Trend der Luftschadstoff-Emissionen

Grafik: Alle Luftschadstoffe sind im Zeitraum 1990 bis 2016 gesunken.Die NH3-Emissionen verharren auf relativ hohem Niveau und stehen 2016 an der Spitze der Emissionen. Danach folgen PM10 und PM2,5, für die es Daten erst seit 1995 gibt.zum Vergr??ern anklicken
Trend der Luftschadstoff-Emissionen seit 1990
Quelle: Umweltbundesamt Daten als Excel-Datei

Die Emissionen der klassischen Luftschadstoffe sind in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken. Der technische Fortschritt, der Wechsel hin zu emissionsa?rmeren Brennstoffen und letztendlich die nationalen und EU-weiten Vereinbarungen fu?hrten zu weniger Emissionen und sorgten fu?r eine bessere Luftqualita?t.

Die Luftqualit?t in Deutschland hat sich bereits vor dem hier betrachteten Zeitraum ab 1990 deutlich gebessert, getrieben von erst nationalen Initiativen und sp?ter internationalen übereinkommen. Der Wechsel weg von festen Brennstoffen hin zu flüssigen und gasf?rmigen Brennstoffen brachte vor allem im Zusammenhang mit moderner Technik bei station?ren und mobilen Quellen deutliche Rückg?nge bei den klassischen Luftschadstoffen.

Im betrachteten Zeitraum ab 1990 fand für alle Schadstoffe au?er Ammoniak ein Gro?teil der Emissionsminderung in den Jahren direkt nach 1990 statt, in gro?em Ma?e durch die industrielle Transformation in den neuen Bundesl?ndern. In den letzten Jahren flachten die Emissionstrends auf niedrigem Niveau ab. Die weitgehend von der Landwirtschaft dominierten Ammoniak-Emissionen weisen jedoch schon ab 1991 einen recht flachen ⁠Trend⁠ und somit geringe Emissionsminderungen auf.

Eine detailliertere Beschreibung der Luftschadstoff-Emissionen und deren Trends finden Sie im Bereich Daten: Luftschadstoff-Emissionen in Deutschland.

Stickstoffoxide

Die Emissionen sind zwischen 1990 und 2018 um fast 59 Prozent gesunken. Die station?ren und mobilen Verbrennungsprozesse machen den Gro?teil der Emissionen aus. Die Emissionsminderungen des Verkehrs aufgrund strikterer Gesetze und besserer Kraftstoffe beeinflussen den Trend ma?geblich.

Siehe auch Daten: Stickstoffoxid-Emissionen

Schwefeldioxid

Seit 1990 sanken die Schwefeldioxid-Emissionen um fast 95 Prozent. Die gr??te Quelle für die Emissionen ist die Oxidation von Schwefel in Brennstoffen bei der station?ren Verbrennung. Zunehmend strikte nationale Gesetze führten zu technischen Minderungsma?nahmen und dem Wechsel weg von schwefelhaltigen festen Brennstoffen hin zu schwefelarmen flüssigen und gasf?rmigen Brennstoffen.

Siehe auch Daten: Schwefeldioxid-Emissionen

Ammoniak

Seit 1990 sanken die Ammoniak-Emissionen nur um etwa 16%, in den letzten Jahren sinken die Emissionen jedoch wieder. Ammoniak (NH3) entsteht ganz überwiegend durch Tierhaltung und in geringerem Ma?e durch die Düngemittelverwendung in der Landwirtschaft. Von geringerer Bedeutung sind industrielle Prozesse (Herstellung von Ammoniak und stickstoffhaltigen Düngemitteln sowie von kalziniertem Soda), Feuerungsprozesse, Anlagen zur Rauchgasentstickung sowie Katalysatoren in Kraftfahrzeugen.

Siehe auch Daten: Ammoniak-Emissionen

NMVOC

Die Emissionen an flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (engl. Non Methane Volatile Organic Compounds - kurz NMVOC) fielen zwischen 1990 und 2018 um fast 72 Prozent. Die unter den Industrieprozessen berichtete L?semittelverwendung macht seit Mitte der 1990er-Jahre den Gro?teil der deutschen NMVOC-Emissionen aus, die technisch bedingt stark rückl?ufigen Emissionen des Verkehrs verloren über die Jahre immer mehr an Bedeutung.

Siehe auch Daten: Emission flüchtiger organischer Verbindungen ohne Methan (NMVOC)

Kohlenmonoxid

Die Kohlenmonoxid-Emissionen sind zwischen 1990 und 2018 um fast 79 Prozent gesunken. Vor allem die Emissionen des Stra?enverkehrs und der Haushalte & Kleinverbraucher bestimmen den Trend.

Gesamtstaub

?hnlich wie die Schwefeldioxid-Emissionen sanken auch die Emissionen von Gesamtstaub seit 1990 um 81 Prozent, aufgrund zunehmend strikter Gesetze und damit einhergehender technische L?sungen und Brennstoffwechsel. W?hrend die Emissionen aus der station?ren Verbrennung 1990 noch den gr??ten Einzelposten ausmachten, stammt nur noch ein Bruchteil der aktuellen Emissionen daher. Dadurch fallen die Emissionen aus dem Schüttgutumschlag und dem Abrieb von Reifen & Bremsen, die sich nicht in diesem Ma?e mindern lassen, in den letzten Jahren st?rker ins Gewicht.

Feinstaub

Die Feinstaubfraktionen mit aerodynamischen Durchmessern kleiner als 10 bzw. kleiner als 2,5 Mikrometer werden erst seit 1995 berichtet, für die Zeit davor liegen nur Werte für den Gesamtstaub vor. Seit 1995 gingen die Feinstaub-Emissionen um 41 Prozent (⁠PM10⁠) beziehungsweise 55 Prozent (PM2.5) zurück. Der Verkehr sowie die Haushalte tragen in gro?en Mengen zu beiden Fraktionen bei. Feinst?ube aus Schüttgutumschlag, der mineralischen Industrie und der Landwirtschaft befinden sich eher in der gr?beren Fraktion.

Siehe auch Daten: Emission von Feinstaub der Partikelgr??e PM-10 sowie Daten:?Emission von Feinstaub der Partikelgr??e PM-2,5

Black Carbon

Wir berichten auch Zahlen für Black Carbon (Ru?) für die Jahre ab 2000. Aussagen zum Trend sind aber aufgrund der einfachen Methodik nicht m?glich.