Stadtentwicklung

Stadtentwicklung soll den st?dtischen Raum lebenswert machenzum Vergr??ern anklicken
Stadtentwicklung

Um in St?dten leben, arbeiten und Freizeit genie?en zu k?nnen, brauchen wir lebendige und lebenswerte Siedlungen. Dieser Aufgabe widmet sich die Siedlungs- oder Stadtentwicklung.

Quelle: Peggy K?nig / Umweltbundesamt

Strategien oder Konzepte zur Stadtentwicklung setzen den Rahmen für die künftige r?umliche und strukturelle Gesamtentwicklung einer Stadt. Der demographische Wandel oder Engp?sse auf dem Wohnungsmarkt, die Energiewende, die Verankerung der Nachhaltigkeit auf der lokalen Ebene und neue Kulturen der Bürgerbeteiligung sind aktuelle Herausforderungen, denen sich die Stadtentwicklung stellen muss.

Inhaltsverzeichnis

 

Stadtentwicklung: aktiver Planungs- und Ver?nderungsprozess

Um in St?dten leben, arbeiten und Freizeit genie?en zu k?nnen, brauchen wir lebendige und lebenswerte Siedlungen. Dieser Aufgabe widmet sich die Siedlungs- oder Stadtentwicklung. Zu den Aufgabenfeldern der Stadtentwicklung geh?ren u.a.

  • die ⁠Bauleitplanung⁠, die die künftige bauliche Entwicklung für Wohnen, Gewerbe oder Dienstleistungen sowie die Bereitstellung von Fl?chen für Stra?en und Infrastrukturen und für die Erholung in der Gesamtstadt und in den Stadtteilen lenkt
  • die st?dtebauliche Sanierung, die darauf abzielt, in ?lteren Stadtteilen st?dtebauliche Missst?nde zu beseitigen und ein gesundes Wohnen und Arbeiten zu erm?glichen
  • der Einsatz weiterer F?rderprogramme, die Stadtquartiere aufwerten und die Lebensbedingungen und Erwerbsm?glichkeiten der Bev?lkerung verbessern sollen (z.B. Soziale Stadt, Programme zur Energetischen Sanierung)
  • verschiedene thematische Konzepte und Ma?nahmenprogramme, z.B. zur F?rderung von bezahlbarem Wohnraum, zur Ansiedlung von Gewerbe, zur Schaffung und Verbesserung von Infrastrukturen, zur Aufwertung der Einzelhandelszentren, zur Ordnung des Parkens sowie zum Einsatz st?dtischer Mittel und ggf. erg?nzender F?rdermittel für diese Zwecke

Das im Baugesetzbuch (BauGB) verankerte Nachhaltigkeitsgebot sieht vor, dass in den Bauleitpl?nen die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang gebracht werden und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gew?hrleistet wird. ??

Anforderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung sind unter anderem:

  • die Wohnbedürfnisse der Bev?lkerung und gesunde Wohn- und Arbeitsverh?ltnisse,
  • Erhaltung, Sicherung und Schaffung von Arbeitspl?tzen,
  • Belange des Personen- und Güterverkehr und der Mobilit?t der Bev?lkerung unter besonderer Berücksichtigung der Verringerung und Vermeidung von Verkehr,
  • Belange der Wirtschaft und verbrauchernahe Versorgung der Bev?lkerung,
  • soziale und kulturelle Bedürfnisse der Bev?lkerung, Sport, Freizeit und Erholung,
  • Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege,
  • Belange des Hochwasserschutzes.

Die Stadtentwicklung umfasst alle Planungen und Ma?nahmen zur st?dtebaulichen Ordnung und Entwicklung. Dabei kommt es vor allem darauf an,

  • fachübergreifend zu denken und zu handeln und
  • Fachbelange in einen r?umlichen Gesamtkontext zu bringen.

Vor allem bedeutet nachhaltige Stadtentwicklung aber, dass bei allen Entscheidungen über Ver?nderungen die Stadt als Ganzes betrachtet werden muss. Entscheidungen sollten zukunftsf?hig sein. Dabei müssen alle Dimensionen der ⁠Nachhaltigkeit⁠ berücksichtigt werden. Diese umfassen

  • Wirtschaft,
  • Soziales,
  • Umwelt
  • sowie Teilhabe an Entscheidungsprozessen.

