Folgen des Klimawandels

von Starkregen überflutete Stra?e mit Warnschild "Klimawandel"
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Der Klimawandel ver?ndert die Welt, in der wir leben, mit vielf?ltigen Auswirkungen auf Natur, Gesellschaft und Wirtschaft und unser t?gliches Leben. Diese Auswirkungen werden als Klima(wandel)folgen oder Klimawirkungen bezeichnet – sichtbar z. B. als tauende Gletscher, h?ufigere Hitzetage, ein ver?ndertes Verhalten von Zugv?geln oder ein zeitigerer Frühlingsbeginn als noch vor rund 40 Jahren.

Inhaltsverzeichnis

 

Klimafolgen: Welche Bereiche sind betroffen?

Das ⁠Klima⁠ ?ndert sich und wird sich auch in Zukunft weiter wandeln. Die beobachteten und berechneten Ver?nderungen lassen sich direkt mit dem Aussto? von Treibhausgasen durch den Menschen in Verbindung bringen. Der ⁠Klimawandel⁠ manifestiert sich dabei sowohl in langfristigen Klima?nderungen wie steigenden Durchschnittstemperaturen oder einem h?heren Meeresspiegel, als auch in einer ver?nderten ⁠Klimavariabilit?t⁠, also st?rkeren kurzfristigen ⁠Klimaschwankungen⁠ und h?ufigeren Extremwetterereignissen wie ⁠Starkregen⁠, Dürren oder Hitzesommern.

Die ⁠Klimafolgen⁠ sind vielf?ltig und haben Einfluss auf unser t?gliches Leben. Dabei sind ganz unterschiedliche Bereiche betroffen. Beispiele hierfür sind:

  • Gesundheit: Hitzewellen belasten Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie k?nnen vor allem bei ?lteren und kranken Menschen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.
  • Landwirtschaft: Eine Verschiebung der Vegetationsperioden – jener Zeitr?ume, in denen Pflanzen wachsen, blühen und Früchte tragen – hat Einfluss auf die landwirtschaftliche Produktion. Extreme Hitze und Trockenheit k?nnen zu Ernteausf?llen führen.
  • Verkehr: Stra?en und Schienen werden in Folge von Starkregen überflutet oder unterspült, Binnenwasserstra?en leiden unter Hoch- oder Niedrigwasser und hohe Temperaturen k?nnen zu Sch?den an Stra?enbel?gen und Schienen führen.
  • Energieproduktion: Viele Kraftwerke entnehmen Kühlwasser aus nahen Flüssen und speisen es erw?rmt wieder ein. Durch Flusswasser, das bei der Entnahme bereits zu warm ist, oder durch sommerliches Niedrigwasser kann es künftig an ausreichendem Kühlwasser mangeln. Das kann im Extremfall dazu führen, dass Kraftwerke abgeschaltet werden müssen. Au?erdem gef?hrdet zu warmes Wasser die Tier- und Pflanzenwelt der Flüsse.

Weitere Informationen zu den Auswirkungen auf die verschiedenen Sektoren finden Sie hier.

 

Regionale Auswirkungen des Klimawandels

Der ⁠Klimawandel⁠ hat für die verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedliche Folgen, auch wenn es überall w?rmer wird und die Gefahr von ⁠Starkregen⁠ und Trockenheit steigt. Im Rahmen der Vulnerabilit?tsanalyse 2015?wurden Regionen und Systeme identifiziert, die besonders durch die Ver?nderung des Klimas gef?hrdet sind. Auf diese Weise k?nnen Ansatzpunkte für m?gliche Anpassungsma?nahmen ?abgeleitet werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Vulnerabilit?tsanalyse 2015 bietet das folgende Video (2,43 Minuten).

Wenn Sie mehr über die regionalen Auswirkungen des Klimawandels erfahren m?chten, lesen Sie in unserem Beitrag ?Klimafolgen in Deutschland“, mit welchen Klimafolgen die Bundesl?nder rechnen müssen.

