VE-I-5: Beeintr?chtigung von Stra?en durch au?ergew?hnliche Ereignisse

Das Bild zeigt die Beine eines Stra?enbauarbeiters, der gerade eine Stück Stra?e mit frischem Asphalt ausbessert.zum Vergr??ern anklicken
Witterungsbedingte Sch?den an Stra?en müssen vom Stra?enbetriebsdienst beseitigt werden.
Quelle: peuceta / stock.adobe.com

Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Inhaltsverzeichnis

 

VE-I-5: Beeintr?chtigung von Stra?en durch au?ergew?hnliche Witterungsereignisse und Katastrophenf?lle – Fallstudie

Besonders viel hatte der Stra?enbetriebsdienst in Rheinland-Pfalz in den Jahren 2007, 2010 und 2016 zu tun. In 2007 und 2010 mussten vor allem der Windwurf und die dadurch ausgel?sten Sch?den der Orkane Kyrill bzw. Xynthia beseitigt werden. 2016 besch?ftigten die Folgen von Sturm und ⁠Starkregen⁠ den Stra?enbetriebsdienst au?ergew?hnlich stark.

Die S?ulen-Grafik zeigt von 2007 bis 2017 den Arbeitszeitaufwand durch Witterungsextreme und Katastrophenf?lle in Stunden. Es gibt keinen Trend. Mit fast 53.000 Stunden war das Jahr 2010 das arbeitsintensivste, mit 18.700 Stunden das Jahr 2009 das am wenigsten aufw?ndige.
VE-I-5: Beeintr?chtigung von Stra?en durch au?ergew?hnliche Ereignisse

Die S?ulen-Grafik zeigt von 2007 bis 2017 den Arbeitszeitaufwand durch Witterungsextreme und Katastrophenf?lle in Stunden. Es gibt keinen Trend. Mit fast 53.000 Stunden war das Jahr 2010 das arbeitsintensivste, mit 18.700 Stunden das Jahr 2009 das am wenigsten aufw?ndige.

Quelle: Landesbetrieb Mobilit?t Rheinland-Pfalz
 

Stürme und Starkregen – viel Arbeit für den Stra?enbetriebsdienst

Im Frühsommer 2016 gab es für den Stra?enbetriebsdienst in Rheinland-Pfalz viel zu tun. Ende Mai und Anfang Juni brachten die unter dem Namen ?Tief Mitteleuropa“ zusammengefassten Tiefdruckgebiete Elvira, Friederike und Gisela Sturm und Gewitter mit ⁠Starkregen⁠, die lokal Sturzfluten und Rekord-Hochwasser ausl?sten. Ende Juni wiederholte sich das Geschehen. Bei diesen Ereignissen kam es zu überschwemmungen, die Autos fort- und Stra?en unterspülten und weitere Infrastrukturen, beispielsweise Regenrückhaltebecken, besch?digten.

Das ganze Ausma? der Sch?den an Stra?en und Infrastrukturen wird oft erst sichtbar, wenn ein Unwetter abgezogen oder das Hochwasser abgelaufen ist. Es ist Aufgabe der Stra?enbauverwaltungen, diese Sch?den zu beheben. Gr??ere Sanierungsarbeiten an Bauwerken oder B?schungen werden in der Regel an private Firmen vergeben. Kleinere Instandsetzungen und Reinigungsarbeiten werden vom Stra?enbetriebsdienst durchgeführt.
Als Stra?enbetriebsdienst bezeichnet man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autobahn- und Stra?enmeistereien. Sie sorgen für einen verkehrssicheren und funktionsf?higen Zustand des Stra?ennetzes. Alle hierfür erforderlichen Ma?nahmen zur Kontrolle, Wartung und Unterhaltung der Stra?en erfolgen unter der Pr?misse, den Verkehrsablauf so wenig wie m?glich zu beeintr?chtigen.

