Anwendungsbereiche und Emissionsminderung

Fluorierte Treibhausgase werden als K?ltemittel, Treibmittel, Treibgas, Feuerl?schmittel und L?semittel eingesetzt. Emissionen dieser Gase tragen zum globalen Klimawandel bei. Daher ist eine Vielzahl von Alternativen entwickelt worden.

Aktuelles

  • Portal ?Klimafreundliche K?lte“ seit 13.M?rz 2019 online
  • Ge?nderte Novelle der Richtlinie zur F?rderung von Ma?nahmen an K?lte- und Klimaanlagen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (K?lte-⁠Klima⁠-Richtlinie) am 31. Januar 2019 im Bundesanzeiger ver?ffentlicht

Verwendung und Alternativen

Zu den fluorierten Treibhausgasen geh?ren teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), vollfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3).

HFKW werden zum einen in überwiegend geschlossenen Kreisl?ufen (z. B. als K?ltemittel), aber auch in offenen Anwendungen (z. B. als Treibgas) und als Prozessgas (z. B. Halbleiterherstellung) eingesetzt. Zu den K?ltemittel-Anwendungen Supermarktk?lte, W?rmepumpen, Geb?udeklimatisierung,? Klimaanlagen in Auto, Bus und Bahn?und Transportk?lteanlagen finden Sie rechts über die Navigation weitere Informationen.

Das Internetportal ?Klimafreundliche K?lte“ kann Ihnen weitere Informationen und Ansprechpartner liefern. Es enth?lt leicht verst?ndliche Erkl?rungen zu umweltfreundlichen Alternativen einschlie?lich ihrer Einsatzm?glichkeiten und Grenzen, Informationen zu Schulungs-, Fort- und Weiterbildungsangeboten, sowie F?rderprogrammen. Beispiele aus der Praxis zeigen, wie bei Modernisierung und Neubau von K?lte-, Klima- und W?rmepumpenanlagen Energie gespart werden kann und das Klima geschützt wird. In der Experten-Datenbank finden Betreiber kompetente K?lteanlagenplaner und -bauer in ihrer Region. Neben den Online-Informationen hilft auch ein pers?nlicher Ansprechpartner per Telefon bei Fragen weiter.?

FKW werden vor allem gezielt in der Halbleiterherstellung (als ?tzgas) eingesetzt. Darüber hinaus entstehen sie bei der Aluminiumherstellung.

SF6 wird bereits seit Ende der 1960er-Jahre eingesetzt, zum Beispiel in Schallschutzfenstern (als Füllgas zur Schalld?mmung), in elektrischen Betriebsmitteln (als Isolier- und L?schgas) und in Magnesiumgie?ereien (als Schutzgas).

Auf unseren Seiten zu?Emissionen?finden Sie Emissionsdaten und -prognosen.

In vielen der oben genannten Anwendungsbereichen kommen halogenfreie Alternativen zur Anwendung: beispielsweise als L?se- und Reinigungsmittel, als K?ltemittel, als Feuerl?schmittel und in der Schaumstoffherstellung. Teilweise haben aalternative Verfahren und Produkte erst in den letzten Jahren einen technischen Stand erreicht, der ihren Einsatz ?kologisch und ?konomisch sinnvoll macht. Dies trifft zum Beispiel auf den Einsatz von CO2 als K?ltemittel und den Einsatz von halogenfreien Treibmitteln bei der Schaumstoffherstellung zu. Heute k?nnen diese Techniken die zwischenzeitlich erforderlichen Verfahren und Produkte mit fluorierten Gasen ersetzen.

Im Rahmen des Beratungshilfeprogamms (BHP) werden auch andere L?nder, wie Bulgarien oder die Ukraine, bei der Einführung von Alternativen beratend unterstützt. N?heres finden Sie in der BHP-Datenbank.

Studien und Berichte

An dieser Stelle haben wir eine Auswahl an übergreifenden Studien und Berichten zusammengestellt. Weitere Studien und Berichte finden Sie auf den speziellen Seiten zu den einzelnen Anwendungen.