Somit hat nachhaltige Stadtentwicklung eine Vielzahl von Facetten und Handlungsfeldern. Neben dem Bau neuer Geb?ude oder der Gestaltung von Wirtschaftsstandorten geh?ren dazu zum Beispiel das Sparen von Ressourcen oder Fortbewegungsangebote, die stadt- und umweltvertr?glich, aber auch sozialgerecht sind.

Ein zentrales Instrument der Stadtentwicklung ist die Bauleitplanung. Auf dieser Planungsebene werden die baulichen und sonstigen Fl?chennutzungen in einer Gemeinde vorbereitet und geleitet.

Weiterführende Informationen finden Sie im Artikel ?Planungsebenen“.

 

Lokale Agenda 21: nachhaltige Entwicklung in den Kommunen f?rdern

Eine nachhaltige Entwicklung muss besonders auf der lokalen Ebene, also in unseren St?dten, Gemeinden und Kreisen verwirklicht werden. Das Mitwirken der Kommunen, ihrer Bewohner und ?rtlichen Gemeinschaften ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung des Leitbildes der ?Nachhaltigkeit“ im Sinne der Agenda 21. Diese Agenda wurde 1992 in Rio de Janeiro von der Staatengemeinschaft erarbeitet und ist als verabschiedetes Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert bekannt.

Aufgabe des Bundes ist es, den Lokale-Agenda-21-Prozess im Dialog mit allen beteiligten Institutionen zu unterstützen und zu forcieren. Hierbei gilt die Berücksichtigung der grundgesetzlich verankerten Selbstverwaltungsgarantie der Kommunen, gem?? Artikel 28 Absatz 2 Grundgesetz. Es geht vorrangig darum, die Agenda- Aktivit?ten in den Kommunen über Arbeitshilfen, Fallstudien, Workshops und sonstige Informations- und Beratungsangebote zu bündeln und effektiver zu gestalten. Darüber hinaus sollen Hemmnisse identifiziert und abgebaut werden. Parallel dazu bedarf es zielgerichteter, rahmensetzender Ma?nahmen auf den übergeordneten Planungs- und Entscheidungsebenen.

In einer gemeinsamen Erkl?rung vom 10.09.1997 sicherten das Bundesumweltministerium und die kommunalen Spitzenverb?nde den Kommunen ausdrücklich ihre Unterstützung zu. Hauptziel ist, alle Kommunen für den Prozess zu gewinnen und hierbei enger zusammenzuarbeiten. In die gleiche Richtung zielt auch eine gemeinsame Erkl?rung der Umweltministerkonferenz und der kommunalen Spitzenverb?nde vom 08.05.1998. Besonders wird hier die Bedeutung einer partnerschaftlichen Unterstützung durch Information, Austauschm?glichkeiten, methodische Hilfen und Modellvorhaben hervorgehoben. Zur St?rkung der Zusammenarbeit auf Arbeitsebene ist ein Bund-L?nder-Gespr?chskreis ?Lokale Agenda 21“ unter Mitwirkung der kommunalen Spitzenverb?nde eingerichtet worden. Auch im ?Entwurf eines umweltpolitischen Schwerpunktprogramms“ von 1998 wird die F?rderung des Lokale-Agenda-21-Prozesses als ein zentraler Ma?nahmenbereich des Bundes genannt. Konkret soll erreicht werden, dass im Laufe dieses Jahrzehnts Agenda-21-Prozesse in m?glichst allen Kommunen durchgeführt werden.

Im Rahmen der F?rderung kommunaler Agenda-21-Prozesse wurden vom Umweltbundesamt bereits zahlreiche ?Bausteine“ entwickelt. Hingewiesen sei hier insbesondere auf:

Darüber hinaus werden Informationsbl?tter über wichtige Aktivit?ten des Bundes mit Bezug zur Lokalen Agenda 21, wie Projektergebnisse, Erkl?rungen und Sachstandberichte, zur Verfügung gestellt. Parallel dazu gibt das Umweltbundesamt Leitf?den und Ratgeber heraus, die für konkrete Projekte in den verschiedenen thematischen Handlungsfeldern des Lokale-Agenda-21-Prozesses Hilfestellung leisten, wie es zum Beispiel Fl?chennutzung und Siedlungsentwicklung sind. Dem Themen- und Arbeitsfeld ?Lokale Agenda 21“ wird durch bedarfsgerechte Informations- und Beratungsangebote des Umweltbundesamtes Rechnung getragen.?

