Klimaanlagen in Bahnfahrzeugen

moderner ICE-Schnellzug auf einem verschneiten Gleis in der Stadtzum Vergr??ern anklicken
Die Klimaanlagen der ICE 3-Baureihe 403 kühlen mit dem natürlichen K?ltemittel Luft.
Quelle: Deutsche Bahn AG

Zu den Bahn-bzw. Schienenfahrzeugen geh?ren Nah- und Fernverkehrszüge, S- und U- Bahnen sowie Stra?enbahnen. Geheizt wird mit elektrischer Energie oder Dieselkraftstoff. Wenn die Bahnen mit Klimaanlagen ausgestattet sind, enthalten diese üblicherweise HFKW- K?ltemittel. HFKW, das ist die Abkürzung für die Stoffgruppe der teilfluorierten Kohlenwasserstoffe, die hochwirksame Treibhausgase sind.

Sowohl die Heizung als auch die Kühlung der Verkehrstr?ger verursachen Treibhausgasemissionen.?Im Jahr 2018 wurden in Deutschland etwa 22 Tonnen des K?ltemittels R134a aus der Schienenfahrzeugklimatisierung freigesetzt, das entspricht der Treibhauswirkung von 31.500 Tonnen CO2. In der Europ?ischen Union sollen Produktion und Verbrauch dieser Stoffe durch die Phase-down Reglungen der EU-F-Gas-Verordnung Nr. 517/2014? schrittweise reduziert und durch weniger umweltbelastende Stoffe ersetzt werden. Bei bestimmten Anlagen k?nnte durch Kombination der Kühlung mit einer W?rmepumpenfunktion auch der Energieverbrauch zum Heizen und damit die CO2-⁠Emission⁠ vermindert werden.

Bisher werden als Alternativen Anlagen mit dem K?ltemittel CO2 und Klimasysteme auf der Basis von Luft, sogenannte Kaltluft-Klimaanlagen, betrachtet. W?hrend es für CO2 erst einige Versuchsfahrzeuge gibt, sind Techniken mit Luft schon kommerziell über viele Jahre in einer ICE Baureihe im t?glichen Einsatz. über die Wirtschaftlichkeit solcher Konzepte liegen nun belastbare Daten vor. In einem Forschungsprojekt wurden Kaltluft-Klimaanlagen für Bahnfahrzeuge im realen Betrieb in einem ICE-Zug über zwei Jahre lang getestet. Für die luftgestützten Klimasysteme ergaben sich im Vergleich mit herk?mmlichen Klimaanlagen mit fluorierten K?ltemitteln klare Vorteile in der Jahresenergiebilanz und über den Lebenszyklus.