwerke müssen mindestens Klasse B erfüllen, sind jedoch bis A+++ zu finden. W?rmepumpen müssen mindestens A+ schaffen und erreichen A+++, wenn sie Erdreich oder Grundwasser als W?rmequelle nutzen, oder A++ mit Au?enluft als W?rmequelle. Die meisten Holzkessel liegen in der Klasse A+, und wenn sie Brennwerttechnik nutzen, schaffen sie auch A++.

Wichtig ist letztlich nicht nur ein guter Energieeffizienz-Kennwert des Heizger?tes, sondern auch der energieeffiziente Betrieb einer Heizungsanlage (siehe unten).
Für neue Heizger?te gibt es F?rdermittel: Die KfW-Bank f?rdert die Erneuerung der Heizungsanlage mit einem Zuschuss oder vergünstigten Kredit. Heizungsanlagen mit erneuerbaren Energien erhalten eine F?rderung im Marktanreizprogramm.

Zeigen die Energieeffizienzklassen, wie hoch die künftigen Betriebskosten des Heizger?tes sein k?nnen?

Im Gegensatz zur Kennzeichnung von Haushaltsger?ten muss die Kennzeichnung von Heizger?ten unterschiedliche Energietr?ger berücksichtigen: Erdgas, Heiz?l und Strom, die unterschiedlich viel kosten.? Für die Kennzeichnung von Heizger?ten werden diese Energietr?ger nach ihrem Prim?renergieaufwand gewichtet. Diese Gewichtung passt recht gut zu den Preisen von Strom, Gas und ?l. Daher zeigen die Effizienzklassen zumindest die Gr??enordnung der zu erwartenden Betriebskosten, eine seri?se und individuelle Berechnung der Heizkosten k?nnen sie aber nicht ersetzen.

Tipp: Gro?en Einfluss auf die Betriebskosten hat, wie energieeffizient ein Heizger?t betrieben wird – siehe unten.

Wie effizient ist mein jetziges Heizger?t?

Einem Heizger?t, ob alt oder neu, sieht man nicht ohne weiteres an, wie (in)effizient es arbeitet. Der Feuerungswirkungsgrad, den der Schornsteinfeger misst, liefert keine verl?ssliche Aussage darüber. Den Zustand Ihrer Heizung und Ihres Geb?udes k?nnen Sie zum Beispiel mit interaktiven Ratgebern oder anhand der Jahresabrechnung mit dem Heizspiegel einsch?tzen. Im ?Brennwertcheck“ der Verbraucherzentralen erfahren Sie, ob Ihr Brennwertkessel auch tats?chlich im Brennwertbetrieb arbeitet.

Seit dem 1.1.2016 erhalten auch alte Gas- und ?l-Heizkessel im Geb?udebestand eine Energieverbrauchskennzeichnung. Das ist ein Element des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz. Heizungsinstallateure, Energieausweis-Aussteller, Energieberater und Schornsteinfeger k?nnen sie kostenlos an Ihrem Heizkessel anbringen. Seit dem 1.1.2017 sind die Bezirksschornsteinfeger zu dieser Aufgabe verpflichtet. Dann Mit dem Etikett k?nnen Sie die Effizienzklasse ihres jetzigen Heizkessels mit der eines neuen Heizger?tes vergleichen. Es gibt auch einen Online-Rechner. Dann k?nnen Sie rechtzeitig planen, bevor ihr Heizkessel eines Tages defekt sein sollte und schneller Ersatz her muss.

Was ist bei der Anschaffung eines neuen Heizger?tes zu beachten?

Haus- und Wohnungseigentümer sollten sich rechtzeitig darauf einstellen, dass bestimmte Ger?te nicht mehr auf dem Markt verfügbar sind, da sie die in der Verordnung vorgeschriebene Energieeffizienz-Vorgabe nicht erfüllen, z.B. Niedertemperaturheizger?te.

Zwar muss für einen Brennwertkessel der Schornstein angepasst werden, damit ihn das anfallende Kondensat nicht besch?digt. Die Heizk?rper brauchen nicht erneuert zu werden; weil sie in der Regel zu gro? sind, kann am Heizger?t eine niedrigere Vorlauftemperatur eingestellt werden. Die Umrüstung kann durch die Brennstoffeinsparungen im Laufe der Jahre wirtschaftlich sein. Ob sich das rechnet oder welche Alternativen sich anbieten, k?nnen Sie zum Beispiel mit interaktiven Energiespar-Ratgebern ?HeizCheck“ oder ?ModernisierungsCheck“ in einem ersten Schritt absch?tzen.