 

Bauen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsregeln

Das Bauen stellt bei Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Geb?uden, der Neubau, Unterhaltung und Abriss umfasst, eins der wichtigsten Handlungsfelder nachhaltigen Wirtschaftens dar. Auf Bundesebene sind ihm jeweils circa ein Drittel des Energie- und Materialverbrauchs sowie wichtige Schadstoffemissionen zuzurechnen. Weitere Umweltfolgen stellen die wachsende Menge von Bauabf?llen dar, die circa 40 Prozent des Gesamtabfallaufkommens betragen. Dazu geh?ren die Eingriffe in Naturr?ume, wie es zum Beispiel die F?rderung ben?tigter Rohstoffe von mehr als zehn Tonnen pro Kopf und Jahr?ist und die Inanspruchnahme von Fl?chen zu Siedlungs- und Verkehrszwecken. Die T?tigkeiten des Bausektors sind von entscheidender Bedeutung für die sozio?konomischen Entwicklungsziele der Versorgung mit Arbeitspl?tzen, Wohnung und Infrastruktur.

Nachhaltiges Bauen spielt in der Planung und Politik von Bund, L?ndern und Gemeinden insbesondere in den Bereichen Wirtschaftsf?rderung, Stadtplanung, Verkehr, Energie, Abfall, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung eine bedeutende Rolle. Den rechtlichen Handlungsrahmen bilden die Bauordnungen der 16 Bundesl?nder, die sich an der Musterbauordnung der Arbeitsgemeinschaft der Bauministerien (ARGEBAU) orientieren.

Wichtige Themen sind:

  • Umweltgerechte Sanierung im Bestand (CO2 Minderung),
  • ?kologiesierung der Musterbauordnung,
  • Verst?rkte Anwendung von Geb?udepass, Energiebedarfsausweisen.

Die Aktivit?ten des Fachgebiets umfassen unter anderem:

  • Vorschl?ge für Ziele, Indikatoren, Ma?nahmen und Instrumente für rahmensetzende Konzepte und Programme auf Bundesebene. Sowie Vorschl?ge für deren Umsetzung auf den konkreten Planungs- und Handlungsebenen,
  • Handreichungen und Arbeitshilfen für die Planungstr?ger zur Aussch?pfung der im Bau- und Planungsrecht liegenden Handlungsspielr?ume für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung,
  • Darstellung, Auswertung und Vermittlung beispielhafter Initiativen und Projekte ?vor Ort“ (Modellvorhaben und Fallstudien).
 

Umweltqualit?t in kompakten, nutzungsgemischten Stadtstrukturen

Projektinformation
Umwelt- und Aufenthaltsqualit?t in kompakt-urbanen und nutzungsgemischten Stadtstrukturen
Analysen, Fallbeispiele, Handlungsans?tze unter Nutzung und Weiterentwicklung des Bauplanungs- und Umweltrechts

Hintergrund - Ausgangssituation
Vor dem Hintergrund einer hohen Inanspruchnahme von Freiraum für Siedlungs- und Verkehrszwecke hat die Bundesregierung 2002 in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel formuliert, die Fl?chenneuinanspruchnahme bis zum Jahr 2020 auf 30 ha pro Tag zu reduzieren. Die Umsetzung des 30 ha-Ziels in die einschl?gigen gesetzlichen Regelungen u.a. des Baugesetzbuches (BauGB) verpflichtet die Kommunen, die M?glichkeiten einer fl?chensparenden und fl?cheneffizienten Innenentwicklung zu nutzen, insbesondere durch Ma?nahmen der Nachverdichtung in bestehenden Quartieren und die Wieder- und Umnutzung brachgefallener Siedlungs- und Konversionsfl?chen.
Parallel zu diesen Entwicklungen und Initiativen l?sst sich in den letzten Jahren vielerorts ein Bedeutungsgewinn der Stadtzentren, vor allem der Zentren gro?er St?dte, beobachten: Die Intensit?t der Abwanderung aus st?dtischen R?umen hat abgenommen, Kernst?dte sind gegenüber ihrem Umland begünstigt und bisher unattraktive Teilr?ume von St?dten werden wiederbelebt.
Eine Begründung dafür wird im Wachstum stadtorientierter Dienstleistungen, in der Herausbildung von ?Wissens?konomien“, in ge?nderten Pr?ferenzen der privaten Haushalte beim Konsum (gerade auch der jüngeren Generationen), in der mittlerweile internationalen Zuwanderung, die sich überproportional auf die Kernst?dte richtet oder aber auch im soziodemografischen Wandel gesehen. Dabei ist der demografische Wandelvor allem durch den wachsenden Anteil an Single-Haushalten und die steigende Zahl ?lterer Menschen, die nach Auszug der Kinder wieder das Leben in der Stadt mit den Vorteilen eines gr??eren kulturellen Angebots und einer besseren Infrastrukturausstattung suchen, gekennzeichnet. Noch unklar ist zurzeit allerdings, ob der sich abzeichnende ⁠Trend⁠ einer Re-Urbanisierung sich in diesem Tempo fortsetzen wird. Limitiert wird dieser nicht zuletzt durch fehlende bezahlbare Wohnangebote in den attraktiven Zentren.Gerade vor dem Hintergrund des Bedeutungsgewinns st?dtischer R?ume stellt sich wieder verst?rkt die Frage nach einem konsistenten Leitbild für eine künftige nachhaltige Stadtentwicklung (siehe dazu u.a. Leipzig Charta), denn mit einer st?rkeren Konzentration der Siedlungsentwicklung auf die Zentren der St?dte werden eine Reihe von Vorteilen für die Infrastrukturentwicklung, Mobilit?t oder Umwelt verbunden. Im Fokus dieser Dis-kussionen steht besonders das st?dtebauliche Leitbild der kompakt-urbanen und funktionsgemischten Stadt mit kurzen Wegen. Im Sinne ei-ner nachhaltigen st?dtebaulichen Entwicklung soll es dazu beitragen:

