5.2 Wie k?nnen Sie messen, ob die Anpassung erfolgreich war?

Bei der Evaluation von Anpassungsaktivit?ten stehen zwei Herangehensweisen im Mittelpunkt, mit denen Sie erstens den Prozess der Anpassung und zweitens die Ergebnisse der Anpassung analysieren k?nnen.

Wie k?nnen Sie eine prozessorientierte Evaluation gestalten?

Die prozessorientierte Evaluation spielt bei der Bewertung von Anpassungsaktivit?ten eine entscheidende Rolle, da die Ergebnisse der Anpassung h?ufig erst über l?ngere Zeitr?ume sichtbar werden. Wenn Sie den laufenden Anpassungsprozess beobachten, k?nnen Sie erkennen, wann sie nachsteuern müssen. Eine erste Bestandsaufnahme vorhandener Anpassungsma?nahmen haben Sie bereits in Modul 3 durchgeführt und um eigene Ma?nahmen erg?nzt. Diese Zusammenstellung k?nnen Sie nun als Grundlage für die prozessorientierte Evaluation nutzen. Dabei geht es insbesondere darum, zu prüfen, ob die angesto?enen Ma?nahmen wie geplant durchgeführt werden – etwa ob bestimmte Meilensteine im Projektverlauf erreicht wurden –, was die Durchführung behindert und wie Sie diese Hindernisse umgehen k?nnen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der prozessorientierten Evaluation ist es, die ?Rahmenbedingungen zu prüfen. Wie hat sich Ihre Kommune seit der Entwicklung der Ma?nahme oder Strategie ver?ndert? Und wie wirken sich diese Ver?nderungen auf den Anpassungsprozess aus?

Synergien und Konflikte

Sollten Sie feststellen, dass in den letzten Jahren Ver?nderungen in Ihrer Kommune stattgefunden haben, die einen starken Einfluss auf die Anpassungsnotwendigkeiten oder -ma?nahmen haben, dann prüfen Sie, wie sich dadurch entstehende Synergien nutzen lassen und wie Konflikte – etwa mit neuen Projekten zur Stadtverdichtung – gel?st werden k?nnen.

Wie k?nnen Sie eine ergebnisorientierte Evaluation gestalten?

Auch wenn viele Anpassungsaktivit?ten Ihre Wirkung erst über lange Zeitr?ume zeigen, kann doch in einzelnen Bereichen eine erste Absch?tzung ihrer Ergebnisse wichtige Informationen liefern. Mithilfe einer ergebnisorientierten Evaluation k?nnen Sie prüfen, wie sich die ⁠Verwundbarkeit⁠ Ihrer Kommune seit Beginn des Anpassungsprozesses ver?ndert hat. Diese Art der Evaluation basiert vor allem auf einer Wiederholung der in Modul 2 und Modul 3 durchgeführten Arbeitsschritte zur Bewertung der Betroffenheit oder Verwundbarkeit ?und einer Identifizierung von Ma?nahmen zur Anpassung. Die Ergebnisse Ihrer ursprünglichen Analyse k?nnen sie dann den Ergebnissen der Revision gegenüberstellen. überprüfen Sie zun?chst, welche Betroffenheiten sich eventuell ver?ndert haben und welche Auswirkungen dies hat. Aktualisieren Sie dann – auch auf der Basis neuer Informationen zu Kosten oder Nutzen von Ma?nahmen – Ihr Ma?nahmenportfolio.

Anpassungsaktivit?ten wirken langfristig und sind komplex. Deshalb f?llt es schwer, zu beurteilen, ob Ihre Kommune bereits weniger vom ⁠Klimawandel⁠ betroffen oder weniger verwundbar ist oder ob ihre ⁠Resilienz⁠ jetzt h?her ist. Kurz- und mittelfristig gesehen kann es bei der ergebnisorientierten Evaluation daher sinnvoll sein, einen Schwerpunkt auf die Analyse von Ver?nderungen der Empfindlichkeit zu legen.

Wichtige Wirkzusammenh?nge und relevante Datenquellen haben Sie bereits im Rahmen der ersten Betroffenheits- oder ⁠Vulnerabilit?tsanalyse⁠ erfasst. Auch eine ressortübergreifende Kooperation zur Anpassung konnte initiiert werden. Der Arbeitsaufwand für die Revision f?llt deshalb deutlich geringer aus.

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