Die Stadt für Morgen: Die Vision

Das Bild zeigt die Graphik einer l?rmarmen, grünen, kompakten und durchmischten Stadt.zum Vergr??ern anklicken
Stadt für Morgen

In der Stadt der Zukunft ist alles auch ohne Auto gut erreichbar.

Quelle: Umweltbundesamt

Umweltschonende Mobilit?t, l?rmarm, grün, kompakt und durchmischt – so sieht die Stadt für Morgen aus. Unsere 15 Bausteine füllen die Vision mit Leben und zeigen, wie das konkret funktioniert. Dabei stellt die Reihenfolge der Bausteine keine Gewichtung dar; jede Leserin und jeder Leser kann für sein individuelles Wunschbild eine ganz pers?nliche Abfolge herstellen.

Inhaltsverzeichnis

 

Kompakt wohnen, Fla?chen sparen, Verkehr vermeiden

  • Kompakte Stadt: Brachfla?chen und Baulu?cken werden wieder einer Nutzung zugefu?hrt; die Potenziale einer Nachverdichtung von Quartieren werden genutzt, einschlie?lich freiwerdender Verkehrsfla?chen.
  • Zuerst Vorfahrt fu?r Rad und ?ffentlichen Verkehr (O?V): Im ersten Schritt werden an allen Hauptverkehrsstra?en fehlende Radwege erga?nzt und an 50 % des Hauptverkehrsnetzes eigene Fahrspuren fu?r den O?V eingerichtet (wenn no?tig, zulasten der Pkw-Stellpla?tze). Zusa?tzlich werden am Stra?enrand und z.T. auch auf Privatgrundstu?cken (z.B. unterstu?tzt durch Fo?rderprogramme) einige Pkw-Stellpla?tze in Fahrradstellpla?tze umgewandelt. Fu?r ruhenden, motorisierten Individualverkehr am Stra?enrand und auf Wohngrundstu?cken bleiben in diesem ersten Umsetzungsstadium maximal 3 m2 pro Einwohner.
  • Dann Ru?ckbau der autogerechten Stadt: Die Fla?chenbelegung fu?r ruhenden motorisierten Individualverkehr am Stra?enrand und auf Wohngrundstu?cken betra?gt maximal 1,5 m2 pro Einwohner. Frei werdende Fla?chen werden fu?r Fahrradwege und O?V-Spuren, fu?r Freizeit und Gru?nfla?chen, Fahrradstellpla?tze und – in begrenztem Umfang – fu?r Carsharing verwendet.
  • Stadt der kurzen Wege: Die durchschnittliche Wegla?nge betra?gt nur noch 8 km pro Weg bzw. 28 km pro Person und Tag, also etwa ein Viertel ku?rzer als heute.
  • Schnell nach drau?en: Die Stadt ist mit den Siedlungsschwerpunkten des Umlandes durch O?V und Radschnellwege verknu?pft
Ausschnitt Zukunftsstadt
Kompakte St?dte halten die Wege kurz
Quelle: Umweltbundesamt
 

Gru?nes Umfeld schaffen und bewahren

  • Gru?nfla?chen einschlie?lich Wasserfla?chen stehen fu?r Erholung, Bewahrung der biologischen Vielfalt, Kalt- und Frischluftzufuhr und Wasserru?ckhalt in Art und Umfang angemessen zur Verfu?gung.
  • Kurze Wege schaffen: Der Anteil o?ffentlich zuga?nglicher Gru?n- und Erholungsfla?chen, die durch kurze Fu?wege erreichbar sind, ist hoch. Auch Geba?ude umfassen privates oder halbo?ffentliches Gru?n und Ga?rten. Das erspart Fahrten ins Umland und ist fla?cheneffizient.
  • Hohe Qualita?t des Umfeldes: Wohnen und Arbeiten erha?lt durch hochwertige Gru?nfla?chen und begru?nte Pla?tze, Stra?enra?ume, Passagen und sonstige o?ffentliche Ra?ume mehr Lebensqualita?t.
  • Gru?n und gesund: Gru?n- und Wasserfla?chen fo?rdern die Gesundheit durch besseres Mikroklima und schaffen Anreize zur Bewegung.
  • Gru?n statt Beton: Gru?n- und Wasserfla?chen auf Da?chern, an Fassaden und auf anderen verfu?gbaren Fla?chen wie Innenho?fen verscho?nern das direkte Umfeld und sorgen im Sommer fu?r angenehme Ku?hle.
Zukunftsstadt Ausschnitt
Mehr Grün in der Stadt steigert die Lebensqualit?t.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Mehr Platz fu?r Begegnung und Miteinander