  • das Fl?chenwachstum für Siedlungen und Verkehrsinfrastrukturen zu reduzieren, damit den Landschaftsverbrauch zu minimieren und das ⁠Verkehrsaufkommen⁠ und die damit verbundenen Emissionen und Energieverbr?uche auf ein vertr?gliches Ma? zu begrenzen
  • Stadt schützt Landschaft.
  • den volkswirtschaftlichen Aufwand für die Siedlungsentwicklung im ⁠Au?enbereich⁠ zu reduzieren und die Kommunen von materiellem und finanziellem Aufwand für dafür erforderliche Infrastrukturen zu entlasten
  • Infrastrukturauslastung spart Kosten.
  • r?umliche und soziale Segregation unterschiedlicher Milieus zu verhindern und zugleich “bunte“, attraktive und bezahlbare Quartiere zu schaffen, die eine Mischung von Wohnen, Arbeiten, Bildung, Versorgung und Freizeitgestaltung erm?glichen
  • funktionale und soziale Vielfalt sichert Teilhabe.

Kompakt und gemischt genutzte Siedlungsstrukturen mit attraktiven Wohnbereichen und Wohnumfeldern bieten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern die M?glichkeit, ihre allt?glichen Wege zu wichtigen Einrichtungen der Daseinsvorsorge in relativ kurzer Zeit zu Fu? oder mit dem Fahrrad bew?ltigen zu k?nnen, was den ⁠Verkehrsaufwand⁠ reduziert und wesentlich zu einer energie- und fl?cheneffizienten Stadt beitr?gt.
Die Herausforderung dabei ist, ein hohes Ma? baulicher Dichte mit einer hohen Umwelt- und Aufenthaltsqualit?t in den Quartieren in Einklang zu bringen. So sind z.B. Grün- und Freir?ume in ausreichender Zahl zu sichern, darüber hinaus Stra?enr?ume und Pl?tze aufzuwerten und m?glichst einer Mehrfachnutzung zuzuführen. Auch den r?umlichen Anforderungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist durch eine vor-sorgende Sicherung von Fl?chen zur besseren Belüftung und Kühlung der Stadt und zum Wasserrückhalt gerecht zu werden. Zwangsl?ufig werden sich die Fl?chenkonkurrenzen in den St?dten weiter versch?rfen.

