Kernenergie und Reaktorsicherheit

Das Atomkraftwerk Brokdorf an der Elbezum Vergr??ern anklicken
Atomkraft gef?hrdet Mensch und Umwelt – deshalb steigt Deutschland bis 2022 schrittweise aus.
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Für die strahlenschutzrelevanten Aspekte der Atomkraft ist das Bundesamt für Strahlenschutz zust?ndig. Das Umweltbundesamt befasst sich mit der Kernenergie im Rahmen seiner Arbeiten zum Klimaschutz und der Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems.

Mit dem 13. Gesetz zur ?nderung des Atomgesetzes wurde 2011 der schrittweise Verzicht auf die Stromerzeugung aus deutschen Kernkraftwerken beschlossen. Die Argumente gegen die Nutzung der Kernenergie sind vielf?ltig. Entlang der Brennstoffkette lassen sie sich zu den vier folgenden Stichworten gruppieren:

  • Uranabbau
  • Risiko beim Betrieb von Atomanlagen
  • Endlagerproblematik
  • Einsatz von Abfallprodukten aus der zivilen Nutzung in atomaren Waffen

Jeder dieser Bereiche ist mit der Gef?hrdung von Mensch und Umwelt verbunden. Der Uranabbau verursacht erh?hte Uran- und Radiumbelastung in Gew?ssern und Sedimenten. Radioaktiver Staub und Radongas gef?hrden Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Anwohnerinnen und Anwohner von Uranminen. Die Diskussion um das Risiko beim Betrieb von Atomkraftwerken betrifft zum einen die Vermeidung von Unf?llen. Daneben wird kontrovers diskutiert, welche Gef?hrdung von einer Atomanlage im Normalbetrieb ausgeht. Diese Diskussion hat durch die 2007 vorgestellte Kinderkrebsstudie neue Nahrung erhalten. Die Studie sieht einen starken Hinweis auf einen urs?chlichen Zusammenhang zwischen dem Wohnen in der N?he von Kernkraftwerken und dem Risiko von unter fünf Jahre alten Kindern, an Krebs und Leuk?mie zu erkranken, jedoch sieht dies die Studie nicht als bewiesen an. Ausführliche Informationen sowohl zu der Studie als auch zu der weiteren Beurteilung der Studie durch ein Expertengremium finden sich beim Bundesamt für Strahlenschutz. Zum Aspekt der Unfallvermeidung sei auf die ausführlich in den Medien diskutierten St?rf?lle in verschiedenen Atomkraftwerken (Forsmark, Brunsbüttel) in den vergangen Jahren verwiesen.

Die ungekl?rte Endlagerfrage geh?rt zu den am h?ufigsten diskutierten Problemen der Kernenergienutzung. Weniger h?ufig diskutiert, aber leider dennoch mit der sogenannten ?zivilen Nutzung der Kernenergie” verbunden ist die milit?rische Nutzung radioaktiver Stoffe. Hierzu z?hlen sowohl die ?klassische” Atombombe? und die Gefahr von Angriffen auf Atomkraftwerke als auch der Einsatz von abgereichertem Uran (?depleted uranium”) in Munition

Die genannten Punkte sprechen bereits gegen den Einsatz der Kernenergie. Zudem sind Atomkraftwerke schlecht geeignet, um die fluktuierend einspeisenden erneuerbaren Energien zu erg?nzen.
Aus der Gef?hrdung von Mensch und Umwelt durch die Nutzung der Kernenergie folgt, dass diese Technologie aus Sicht des ⁠UBA⁠ abzulehnen ist. Für den ⁠Klimaschutz⁠ und die Versorgungssicherheit ist sie auch nicht notwendig: Wenn wir gleichzeitig Strom sparen, den Ausbau der Kraft-W?rme-Kopplung auf Erdgas- und Biomassebasis weiter vorantreiben, erneuerbare Energien verst?rkt nutzen und die Effizienz des bestehenden Kraftwerkparks verbessern, k?nnen wir auf die Kernenergie und ihren Beitrag zur Stromerzeugung verzichten und die Klimaschutzziele erreichen.

Weitere Informationen zum Thema ?Kernenergie und Reaktorsicherheit” finden Sie beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), auf den Seiten der Strahlenschutzkommission und beim Bundesumweltministerium. Informationen zur Endlagersuche finden Sie beim?Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

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 Atomenergie  AKW  Strahlenschutz  Uranabbau  Reaktorsicherheit