  • Die Aufenthaltsqualita?t im o?ffentlichen Raum ist hoch, z.B. durch zahlreiche Sitzgelegenheiten und geringe La?rm- und Schadstoffbelastung.
  • Das Angebot an Fla?chen fu?r Begegnung, Erholung und Kommunikation ist vielfa?ltig.
  • Lebensraum statt Parkraum: Im o?ffentlichen Raum parken nahezu keine privaten Autos mehr; ein konsequentes Parkraummanagement macht Parken in den Sta?dten teurer.
  • Ungeteilte City: Die Trennungswirkung durch Verkehrsachsen (gilt auch fu?r O?V) wird aufgehoben oder gemildert.
  • Begegnungszonen und gleichwertiges Nebeneinander der Verkehrsmittel (Shared Space) pra?gen das Bild.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Weniger parkende Autos schaffen Freir?ume.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Kurze Wege - direkt zum Ziel

  • Ta?gliche Mobilita?tsziele sind fu?r alle auch ohne Auto erreichbar und zuga?nglich, idealerweise in kurzer Distanz zu Fu? oder per Fahrrad.
  • Gu?ter und Dienstleistungen sind je nach Ha?ufigkeit des Bedarfs einfach zu erreichen: ta?glich zu Fu?, periodisch mit Fahrrad und O?V, episodisch mit O?V und ?geteiltem“ Auto.
  • Schnelle Hilfe bei Notfa?llen ist umfassend gewa?hrleistet.
Zukunftsstadt Ausschnitt
In der Stadt der Zukunft ist alles auch ohne Auto gut erreichbar.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Attraktive und funktionsgemischte Gebiete schaffen

  • Die Wohnnutzung in innersta?dtischen Quartieren wird gesta?rkt und die Bereitstellung privater, halbo?ffentlicher und o?ffentlicher Fla?chen fu?r die Begegnung von Menschen wird gefo?rdert.
  • La?rm- und emissionsarmes Gewerbe wird erhalten bzw. ru?ckintegriert. Lautes Gewerbe wird in Wohngebieten und urbanen Mischgebieten so weit wie mo?glich vermieden und alternativ in Gewerbeho?fen angesiedelt.
  • Die Innensta?dte werden baulich attraktiv nachverdichtet, z.B. durch Nutzung von Baulu?cken, unbebauten Hinterho?fen oder u?berflu?ssigen Parkpla?tzen.
  • Sta?dtische Brachfla?chen werden wiedergenutzt und reaktiviert, vorrangig durch Bebauungsformen, die trotz Verdichtung ein attraktives und gesundes Wohnen mit hoher Lebensqualita?t ermo?glichen.
  • Wohnen wird den unterschiedlichen Bedu?rfnissen von Jung und Alt angepasst. Wohnen ist flexibel organisiert.
  • Einwohner und Einwohnerinnen sind bestmo?glich vor La?rm geschu?tzt
  • Versorgungseinrichtungen des ta?glichen Bedarfs, aber auch kulturelle Einrichtungen und gesellschaftliche Treffpunkte sind vielfa?ltig und decken die Bedu?rfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen ab.
  • Die Vorteile geschlossener Bauweise zur Schaffung ruhiger Ho?fe in lebhaften Quartieren werden genutzt.
  • Zugang zu bezahlbarem Wohnen wird erleichtert; eine ra?umliche Trennung von Arm und Reich wird vermieden.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollten m?glichst nah beieinander stattfinden k?nnen.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Ruhiges Wohnen ermo?glichen

  • La?rmbelastungen von LeqTag > 50 dB(A) und LeqNacht > 40 dB(A), die durch technische Gera?uschquellen verursacht sind, werden vermieden.
  • Wohnortnahe, ruhige Gebiete werden erhalten und vor La?rmzunahme geschu?tzt.
  • Kompakte, geschlossene Bauweisen schaffen ruhige Wohnho?fe und schu?tzen sie vor La?rm.
  • Nachbarschaft und Freizeitaktivita?ten nehmen aufeinander Ru?cksicht, reduzieren die La?rmbelastungen auf ein niedriges Ma? und ermo?glichen damit ein vertra?gliches Nebeneinander.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Grüne H?fe bieten ruhige Rückzugsr?ume.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Schadstofffreier und treibhausgasneutraler Verkehr

  • Der gesamte Stadtverkehr (Personen- und Gu?terverkehr) erfolgt treibhausgasneutral und (nahezu) emissionsfrei.
  • In den Innenstadtbereichen verkehren nur solche motorisierten Fahrzeuge, die elektrisch betrieben werden; Elektroautos sind kleiner und an die Nutzung in der Stadt angepasst. Der komplette O?V ist elektrisch.
  • Erneuerbarer Strom treibt die Elektrofahrzeuge an.
  • Alle dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechenden Luftqualita?tsgrenzwerte (NOx, Feinstaub, Ozon etc.) werden eingehalten.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Elektromobilit?t befreit die Stadt von Auspuffgasen.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Vorrang fu?r Umweltverbund

