Nachbarschaftsl?rm

Nach repr?sentativen Umfragen des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2016 fühlen sich rund 60 Prozent der Befragten durch den L?rm von Nachbarn bel?stigt.

Ger?usche, die durch T?tigkeiten von Privatpersonen in der Nachbarschaft hervorgerufen werden und st?rend oder bel?stigend wirken, werden als Nachbarschaftsl?rm bezeichnet. Hierzu geh?ren beispielsweise laut eingestellte Fernseher, eine Party, Heimwerkerarbeiten in der Wohnung oder im Garten oder auch der Betrieb von Fahrzeugen oder Rasenm?her auf privatem Gel?nde.

Rechtliche Regelungen zu Nachbarschaftsl?rm

Regelungen zum verhaltensbezogenen Nachbarschaftsl?rm sind in den Immissionsschutzgesetzen der Bundesl?nder, in Regelungen der Kommunen oder auch in Hausordnungen enthalten. Sie legen zum Beispiel fest, zu welchen Zeiten ein erh?hter Anspruch auf Ruhe besteht.?In bestimmten F?llen kann auch das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 906 und § 1004) Anwendung finden.

Nach der Ger?te- und Maschinenl?rmschutzverordnung (32. BImSchV) dürfen zahlreiche für den Betrieb im Freien bestimmte Ger?te und Maschinen in l?rmsensiblen Gebieten nur zu bestimmten Zeiten eingesetzt werden. Hierzu geh?ren beispielsweise Kettens?gen, Rasenm?hrer und Altglas-Container. So ist es zum Beispiel in Wohngebieten grunds?tzlich nicht erlaubt, diese Produkte an Sonn- und Feiertagen und in den Nachtstunden von 20 bis 7 Uhr zu betreiben.?

Schallschutz in Geb?uden

L?rm im Wohnbereich ist sehr st?rend, weil sich die Betroffenen entspannen m?chten. Wieviel von einem Ger?usch im Wohnraum ankommt, h?ngt von den schalld?mmenden Eigenschaften der Wohnung oder des Hauses ab. Fenster, Türen und leichte W?nde haben beispielsweise eine geringere Schalld?mmung als W?nde aus Mauerwerk oder Beton.?

Zum Schutz der Menschen vor unzumutbaren Bel?stigungen in Wohnr?umen wurden in der DIN 4109 ?Schallschutz im Hochbau“ Mindestanforderungen an den Schallschutz festgelegt. Allerdings sind auch bei Einhaltung der Mindestanforderungen der DIN 4109 Bel?stigungen durch Ger?usche aus benachbarten Wohnungen nicht auszuschlie?en. Selbst übliche Nutzungsger?usche, wie angeregte Gespr?che oder Fernsehen, k?nnen in einer hellh?rigen Nachbarwohnung manchmal bereits als st?rend wahrgenommen werden.

Ein besserer Schallschutz l?sst sich mit Hilfe der VDI 4100 ?Schallschutz im Hochbau – Wohnungen – Beurteilung und Vorschl?ge für erh?hten Schallschutz“ erreichen. Der erh?hte Schallschutz sollte von Bauherren und Planern bereits bei dem Bau eines Geb?udes berücksichtigt und vertragsrechtlich vereinbart werden. Ein nachtr?glicher baulicher Schallschutz kann unter Umst?nden nur mit erheblichen Kosten realisiert werden.

Was tun, wenn man L?rm als bel?stigend empfindet?

Beim Nachbarschaftsl?rms ist es h?ufig entscheidend, ob Sie den Grund des L?rms kennen und sich hierüber informiert fühlen: Wurde die Party zum Beispiel vorher im Hausflur angekündigt oder wurden Sie über die Bauarbeiten informiert? Ist zu erwarten, dass das Ger?usch lange andauern wird oder wird es in kurzen Zeit wieder vorüber sein? Auch das nachbarschaftliche Verh?ltnis beeinflusst, ob ein Ger?usch überhaupt als L?rm wahrgenommen wird. Sprechen Sie gegebenenfalls mit anderen Nachbarinnen und Nachbarn, ob diese sich auch gest?rt fühlen. Liegt eine Bel?stigung oder St?rung vor, ist der Verursacher oder die Verursacherin immer der erste Kontakt. Sie k?nnen auch an den Vermieter beziehungsweise die Vermieterin oder die Hausverwaltung wenden. Der n?chste Ansprechpartner ist die Ordnungsbeh?rde.

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 Nachbarschaftsl?rm  Baulicher Schallschutz  Tieffrequentes Ger?usch