Nachhaltige Mobilit?t

LKW und Pkw auf der Autobahnzum Vergr??ern anklicken
Der Verkehr ist der einzige Sektor, dessen Treibhausgas-Emissionen seit 1990 kaum gesunken sind.
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Der Personen- und Güterverkehr in Deutschland w?chst stetig. Steigender Personenverkehr erh?ht jedoch nicht zwangsl?ufig die Mobilit?t der Menschen. Ebenso bedeutet mehr Güterverkehr nicht per se eine bessere und effizientere Güterversorgung.

Mobilit?t und Erreichbarkeit sind zentrale Voraussetzungen für Teilhabe, wirtschaftlichen Austausch, Besch?ftigung und Wohlstand in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig ist das derzeitige Verkehrssystem jedoch durch starke Umweltbelastungen gekennzeichnet. Der Verkehr – genauer die ⁠Verkehrsleistung⁠ – hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich erh?ht: Seit 1960 hat sich der Güterverkehr mehr als verdreifacht, der Personenverkehr sogar vervierfacht.

Auch wenn die einzelnen Fahrzeuge deutlich sauberer und leiser geworden sind, verursacht der motorisierte Verkehr durch die ⁠Emission⁠ von Klimagasen, Luftschadstoffen und L?rm sowie Fl?cheninanspruchnahme und Ressourcenverbrauch nach wie vor viele negative Umweltwirkungen. Mit der Zunahme der Verkehrsleistung hat sich der Energieverbrauch des Verkehrs in Deutschland seit 1960 mehr als verdreifacht. Aktuell verursacht der Verkehr rund ein Fünftel der Gesamt-Treibhausgasemissionen in Deutschland.?

Wie l?sst sich aber die Mobilit?t von Personen und Gütern erhalten und sichern, ohne dass der Verkehr langfristig Mensch und Umwelt überm??ig belastet? Diese Frage steht im Zentrum einer nachhaltigen Mobilit?t. Die Bundesregierung hat mit ihrem Klimaschutzgesetz?(KSG) beschlossen, die j?hrlichen Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich von aktuell rund 160 Millionen Tonnen ⁠CO2⁠-?quivalente auf 95 Tonnen im Jahr 2030 abzusenken und langfristig bis zum Jahr 2050 das Ziel der Treibhausgasneutralit?t zu verfolgen. Auch die Europ?ische Kommission hat sich mit ihrer ?Strategie für ein klimaneutrales Europa“ das Ziel gesetzt, das europ?ische Mobilit?tssystem bis zum Jahr 2050 zu dekarbonisieren, also treibhausgasneutral zu gestalten.?

Diese politischen Beschlüsse müssen nun mit ambitionierten Ma?nahmen unterlegt werden, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Eine umfassende Strategie im Bereich Verkehr umfasst folgende vier Felder:?

  1. Verkehr vermeiden,
  2. auf umweltvertr?glichere Verkehrstr?ger – wie zum Beispiel Schiene oder Schiff – verlagern,
  3. die Energieeffizienz erh?hen sowie?
  4. postfossile, treibhausgasneutrale Kraftstoffe und Strom nutzen.?

Um den Verkehr unter Nutzung alternativer Kraftstoffe und Antriebe ressourcen- und kosteneffizient zu gestalten ist es notwendig, die Energienachfrage des gesamten Sektors zu verringern. Das Vermeiden und Verlagern von Verkehren ist daher besonders wichtig. Gerade die Vermeidung von Verkehr wird oft missverstanden: Vorrangiges Ziel ist es dabei nicht, Verkehr zu unterbinden, sondern die Verkehrswege durch ver?nderte Siedlungs- und Produktionsstrukturen zu verkürzen oder die Auslastung der Fahrzeuge zu erh?hen: Es geht also um mehr Mobilit?t mit weniger Verkehr!?

Nachhaltiger Verkehr braucht einen Mix von Ma?nahmen, da einzelne Ma?nahmen nicht die notwendige Wirkung entfalten k?nnen. Das Fahrzeug und seine Antriebstechnik dürfen nicht allein im Fokus stehen. Erst mit einem integrierten Ansatz inklusive nicht-technischer Ma?nahmen lassen sich die gesteckten Klimaschutzziele auch erreichen. N?tig sind vor allem wirtschaftliche Anreize mit dem Ziel einer Verhaltens?nderung und eine Siedlungs- und Verkehrsplanung, die Verkehrsvermeidung und umweltfreundliche Verkehrstr?ger in den Fokus nimmt.

Infografiken zu den wichtigsten Klimaschutzma?nahmen im Verkehr

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  1. Umweltfreundlicher Alltagsverkehr
  2. F?rderung der Elektromobilit?t
  3. Umweltsch?dliche Subventionen abbauen
  4. Fahrleistungsabh?ngige Maut erstellen
  5. Treibhausgasneutraler Verkehr bis 2050 ist m?glich