Aufgabenstellung und Forschungsfragen
Das Umweltbundesamt hat das BKR Aachen in Kooperation mit dem Deut-schen Institut für Urbanistik (Difu Berlin) mit der Bearbeitung des F+E-Vorhabens ?Umwelt- und Aufenthaltsqualit?t in kompakt-urbanen und nutzungsgemischten Stadtstrukturen“ beauftragt. Zentrale Frage des Vorhabens ist es, wie kompakte und nutzungsgemischte Siedlungsstrukturen entwickelt werden k?nnen, dass sie den Anforderungen an eine hohe Umwelt-, Aufenthalts-, Wohn- und Lebensqualit?t in den st?dtischen Quartieren gerecht werden.
Im Fokus des Vorhabens steht die Entwicklung und Sicherung von Aufenthalts- und Umweltqualit?ten im Rahmen des Leitbildes der kompakten und nutzungsgemischten Stadt. Im Vorhaben soll u.a. untersucht werden, welche Synergien zwischenkompakten und nutzungsgemischten Stadtstrukturen und der Umweltentwicklung bestehen und wie sie effizient genutzt werden k?nnen. Zu kl?ren ist aber auch, welche Konflikte auftreten k?nnen und wie sie vermieden, gemindert oder ausgeglichen bzw. kompensiert werden k?nnen. Anhand von acht ausgew?hlten kommunalen Fallstudien – sowohl Bestands- als auch innerst?dtische Neuplanungs- bzw. Umstrukturierungsgebiete – werden L?sungsans?tze, Strategien, Steuerungs-und Einflussm?glichkeiten von Kommunen sowie anderen Akteuren eingehender untersucht. Folgende Fragestellungen stehen im Fokus:

  • Welche Formen und Auspr?gungen von funktionaler und sozialer Mischung sowie von Nutzungsdichte sind in den verschiedenen Quartieren zu finden (Untersuchung von Fallstudien)? Welche positiven Effekte und Synergien sind mit den verschiedenen Modellen und Typen von mischgenutzten, verdichteten Quartieren verbunden und welche Unvertr?glichkeiten und Konflikte – vor allem im Umweltbereich – k?nnen auftreten?
  • Wie gelingt eine nachhaltige sozial-, wirtschafts- und umweltvertr?gliche Sicherung und Entwicklung gesunder Wohn-, Arbeits- und Freizeitverh?ltnisse in kompakten und verdichteten Quartieren – sowohl im Bestand als auch im Neubau? Welche Siedlungs-, Bebauungs- und Freiraumstrukturen sind besonders geeignet, diese Bedingungen zu erfüllen?
  • Wie sehen die Fl?chenverteilung, die multifunktionale Fl?chennutzung und die daran angepassten Verkehrs- und Infrastruktursysteme in bebauten und unbebauten Bereichen kompakter und verdichteter Quartiere aus? Welchen Beitrag k?nnen kompakte und nutzungsgemischte Quartiere zur Reduzierung des Fl?chenverbrauchs leisten?
  • Gibt es Zusammenh?nge zwischen sozialer Lage der Quartiere, dem Grad der Nutzungsmischung, den jeweiligen Entwicklungstendenzen und der Umwelt- und Aufenthaltsqualit?t? Wie sehen Ausgleichs- und Kompensationsm?glichkeiten aus?
  • Warum ist die gemischte Stadt – angesichts der vielen formulierten Vorteile – nicht Alltagspraxis? Welche Hemmnisse und Nebenwirkungen behindern die Entwicklung von kompakten und gemischten Stadtstrukturen?
  • Welche Hinweise und Anhaltspunkte zu planerischen, st?dtebaulichen, rechtlichen und sonstigen Handlungsm?glichkeiten k?nnen ge-wonnen werden, um r?umliche und soziale Mischung zu schaffen bzw. zu erhalten? Welche Instrumente wurden bereits erprobt? Welche rechtlichen und technischen Regelungen sind zu überarbeiten, welche fehlen? Welche Umweltstandards sind für die kompakte, nutzungsgemischte Stadt zu definieren?

Aufbereitung der Ergebnisse
Die Ergebnisse des Vorhabens werden in einem Abschlussbericht unter Berücksichtigung der Kommentare des Projektbeirats niedergelegt. Als Orientierungshilfe für die auf verschiedenen Entscheidungsebenen mit st?dtebaulicher Planung befassten Akteure werden die wichtigsten Erkenntnisse und Handlungsans?tze in einem Positionspapier ?Umweltqualit?t in kompakt-urbanen und funktionsgemischten Stadtstrukturen“ zusammengefasst und als Broschüre ver?ffentlicht.

 

Wei?buch "Stadtgrün" - Ma?nahmen des Bundes auf dem Weg zu einer grünen Stadt

Auf dem 2. Bundeskongress "Grün in der Stadt" am 08./09. Mai 2017 in essen hat die Bundesumwelt- und -bauministerin das Wei?buch "Stadtgrün"vorgestellt. Mit dem Wei?buch hat sich der Bund ein Handlungsprogramm für die n?chsten Jahre gegeben. Es definiert für 10 Themenfelder konkrete Ma?nahmen, wie der Bund im Rahmen seiner Zust?ndigkeit die Kommunen unterstützeb wird, urbane grüne Infrastruktur zu st?rken. Das urbane Grün übernimmt vielf?ltige soziale, ?kologische, klimatische, gesundheitsf?rdernde und stadtgestalterische Funktionen und leistet damit einen zentralen Beitrag für mehr Umwelt- und Aufenthaltsqualit?t in unseren St?dten und Gemeinden.

