Nachhaltigkeitsziele und -indikatoren im Verkehr

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Gesch?fte für den t?glichen Bedarf sollten gut zu Fu? erreichbar sein.
Quelle: Manuel Hundt / Umweltbundesamt

Indikatoren sind Kenngr??en, die konkret messbar, berechenbar oder zumindest beschreibbar machen, inwieweit es gelungen ist, festgelegten Zielen n?her zu kommen. Sie stehen für bestimmte, bedeutsame Aspekte eines Qualit?tsziels, wie z.B. nachhaltige Mobilit?t.

Mobilit?tsindikatoren in der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie

Im Jahr 2002 beschloss die Bundesregierung die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie ?Perspektiven für Deutschland“. Seitdem legt sie dem Parlament und der ?ffentlichkeit regelm??ig Fortschrittsberichte vor. In Erg?nzung erscheint zweij?hrig ein Bericht des Statistischen Bundesamtes. Darin wird die Entwicklung der gew?hlten Nachhaltigkeitsindikatoren?ausgewertet.?Im Januar 2017 beschloss das Bundeskabinett die Neuauflage der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Die weiterentwickelte Strategie setzt den Rahmen zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030 und der 17 Sustainable Developement Goals (SDGs).

Die Indikatoren zur nachhaltigen Mobilit?t waren bis 2016 die Gütertransportintensit?t (11a), die Personentransportintensit?t (11b) sowie der Anteil des Schienenverkehrs und der Binnenschifffahrt an der Güterbef?rderungsleistung (11c und d).?Die Indikatoren waren jedoch zum Teil nicht aussagekr?ftig genug. Beispielsweise bildete die Erh?hung des Anteils von Schienen- und Binnenschiffsverkehr am Modal Split nicht ab, dass auch der Stra?engüterverkehr in den letzten Jahren besonders stark zugenommen hatte und die Gesamtentwicklung keineswegs in Richtung einer nachhaltigen Mobilit?t verlief.

Eine Studie im Auftrag des ⁠UBA⁠ zeigte auf, welche Indikatoren die Umweltwirkungen des Verkehrs besser und verst?ndlicher darstellen k?nnten. Dabei wurden die umweltfreundliche Verkehrsgestaltung und die Sicherung der Mobilit?t als die wichtigsten Handlungsfelder einer nachhaltigen Mobilit?tsentwicklung identifiziert.

Die oben genannten Indikatoren sind seit der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie nicht mehr enthalten. Stattdessen hat die Bundesregierung in der Nachhaltigkeitsstrategie 2016?Minderungsziele für den ⁠Endenergieverbrauch⁠ des Güter- und des Personenverkehrs (11.2.a und 11.2.b) bis zum Jahr 2030 festgelegt (jeweils Minderung um 15 bis 20 % gegenüber 2005). Der Endenergieverbrauch wird hier der jeweiligen ⁠Verkehrsleistung⁠ gegenübergestellt. Als Datenbasis wird die Emissionsdatenbank TREMOD des Umweltbundesamtes genutzt, welche Energieverbr?uche auf Grundlage der Verkehrsleistungen und spezifischen Energieverbrauchsfaktoren berechnet.?

Erg?nzt wurde darüber hinaus der ⁠Indikator⁠ 11.2.c "Erreichbarkeit von Mittel- und Oberzentren mit ?ffentlichen Verkehrsmitteln", der die bev?lkerungsgewichtete durchschnittliche Reisezeit in Minuten mit ?ffentlichen Verkehrsmitteln zum n?chsten Mittel- oder Oberzentrum ausweist. Berechnet wird der Indikator vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Berücksichtigt wird die Nutzung ?ffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr, flexible Bedienformen (z.B. Anrufbusse) gehen jedoch nicht in die Berechnung ein.

Inzwischen haben die meisten Bundesl?nder eigene Nachhaltigkeitsstrategien und -indikatoren entwickelt.?

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 Nachhaltigkeitsziele  Nachhaltige Mobilit?t  Kommunale Agenda 21