Fu?verkehr

Fu?g?ngerinnen und Fu?g?nger auf einem breiten Zebrastreifen in der Sadtzum Vergr??ern anklicken
Unsere St?dte sollten attraktiver fürs Zufu?gehen werden.
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Grunds?tzlich lassen sich viele Wege zu Fu? bew?ltigen. Der Trend zur stetigen Abnahme des Fu?verkehrs hat seine Ursachen in der Luftverschmutzung, L?rmbelastung, in st?dtebaulichen Defiziten, Unfallgefahren durch den motorisierten Verkehr und schlicht der Gewohnheit. In Projekten zur Aktiven Mobilit?t erforscht das UBA Grundlagen und M?glichkeiten der F?rderung des Fu?verkehrs.

Fu?verkehr

Aktiv mobil sein zu k?nnen, geh?rt zum Grundbedürfnis des Menschen nach Gesundheit und ist Ausdruck von Handlungsfreiheit, Unabh?ngigkeit und Teilhabe. Zufu?gehen ist die natürlichste und ursprünglichste Art, sich fortzubewegen. Jeder Mensch ist daher Fu?g?ngerin oder Fu?g?nger, sofern seine k?rperliche Beweglichkeit nicht eingeschr?nkt ist. Gehende k?nnen sich nahezu auf allen Fl?chen und auch auf engem Raum bewegen. Diese Flexibilit?t und die Untersch?tzung der Bedeutung des Fu?verkehrs lassen ihn bei einer fahrzeugorientierten Stadt- und Verkehrsplanung leicht in Vergessenheit geraten. Er wird zu einer Restgr??e, bedr?ngt durch die Platzansprüche des motorisierten Verkehrs, des ruhenden Verkehrs (parkende Fahrzeuge), des Radverkehrs, durch Beschilderungen und diverse Sondernutzungen auf Gehwegen. Luftverschmutzung, L?rmbelastung, Lücken im Fu?wegenetz und Unfallgefahren durch den motorisierten Verkehr führen zus?tzlich dazu, dass die Attraktivit?t unserer Stra?en für den Fu?verkehr sinkt.

Dennoch wird die Anzahl der Wege, die wir zu Fu? zurücklegen, h?ufig untersch?tzt, da sie oft mit der Nutzung von Verkehrsmitteln kombiniert werden und dann bei Z?hlungen unberücksichtigt bleiben. Daher ist eine realistische Erfassung von Daten des Fu?verkehrs eine wichtige Grundlage, um ein Bewusstsein für die tats?chliche Bedeutung des Fu?verkehrs zu schaffen und für seine Berücksichtigung in der Verkehrsplanung und Stadtentwicklung zu sorgen. Das Europ?ische Parlament war bereits 1988 der Auffassung, ?dass eine Politik zugunsten der Fu?g?nger den Angelpunkt für eine Politik darstellen muss, die darauf ausgerichtet ist, eine neue und menschlichere `Stadtmentalit?t′ zu schaffen, weshalb sie zur grundlegenden Komponente der verkehrspolitischen, stadtplanerischen und baulichen Ma?nahmen der Mitgliedsstaaten werden muss“. Zu diesem Zweck verabschiedete es die ?Europ?ische Charta der Fu?g?nger“. Die F?rderung und der Schutz des Fu?verkehrs wie auch des Radverkehrs als Formen der aktiven Mobilit?t sind als Zielsetzungen seit 2007 auch in der ?Leipzig-Charta zur nachhaltigen europ?ischen Stadt“ der europ?ischen Stadtentwicklungspolitik sowie seit 2011 im ?Wei?buch zum Verkehr“ der Europ?ischen Kommission verankert.

Beim Gehen nimmt man seine Umgebung besonders intensiv wahr. St?dtebauliche Gegebenheiten, die Sch?nheit und Vielfalt der Erdgeschossbereiche sowie die Umweltbedingungen wie Ger?usche und Gerüche sind für Zufu?gehende in besonderer Weise entscheidend. Wo Menschen sich durch abweisende Architektur, fensterlose, eint?nige Erdgeschossfassaden, fehlendes Grün, L?rm und Abgase nicht wohl fühlen, vermeiden sie das Entlanggehen und den Aufenthalt. Ist ein Stadtraum durch diese Defizite gepr?gt, schwindet das Leben aus Stra?en und Pl?tzen. Fu?verkehrsf?rderung muss daher an der Belebung der ?ffentlichen R?ume durch kurze Wege, vielf?ltige Strukturen und Anregungen auf Augenh?he, Sicherheit, einladende Aufenthaltsgelegenheiten sowie Reduzierung von L?rm und Luftschadstoffen ansetzen.

Das ⁠UBA⁠ l?sst M?glichkeiten der St?rkung des Fu?verkehrs erforschen, in Modellvorhaben erproben und unterstützt und ber?t Verb?nde bei der Fu?verkehrsf?rderung. Hierzu z?hlen zum einen?Projekte zur Aktiven Mobilit?t, also zum Fu?- und Radverkehr,?zum anderen Projekte zur Verkehrsberuhigung und nachhaltigen Stadtmobilit?t?sowie Verb?ndeprojekte zur Fu?verkehrsf?rderung.?Zudem beauftragte das UBA das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) mit der Erarbeitung von Grundzügen einer bundesweiten Fu?verkehrsstrategie und war Mitveranstalter des zweiten Deutschen Fu?verkehrskongresses in Berlin.