Im Wei?buch geht es vor allem um eine bessere rechtliche Verankerung der Grün- und Freiraumplanung, um gezielte F?rderma?nahmen, um die Entwicklung von Leif?den, um die Durchführung von Modellvorhaben, um eine verbesserte Kommunikation der Akteure und um eine Vorbildfunktion des Bundes. So hat das ⁠BMUB⁠ bereits ein neues St?dtef?rderprogramm "Zukunft Stadtgrün" ins Leben gerufen und stellt für 2017 erstmals 50 Mio. Euro bereit.

Das BBSR, das ⁠UBA⁠, dem ⁠BfN⁠ und das JKI (Bundesinsitut für Kulturpflanzen) haben zusammen die Grundlage des Wei?buches erarbeitet. Die Beitr?ge des UBA fokussieren vor allem auf die Themenfelder "Integriete Planung für das Stadtgrün", "Mit Stadtgrün ⁠Klimaschutz⁠ st?rken und ⁠Klimafolgen⁠ mildern", "Stadtgrün sozial-vertr?glich und gesundheitsf?rderlich entwickeln" und "Bauwerke begrünen", was auch die Umgestaltung des Star?enraums umfasst.

über den Wei?buchprozess und die Initiative "Grün in der Stadt" informiert die Internetseite. das Wei?buch "Stadtgrün" steht auf folgender Seite zur Vefügung.

 

Die kompakte, funktionsgemischte Stadt mit urbanem Grün und ?ffentlichen Freir?umen - Vorschl?ge für Ma?nahmen des Bundes

Kompakte, gemischte und zugleich grüne Stadtquartiere sind wesentlicher Bestandteil einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung. In der Fachbroschüre ?Die Stadt für Morgen“
hat das Umweltbundesamt neben verkehrlichen und l?rmreduzierenden Ma?nahmen auch st?dtebaulich relevante Ma?nahmen des Bundes vorgeschlagen:

Die kompakte und funktionsgemischte Stadt verwirklichen

  • Verankerung der ?doppelte Innenentwicklung“ im St?dtebaurecht
  • Aufnahme einer neuen Baugebietskategorie in der Baunutzungsverordnung zur F?rderung der Innenentwicklung
  • Flexibilisierung der Stellplatzverordnungen und –satzungen
  • Verst?rkter Einsatz von St?dtebauf?rdermitteln zum Rückbau von überdimensionierten Stra?en und Parkpl?tzen
  • Konzentration der Siedlungsentwicklung auf Siedlungsschwerpunkte und Siedlungsachsen im Rahmen der Regionalplanung
  • Weiterentwicklung des Raumordnungsgesetzes um den Grundsatz, das Raumordnungspl?ne ?quantifizierte Vorgaben zur Verringerung der Fl?cheninanspruchnahme“ enthalten k?nnen
  • Einführung einer obligatorischen UP-Vorprüfung des Einzelfalls bei Aufstellung von Bebauungspl?nen im beschleunigten und vereinfachten Verfahren?

Für urbanes Grün und ?ffentliche Freir?ume sorgen

  • St?rkung des Stadtgrüns in der St?dtebauf?rderung?
  • Dauerhafte Etablierung einer eigenen F?rderkulisse für das Stadtgrün
  • Entwicklung von Standards für die quantitative und qualitative Grün- und Freiraumversorgung
  • Anforderungen an den barrierefreien Zugang und die bedarfsgerechte Gestaltung von ?ffentlichen R?umen
  • Modellvorhaben zur besseren Berücksichtigung der ?grünen und blauen Infrastruktur“ in der Planungspraxis?
  • F?rderung der Bauwerksbegrünung
  • Dialogprozess zur Nutzung des Potenzials urbaner G?rten
  • Ausbau der Vorbildfunktion des Bundes?

Impulsvortr?ge auf dem ⁠UBA⁠-Forum 2017 zum Thema ?Die Stadt für Morgen“ am 30./31. M?rz 2017 in Berlin:

?Die Kompakte funktionsgemischte Stadt“

?Urbanes Grün und ?ffentliche Freir?ume in der zukunftsf?higen Stadt“

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