TIPP: Planen Sie rechtzeitig die Anschaffung eines neuen Heizger?tes. Damit vermeiden Sie Hektik, wenn die alte Heizung pl?tzlich kaputt ist. Und Sie k?nnen sich bewusst für eine sparsamere L?sung entscheiden.

Weitergehende Informationen zum Energiesparen bei Geb?uden finden Sie im Ratgeber "Das Energie-Sparschwein". Er enth?lt Informationen über W?rmed?mmung, aber auch zum Heizungstausch. Ein Kapitel gibt Hinweise, was zu beachten ist, um Heizkessel auch energieeffizient zu betreiben.

Wie betreibe ich Heizger?te energieeffizient?

Viele Heizungen sind zwar energieeffiziente Ger?te, die aber nicht energieeffizient betrieben werden. So arbeiten zum Beispiel die meisten Brennwertkessel gar nicht im Brennwertbetrieb und verschwenden dann unn?tig Energie und Geld. Bei W?rmepumpen ist das ?hnlich. Grundlage für einen energieeffizienten und kostensparenden Betrieb ist die regelm??ige Wartung und Einstellung der Heizungsanlage, die überprüfung von Verbrauchsdaten und eine passende Dimensionierung (viele Heizkessel sind zu leistungsstark). Empfehlenswert ist, die gesamte Heizungsanlage einschlie?lich der W?rmeverteilung optimieren zu lassen. Das kostet vergleichsweise wenig und bietet eine dauerhafte Energieeinsparung. Fragen Sie Ihren Heizungsinstallateur danach!

Welche Auswirkungen haben die Mindestanforderungen auf das Produktangebot?

Niedertemperaturkessel entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik: Sie erreichen h?chstens die Effizienzklasse C und verbrauchen zu viel Energie. Deshalb gibt die Verordnung 2013/813/EU Brennwerttechnik als Mindeststandard seit 26.9.2015 vor; auch W?rmepumpen und Blockheizkraftwerke müssen gewisse Mindestanforderungen erfüllen, die ab dem 26.9.2017 noch etwas ansteigen.

Gerade in Mehrfamilienh?usern mit Gasetagenheizungen, die einen gemeinsamen Schornstein nutzen, k?nnen sich Schwierigkeiten ergeben. Raumluftabh?ngige Gas-Etagenheizungen oder Gasthermen ?Typ B1“, die die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum beziehen, sind weiterhin als Heizwert-Ger?t bzw. Niedertemperaturkessel erh?ltlich: als Raumheizger?te bis 10 kW Nennleistung und als Kombiheizger?te bis 30 kW Nennleistung.

Diese M?glichkeit gibt es für raumluftunabh?ngige Gas-Etagenheizungen oder Gasthermen nicht. Besondere Schwierigkeiten k?nnen entstehen, wenn mehrere Heizger?te bzw. Gasetagenheizungen an den gleichen Schornstein angeschlossen sind (Mehrfachbelegung ?Art C4“). Aus technischen Gründen ist es nicht m?glich, an einem Schornstein mit mehreren angeschlossenen Ger?ten ein einzelnes raumluftunabh?ngiges Heizwertger?t durch ein raumluftabh?ngiges Heizwert-Ger?t oder raumluftunabh?ngiges Brennwert-Ger?t zu ersetzen. Welche Handlungsm?glichkeiten Haus- und Wohnungseigentümer haben, wenn ein raumluftunabh?ngiges Heizger?t in Mehrfachbelegung defekt ist, beschreibt das Faltblatt "Austausch raumluftunabh?ngiger Gasetagenheizungen". Wichtig: Alle Alternativen sind mit Fachleuten (z.B. Heizungsinstallateur oder Schornsteinfeger) zu prüfen, ob sie unter den jeweiligen Umst?nden in Frage kommen.

Beispiele zeigen, wie selbst gro?e Wohnanlagen mit 100 Gasetagenheizungen ohne Einbu?en für Nutzer und mit überschaubarem Aufwand an Material und Kosten auf Zentralheizung oder Brennwert-Etagenheizungen umgerüstet wurden. Die Mieter k?nnen dabei von Energiekosteneinsparungen (ca. 15 Prozent) profitieren. Die Vermieter profitieren von der Modernisierungsumlage, sofern sie von der M?glichkeit Gebrauch machen. Gleichzeitig sinken die Treibhausgasemissionen.

Weitere technische Informationen enthalten z.B.

  • M. Schellhorn, Neue Heizungen als Mietpreisbremse, in: Bundesbaublatt 9/2015, S. 30-32
  • G. Felger, Eine für alle – zentrale W?rmeversorgung, in: HLH Bd. 60 (2009) Nr. 9, S. 27ff.
  • T. Schmitz et al., Brennwerttechnik / Abgassysteme für Mehrfachbelegung, in: IHKS Fachjournal 2004/05, S. 38-44.