  • Der eigene Privat-Pkw spielt eine nachgeordnete Rolle im Stadtverkehr.
  • Wege in der Stadt sind zu Fu?, mit dem Fahrrad oder dem O?V sicher, flexibel, komfortabel, zeit- und kostensparend zu bewa?ltigen.
  • Ru?ckgrat ist der O?V, der auch bei ungeplanten Unterbrechungen (zum Beispiel Betriebssto?rungen) durch besseres Sto?rungsmanagement die Menschen ans Ziel bringt.
  • Integrierte Mobilita?tsdienstleistungen wie Carsharing, Fahrradverleihsysteme oder Online-Mitfahrvermittlungsdienste erga?nzen den O?V und sind miteinander vernetzt.
Ausschnitt Zukunftsstadt
In der Stadt der Zukunft gilt Vorfahrt für Bus und Bahn.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Nutzen statt besitzen

  • Carsharing – als Elektro-Carsharing – ist ebenso wie Fahrradverleihsysteme inklusive Pedelecs fla?chendeckend vorhanden.
  • In der Stadt fahren deutlich weniger Autos als heute, die effizient genutzt werden, weniger Fla?che beanspruchen und u?berall mit regenerativem Strom aufgeladen werden ko?nnen. Als Ziel gilt ein Motorisierungsgrad von maximal 150 zugelassene Pkw pro 1000 Einwohner inklusive Carsharing und Taxifahrzeugen.
  • Das Stadtauto der Zukunft ist klein, leise, elektrisch, wird von mehreren geteilt und fa?hrt eventuell autonom.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Man muss nicht besitzen, um zu nutzen – auch nicht beim Auto.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Ressourcen schonen

  • Reparatur- und Tauschla?den vor Ort vermeiden Neuanschaffungen in kurzer Taktung und sparen damit Transporte und Ressourcen ein.
  • Der Ressourceneinsatz fu?r sta?dtische Transportinfrastrukturen, Transportmittel und –wege inklusive Fahrzeugeinsatz wird minimiert.
  • Gemeinschaftlich genutzte Ra?ume (z.B. Waschhaus, Werksta?tten) reduzieren den Wohnfla?chenbedarf pro Kopf und den Ressourcenverbrauch und verbessern das Zusammenleben.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Reparieren, tauschen, teilen spart Ressourcen.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Mobilita?t bezahlbar machen

  • Personenmobilita?t ist fu?r alle Bevo?lkerungsgruppen bezahlbar.
  • Schaffung und Weiterentwicklung der Mobilita?t sind fu?r die kommunalen Haushalte langfristig gesichert.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Mit Bus und Bahn ist man kostengünstig mobil.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Partizipativ planen, kooperativ agieren

  • Stadt und Region arbeiten so zusammen, dass Siedlungen und Infrastruktur mo?glichst verkehrsvermeidend geplant und realisiert werden.
  • Die Bu?rgerschaft beteiligt sich an verkehrlichen und sta?dtebaulichen Planungsprozessen.
  • Verkehrs- und Stadtplanung sind aufeinander abgestimmt und beachten die Schnittstellen zu anderen Fachplanungen (z.B. Energie, Abfall).
Ausschnitt Zukunftsstadt
Bürgerbeteiligung sorgt für gute L?sungen.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Barrierefreie Mobilita?t fu?r alle ermo?glichen

  • Die einzelnen Verkehrstra?ger sind ohne Barrieren fu?r alle zuga?nglich. Eigensta?ndige Mobilita?t fu?r alle ist ohne fremde Hilfe mo?glich.
  • Das Verkehrssystem ermo?glicht eine altersgerechte Mobilita?t ohne eigenen Pkw, z. B. durch Begleitdienste oder technische Mobilita?tshilfen.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Barrierefreiheit bietet Mobilit?t für alle.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Tempo an urbanes Leben anpassen

  • Regelgeschwindigkeit Tempo 30 gilt auf Stra?en in der Stadt.
  • Die zula?ssigen Geschwindigkeiten sind je nach Funktion der Stra?en angepasst.
Ausschnitt Zukunftsstadt
Tempo 30 soll zur Regel statt zur Ausnahme werden.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Sicher

  • Das Gefu?hl subjektiver Sicherheit ist im Verkehrsgeschehen und im gesamten urbanen Raum sehr hoch.
  • Die ?Vision Zero“ wird Realita?t (keine Verkehrstoten und deutlich weniger Schwerverletzte, fehlertolerante Infrastruktur in Sta?dten).
Ausschnitt Zukunftsstadt
Die Stadt der Zukunft ist für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sicher.
Quelle: Umweltbundesamt
Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 Stadt der Zukunft  Stadtmobilit?t  Nachhaltige Stadtmobilit?t