Animation: Bedrohung durch den Klimawandel – Analyse zur Verletzlichkeit Deutschlands
Quelle: Umweltbundesamt

Animation: Bedrohung durch den Klimawandel – Analyse zur Verletzlichkeit Deutschlands

Seit 2011 wurde von 16 Bundesbeh?rden und -institutionen im Auftrag der Bundesregierung die Vulnerabilit?t – also Verletzlichkeit – Deutschlands gegenüber dem Klimawandel analysiert.

 

Bietet der Klimawandel auch Chancen?

Der ⁠Klimawandel⁠ bietet regional und mittelfristig auch Chancen für einzelne Bereiche: Mildere Winter k?nnen zum Beispiel die gesundheitlichen Auswirkungen von K?lteperioden verringern, die Ausfallzeiten in der Bauwirtschaft reduzieren oder unseren Bedarf an Heizenergie senken. Auch in anderen Bereichen sind positive Effekte m?glich. Für die meisten der untersuchten Regionen, Branchen oder auch ?kosysteme gilt jedoch, dass die negativen Effekte deutlich überwiegen.

Die unterschiedliche Betroffenheit der Bereiche und der Regionen sowie ihre unterschiedlichen M?glichkeiten, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, sollte bei der Planung von Anpassungsma?nahmen berücksichtigt werden.

 

Klimamodelle erlauben Aussagen über Klimaver?nderung

Für die Absch?tzung m?glicher Folgen des Klimawandels wird auf Klimamodelle und Klimafolgenmodelle zurückgegriffen. Die Ergebnisse von Klimamodellen, die sogenannten Klimaprojektionen, liefern Erkenntnisse darüber, wie sich das ⁠Klima⁠ in Zukunft durch anthropogene Treibhausgasemissionen (siehe Klimawandel) entwickeln kann. Klimafolgenmodelle nutzen diese Klimaprojektionen und verbinden sie mit dem vorhandenen Wissen über Zusammenh?nge zwischen dem Klima und seinem Einfluss auf Mensch, Natur und Wirtschaft, um zukünftige ⁠Klimafolgen⁠ abzusch?tzen.

Auch vergangene Ereignisse geben Aufschluss über m?gliche Klimafolgen. So verursachte beispielsweise das Elbe-Hochwasser im Jahr 2002 in Deutschland gesamtwirtschaftliche Sch?den in H?he von 9,4 Mrd. Euro. Der Orkan ?Kyrill“ aus dem Jahr 2007 zeichnet sich für Sch?den von 2,4 Mrd. Euro verantwortlich. Mindestens 13 Menschen starben. Als Folge des hei?en Sommers 2003 gab es in Deutschland über 7.000 Todesf?lle mehr als in üblichen Sommern. Der ⁠Hitzesommer⁠ 2018 hat bei der deutschen Landwirtschaft zu deutlichen Ernteeinbu?en und Sch?den in H?he von rund 770 Millionen Euro geführt.

 

Wie kann den Klimafolgen begegnet werden?

Eine frühzeitige und zielgerichtete Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels kann helfen, Sch?den zu reduzieren oder zu begrenzen und m?gliche Chancen zu nutzen. Da der ⁠Klimawandel⁠ alle betrifft, sind auch alle gefordert. In allen Bereichen der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kann – und muss –?etwas getan werden, um sich auf den Klimawandel und seine Folgen vorzubereiten. In Deutschland gibt es mit der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (⁠DAS⁠) und dem Aktionsplan Anpassung (⁠APA⁠) sowie dem Fortschrittsbericht zur DAS (mit der Broschüre zum Fortschrittsbericht zur DAS) eine gute Ausgangsposition für den Umgang mit ⁠Klimafolgen⁠. Beispiele für konkrete Anpassungsprojekte bietet die KomPass-Tatenbank.

 

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