Die erfolgreiche und schnelle Umrüstung setzt eine vorausschauende und detaillierte Planung voraus. Daher sollten Eigentümer eine eventuell erforderliche Modernisierung der Heizung im Haus frühzeitig ansto?en und Kontakt mit erfahrenen Handwerksbetrieben, Herstellern von Heizungen oder Contracting-Anbietern suchen. Ob Gasthermen ausgetauscht oder durch eine zentrale W?rmeversorgung ersetzt werden: Für beide L?sungen gibt es F?rdermittel – siehe oben.

 

Informationen für Hersteller und H?ndler

Erste Informationen über die Bedeutung der Energieverbrauchskennzeichnung und die Auswirkungen der ?kodesign-Anforderungen finden Sie im vorhergehenden Abschnitt für Verbraucherinnen und Verbraucher. Allgemeine Informationen und Antworten auf h?ufig gestellte Fragen hat die Europ?ische Kommission zusammengestellt (nur auf Englisch verfügbar).

Wo gibt es (Druck-) Vorlagen für die Etiketten?

Die Europ?ische Kommission bietet folgende Hilfsmittel an, um Etiketten zu erstellen:

Hersteller sind verpflichtet, diese Etiketten mit ihren Produkten auszuliefern und den H?ndlern bzw. Installateuren zur Verfügung zu stellen.

Wie kann man die Energieeffizienzklasse einer Verbundanlage ermitteln?

Die Verordnungen enthalten in ihren Anh?ngen einige Datenbl?tter, die das Vorgehen festlegen, wie die Energieeffizienzklasse per Hand ermittelt werden kann. Die dafür notwendigen technischen Daten müssen die Hersteller der jeweiligen Komponente zur Verfügung stellen. Die Europ?ische Kommission stellt dafür auch ein Werkzeug (zip, 232 KB) zur Verfügung.

Der VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Geb?udetechnik e.V. hat eine herstellerneutrale Plattform entwickelt, um die Effizienzklasse von Verbundanlagen zu bestimmen und das zugeh?rige Datenblatt zu erstellen. Die Plattform l?sst sich mit vielen Softwarel?sungen von Handwerk und Gro?handel verbinden. Einige Hersteller von Heizger?ten bieten eigene L?sungen dafür an.

Dürfen Heizger?te, die vor dem 26.9.2015 in Verkehr gebracht wurden, nach dem 26.9.2015 noch in Betrieb genommen oder repariert werden?

Die ?kodesign-Verordnung (EU) Nr. 81372013 bezieht sich in Artikel 1 zwar auf ?das Inverkehrbringen und/oder die Inbetriebnahme“ von Heizger?ten. Jedoch bezieht sich ?Inbetriebnahme“ auf Produkte, die nicht ausdrücklich als Produkt in Verkehr gebracht wurden, wenn sie zum Beispiel vor Ort aus Einzelteilen montiert werden. Daher dürfen Heizger?te, die vor dem 26.9.2015 in Verkehr gebracht wurden, auch noch nach diesem Stichtag in Betrieb genommen werden. Nach diesem Stichtag sind auch Reparaturen alter Heizger?te weiterhin zul?ssig (z.B. dürfen in Heizger?ten, die vor dem 1.1.2018 in Verkehr gebracht wurden, weiterhin neue Brenner eingebaut werden).

Alle Geb?ude sind unterschiedlich. Wie aussagekr?ftig sind standardisierte Energieeffizienzklassen?

Die Energieeffizienzklassen sind Produktkennwerte. Ihr Zweck ist, unterschiedliche Produkte unter bestimmten Randbedingungen vergleichbar zu machen und Verbrauchern damit eine Entscheidungsgrundlage zu liefern.

Die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizger?te wird für eine Vorlauftemperatur von 55 °C angegeben. Die Effizienzklassen sind damit für einen gro?en Teil der Geb?ude mit gut ausgelegten Heizk?rpern aussagekr?ftig. Bei h?heren Vorlauftemperaturen sollte geprüft werden, ob die überdimensionierung der Heizk?rper genutzt werden kann, die Vorlauftemperatur so weit zu senken, dass Brennwertbetrieb m?glich ist; gegebenenfalls k?nnen einzelne kritische Heizk?rper getauscht werden (dafür k?nnen F?rdermittel in Anspruch genommen werden).

Die Effizienzklasse sagt nicht aus, wie effizient ein Heizger?t im Einzelfall betrieben wird. Ausschlaggebend ist n?mlich auch der effiziente Betrieb der gesamten Heizungsanlage. Bieten Sie Ihren Kunden daher eine Heizungsoptimierung als wichtige Dienstleistung an!