Die Aufgaben des Stra?enbetriebsdienstes w?hrend und nach Stürmen und Orkanen, Hochwasser, überschwemmungen nach Starkregen sowie sonstigen Katastrophenf?llen beschreibt die kurz vor der Einführung stehende Fassung des ?Leistungsheft für den Stra?enbetriebsdienst auf Bundesfernstra?en“. Laut der weiterentwickelten Leistungsposition 6.1.3 ?Ma?nahmen bei au?ergew?hnlichen Witterungsereignissen und Katastrophenf?llen“ geh?rt es zu seinen Leistungen, nach Unwettern Stra?ensch?den, die die Verkehrssicherheit beeintr?chtigen k?nnten, sofort zu beseitigen. Au?erdem übernimmt er es, Stra?en von Gegenst?nden wie ?sten zu befreien und Verschmutzungen zu beseitigen, besch?digte Verkehrszeichen und Markierungen in Ordnung zu bringen, Bankette zu sanieren und Gr?ben zu r?umen. Sind einzelne Abschnitte nicht passierbar, greift der Stra?enbetriebsdienst mit den notwendigen Schildern und Absperrungen verkehrsregelnd ein.

Die Zeitreihe zeigt den Aufwand für die genannten Leistungen im Zust?ndigkeitsbereich des Landesbetriebs Mobilit?t Rheinland-Pfalz. Besonders hoch war der Arbeitszeitaufwand für den Umgang mit au?ergew?hnlichen Witterungsereignissen und Katastrophenf?llen au?er im Jahr 2016 noch in den Jahren 2007 und 2010. In diesen Jahren wurde Rheinland-Pfalz wie andere Teile Deutschlands und Europas von den Orkanen Kyrill beziehungsweise Xynthia heimgesucht. In Waldgebieten wurden in gro?er Zahl B?ume entwurzelt und ?ste abgerissen. Es entstanden Behinderungen und Sch?den an Stra?en, die der Stra?enbetriebsdienst beheben musste und die einen deutlichen Zusatzaufwand verursachten.

Für Rheinland-Pfalz kann der ⁠Indikator⁠ gebildet werden, da hier über die Vorgaben des bisherigen Leistungshefts für den Stra?enbetriebsdienst hinaus seit 2007 auch der Arbeitszeitaufwand erfasst wurde, der für die Beseitigung von Unwetter- und Hochwassersch?den anfiel. Dabei werden Arbeiten im Zusammenhang mit Absperrungen, Reinigungsarbeiten sowie die Einsatzleitung berücksichtigt.

Zukünftig werden sich nach Einführung des weiterentwickelten Leistungshefts für alle Bundesl?nder bzw. für Deutschland insgesamt vergleichbare Aussagen zu dem Arbeitszeitaufwand treffen lassen, den au?ergew?hnliche Witterungsereignisse und Katastrophenf?lle für den Stra?enbetriebsdienst nach sich ziehen. Für diesen Bereich hat die Bund-L?nder-AG BEKORS (Betriebskostenrechnung im Stra?enbetriebsdienst) das Leistungsheft bei der überarbeitung auch mit dem Ziel weiterentwickelt, diesen Arbeitszeitaufwand einheitlich und vergleichbar zu erfassen. Dafür wurden die zu erfassenden Leistungen konkret beschrieben, und es wurde gekl?rt, dass der Arbeitszeitaufwand nicht nur für die Erst-, sondern auch für die Folgema?nahmen der Position 6.1.3. ?Ma?nahmen bei au?ergew?hnlichen Witterungsereignissen und Katastrophenf?llen“ zuzuordnen ist.

Auf dieser Grundlage kann der Indikator zukünftig auf ganz Deutschland ausgedehnt werden. Daran wird sich beobachten lassen, ob der Arbeitsaufwand für den Stra?enbetriebsdienst steigt, weil es deutschlandweit in einem verst?rkten Ma?e zu Sch?den und Behinderungen an Stra?en durch wetter- und witterungsbedingte Extremereignisse kommt. Dies ist eine der wesentlichen Wirkungen, die für den Verkehrsbereich durch den fortschreitenden ⁠Klimawandel⁠ erwartet wird.

 

Schnittstellen

VE-I-3: Starkregen und Stra?e

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 Anpassung an den Klimawandel  KomPass  Monitoringbericht