Klimaschutz im Verkehr

ein Elektroauto tankt Strom an einer grünen Lades?ulezum Vergr??ern anklicken
Deutschland droht den Anschluss bei Umweltinnovationen zu verpassen – etwa bei der Elektromobilit?t.
Quelle: Dan Race / Fotolia.com

Mobilit?t ist unverzichtbarer Teil des t?glichen Lebens. Verkehr ist jedoch auch einer der gr??ten Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Um den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht zu werden, muss der Verkehr in Deutschland seine Treibhausgasemissionen schnell und drastisch mindern.

Mit den aktuell beschlossenen Klimaschutzma?nahmen wird das auf Grundlage des Klimaschutzgesetzes (KSG) formulierte Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor auf 95 Tonnen CO2-?quivalente in 2030 zu reduzieren, deutlich verfehlt werden. Es bleibt in Sachen ⁠Klimaschutz⁠ eine Lücke von deutlich mehr als 50 Mio. t CO2-?q. bestehen.

Ein UBA-Positionspapier (2019) zeigt auf, durch welche Ma?nahmen die Minderungslücke bis 2030 konkret geschlossen werden kann. Der Weg dorthin ist in drei Etappen unterteilt, die ein steigendes Ambitionsniveau der Klimaschutzinstrumente widerspiegeln. Daraus abgeleitet formuliert das Papier Empfehlungen für die Politik, die zum Beispiel den Abbau umweltsch?dlicher Subventionen und eine gerechte Bepreisung enthalten.

Ein?Analysepapier?(2017), welches im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde,?stellt konkrete Ma?nahmen vor, mit denen die Emissionen deutlich gesenkt und die Klimaschutzziele sicher erreicht werden.?Es beschreibt den Handlungsbedarf der n?chsten Jahre, um das ⁠Klima⁠ wirkungsvoll zu schützen und um die Entwicklung des Verkehrssektors in Deutschland mit den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens und des ?Klimaschutzplans 2050“ der Bundesregierung in Einklang zu bringen.?Die wichtigsten Handlungsoptionen sind:

  • strenge rechtliche Vorgaben für mehr Effizienz bei Neufahrzeugen: anspruchsvolle EU-Flottenzielwerte für CO2 für Pkw und Lkw auf Basis realit?tsnaher Testzyklen fortschreiben
  • Elektromobilit?t deutlich st?rker f?rdern, zum Beispiel durch verpflichtende Zulassungsquoten für E-Autos
  • eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur wie ?PNV und Radwege ausbauen
  • umweltsch?dliche Subventionen wie das Steuer-Privileg für Dieselkraftstoff abbauen
  • eine fahrleistungsabh?ngige Maut für alle Stra?enfahrzeuge einführen

Das Paris-Abkommen will den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur auf deutlich unter 2°C begrenzen und langfristig nur noch ?Netto-Null-Emissionen“ zulassen. Deutschland muss noch vor dem Jahr 2030 einen Gro?teil seiner Emissionen einsparen. Dieser Handlungsdruck spiegelt sich in den Zielen des deutschen Klimaschutzplans oder im europ?ischen Rahmen für die Klima- und Energiepolitik allerdings nicht wieder. Anders gesagt: Deutschland und die EU müssen ihre Anstrengungen für den Klimaschutz deutlich steigern. Dabei hat auch der Verkehr seinen Beitrag zu leisten. Die Klimaschutzziele des Paris-Abkommens sind notwendig und richtig, und die Instrumente zu ihrem Erreichen stehen bereit – sie müssen jedoch umgehend eingeführt und konsequent umgesetzt werden.

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