Wie funktioniert die Berichterstattung?

Scha?dliche Emissionen in die Luft mu?ssen vermieden oder zumindest vermindert werden. Dazu hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet. In Deutschland hat das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesumweltministeriums die Aufgabe der nationalen Koordinierungsstelle zur Emissionsberichterstattung u?bernommen.

Organisation

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich international dazu verpflichtet, regelm??ig Emissionsberichte zu erstellen. Vereinbarungen regeln die Erfassung unterschiedlicher Luftschadstoffe. Die Emissionen der Luftschadstoffe werden nach international einheitlichen Vorgaben berechnet und erfasst, sodass die Inventare Transparenz, Konsistenz, Vergleichbarkeit, Vollst?ndigkeit und Genauigkeit sicherstellen und eine unabh?ngige überprüfung m?glich machen.

In Deutschland hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (⁠BMUB⁠) dieses System auf ministerieller Ebene etabliert (?Nationales System Emissionen“). Fachlich wichtige Beitr?ge bei der Erstellung der Emissionsinventare leisten neben den Experten im Umweltbundesamt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (⁠BMWi⁠), das Bundesministerium für Ern?hrung und? Landwirtschaft (⁠BMEL⁠), das Verteidigungsministerium (BMVg), das Verkehrsministerium (⁠BMVI⁠) und das Statistische Bundesamt? sowie weitere Institutionen, die statistische Daten bereitstellen. Das Umweltbundesamt ist die nationale Koordinierungsstelle für die Emissionsberichterstattung in Deutschland.

Zu den wichtigsten Aufgaben der nationalen Koordinierungsstelle geh?ren die Planung, Erstellung und Archivierung der Inventare. Au?erdem verfasst das ⁠UBA⁠ den Informative Inventory Report (IIR) und ist für die Qualit?tskontrolle und Qualit?tssicherung bei allen relevanten Prozessschritten verantwortlich. Gleichzeitig ist die nationale Koordinierungsstelle die zentrale Anlaufstelle aller beteiligten Institutionen.

Methodik

Deutschland muss jedes Jahr ein Emissionsinventar für Treibhausgase und Luftschadstoffe anfertigen. Da es technisch unm?glich ist, alle relevanten Emissionen direkt und erst recht nicht für ein ganzes Jahr zu messen, wurde auf internationaler Ebene eine Reihe von Methoden zu ihrer Berechnung entwickelt.

Sie folgen dem Verursacher - und Territorialprinzip: Für alle Treibhausgase und Luftschadstoffe wurden die wichtigen Emissionsquellen innerhalb der Landesgrenzen ermittelt. Für diese Quellen wurde untersucht, wie hoch die Emissionen unter welchen Bedingungen sind. Daraus ergibt sich ein spezifischer Emissionsfaktor. Multipliziert man die Aktivit?tsdaten einer Quelle mit dem Emissionsfaktor erh?lt man die Emissionsmenge, kurz ⁠Emission⁠.
Um das Emissionsinventar zu erstellen, müssen sehr gro?e Datenmengen erfasst und verarbeitet werden. Hierfür unterh?lt das Umweltbundesamt ein Datenbanksystem, das ?Zentrales System Emissionen“.