Ma?nahmen zur Verbesserung der Marktdurchdringung klimafreundlicher Technologien ohne halogenierte Stoffe

Die Studie betrachtet Auswirkungen des inzwischen rechtlich (EU) verankerten Phase down der teilfluorierten Kohlenwasserstoffe (HFKW) auf die Entwicklung von HFKW-Verbrauch und HFKW-Emissionen in Deutschland. Zudem wurden Barrieren und Chancen für halogenfreie Stoffe und Technologien in verschiedenen Anwendungen identifiziert und bewertet. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Einführung von nationalen HFKW-Steuern - sowohl als eigenst?ndige Ma?nahme als auch flankierend zum EU-Phase down - auf die HFKW-Nachfrage, die HFKW-Emissionen, die Kosten für Betreiber und Arbeitspl?tze diskutiert.

Fluorierte Treibhausgase vermeiden – Wege zum Ausstieg

Der 2010 ver?ffentlichte, aktualisierte ⁠UBA⁠-Bericht "Fluorierte Treibhausgase vermeiden – Wege zum Ausstieg" zeigt, dass Ma?nahmen zur Vermeidung und zum Ersatz dieser F-Gase m?glich sind und teilweise bereits umgesetzt werden. Er gibt Auskunft über die Emissionsentwicklung, den technischen Stand in verschiedenen Anwendungsbereichen, Ersatzstoffe und -verfahren sowie technische Ma?nahmen zur Emissionsminderung. Der Bericht ist auch auf Englisch erh?ltlich.

Kohlenwasserstoffe sicher als K?ltemittel einsetzen - Entwicklung einer Strategie zum vermehrten Einsatz von Kohlenwasserstoff-K?ltemitteln als Beitrag zum deutschen Klimaschutzziel unter Berücksichtigung des Energieziels 2050

Der Einsatz von Kohlenwasserstoffen als K?ltemittel anstelle von HFKW in der ⁠Klima⁠- und K?ltetechnik kann einen Beitrag zum ⁠Klimaschutz⁠ leisten. Kohlenwasserstoff-K?ltemittel weisen im Vergleich zu den konventionell verwendeten HFKW zahlreiche positive Eigenschaften auf, u.a. das niedrige Treibhauspotenzial (global warming potential, GWP). Des Weiteren zeichnen sich Kohlenwasserstoff-Ger?te und -Anlagen h?ufig durch eine verbesserte Energieeffizienz aus. Ein Nachteil ist allerdings die Brennbarkeit von Kohlenwasserstoffen. Dies erfordert je nach System und Installationsort zus?tzliche Sicherheitsvorkehrungen.

In der vorliegenden Studie wird eine Strategie vorgeschlagen, mit der in Deutschland ein breiterer Einsatz von Kohlenwasserstoffen als K?ltemittel erreicht werden k?nnte. Für die vier Anwendungen Raumklimager?te, Haushaltsw?rmepumpen (zum Heizen), Kühl-Lkw und Flüssigkeitskühls?tze (bis 1 MW) enth?lt der Abschlussbericht Ergebnisse für Emissionsszenarien bis zum Jahr 2050. Gerechnet sind ein Referenzszenario (RS) und ein Kohlenwasserstoff-⁠Szenario⁠ (KWS). Die Ergebnisse zeigen ein grunds?tzlich h?heres Einsparpotenzial bei den direkten (K?ltemittel-)Emissionen im Vergleich zum Einsparpotenzial bei den indirekten (energiebedingten) Emissionen, ungeachtet des betrachteten Zeitpunktes. Von den betrachteten Anwendungen weisen Raumklimager?te im Jahr 2050 das gr??te Einsparpotenzial direkter Emissionen auf (1.760 kt CO2-?q.), gefolgt von Haushaltsw?rmepumpen (1.200 kt CO2-?q.), Flüssigkeitskühls?tzen (350 kt CO2-?q.) und Kühl-Lkw (280 kt CO2-?q.).

Die ermittelten Vermeidungskosten für diese Emissionseinsparungen sind für die Raumklimatisierung, mit Ausnahme der VRF- (variable refrigerant flow) Ger?te (59 €/Tonne CO2-?q.), sowie für Kühl-Lkw negativ. Positiv sind sie für Haushaltsw?rmepumpen (20 €/Tonne CO2-?q.).